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AMS-Landesgeschäftsführer Karl-Heinz Snobe. Foto: AMS

„Fachkräfte planen, statt suchen“

Montag, 04. Februar 2019

Der Fachkräftemangel und die sinkenden Arbeitslosenzahlen führen dazu, dass Personalplanung immer wichtiger wird. Es gilt, nicht nur bzw. nicht erst bei akutem Personalbedarf zu handeln, sondern sich schon früher eine Strategie zu überlegen, wie man mit z.B. einer im kommenden Jahr anstehenden Pensionierung eines Mitarbeiters umgeht. Als Partner und vor allem als Profi in diesem Zusammenhang tritt das AMS Steiermark auf. Landesgeschäftsführer des AMS Steiermark Karl-Heinz Snobe bei der Präsentation der Informationskampgange: „Nur bei der entsprechenden Weitsicht durch das Management können Engpässe vermieden werden. Unsere Unterstützung ist hier ein absoluter Benefit für Unternehmen und diese Möglichkeit sollte man nützen.“

„Es ist in meiner Branche leider so, dass man am Markt kaum passendes Personal findet. Viele sind zwar gut ausgebildet, aber in falschen Bereichen“, beschreibt Mario Kaufmann von MKFX – 3D Animationen in Graz eine Situation, die wohl viele Unternehmer kennen. „Man muss daher schon frühzeitig planen“, sagt der Unternehmer, der sich dazu Unterstützung vom AMS Steiermark geholt hat. Mit Erfolg: Über zehn Monate hinweg wurde ein Arbeitssuchender zielgerichtet für MKFX – 3D Animationen qualifiziert, nun ist er dort bereits mehr als ein Jahr als Mitarbeiter tätig. Das Unternehmen mit fünf MitarbeiterInnen ist damit eines von vielen Erfolgsbeispielen, die vom AMS Steiermark bei der Personalplanung unterstützt wurden.

Unterstützung für alle Unternehmen – egal wie klein
Das AMS Steiermark steht für erfolgreiche Fachkräftequalifizierung. Wesentlich – und größtenteils zu wenig bekannt – ist: Dieses Angebot steht allen Unternehmen (in allen Größen und Branchen) offen, denen es nicht gelingt, passende BewerberInnen zu finden, und ist nicht nur ein Thema für Unternehmen wie Magna. „Gerade für kleine Betriebe ist hier bisher die Hemmschwelle zu groß. Das wollen wir nun mit der neuen Informationskampagne ändern“, so Karl-Heinz Snobe. Das Credo dahinter: „Fachkräfte planen statt suchen“. Snobe ergänzt: „Alleine über das Format AQUA – arbeitsplatznahe Qualifizierung – und Stiftungen haben im Vorjahr mehr als 1300 arbeitssuchende Personen erfolgreich eine Fachausbildung über das AMS abgeschlossen.“

Wesentlich ist der Zeitfaktor für die Planung: Eine Facharbeiterausbildung kann bis zu drei Jahre dauern, ist aber in vielen Fällen auch in knapp der Hälfte der Zeit möglich. Die Dauer hängt immer vom Vorwissen des Bewerbers ab und vom notwendigen Schulungsauftrag. Die Mindestdauer beträgt drei Monate.