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Montanuni-Rektor Wilfried Eichlseder, Thomas Kienberger (Leiter des Lehrstuhls für Energieverbundtechnik der Montanuniversität und operativer Leiter des Projekts NEFI in Leoben), Landesrätin Barbara Eibinger-Miedl und Landesrat Anton Lang (v.l.). Foto: Montanuniversität

„Vorzeigeregion für neue Energien“

Dienstag, 12. Februar 2019

Steiermark mit ehrgeizigem Ziel

Mit dem Projekt „NEFI- New Energy for Industry“ positioniert sich die Steiermark- gemeinsam mit Oberösterreich- als Vorzeigeregion für Energieinnovationen. Ziel sind leistungsfähige Industriestandorte möglichst ohne CO2-Emissionen und der Einsatz von bis zu 100 Prozent erneuerbarer Energie. In den nächsten acht Jahren bündelt „NEFI“, bestehend aus einem Konsortium von AIT (Austrian Institute of Technology), der Montanuniversität Leoben, dem oberösterreichischen Energiesparverband und der oberösterreichischen Wirtschaftsagentur „Business Upper Austria“, dafür heimische Innovationskraft. Der Großteil der über 80 an „NEFI“ beteiligten Unternehmen kommt aus Oberösterreich und der Steiermark. Damit werden die beiden Bundesländer und Österreich insgesamt zum internationalen Leuchtturm für Energietechnologie von morgen. Die wissenschaftliche Projektleitung liegt bei der Montanuniversität Leoben.

Die beiden Landesräte Barbara Eibinger-Miedl und Anton Lang präsentierten heute Vormittag gemeinsam mit Rektor Wilfried Eichlseder und Thomas Kienberger von der Montanuniversität Leoben das Vorzeigeprojekt.

Thomas Kienberger, Leiter des Lehrstuhls für Energieverbundtechnik der Montanuniversität und operativer Leiter des Projekts in Leoben, stellt folgende Fragestellungen in den Mittelpunkt: „Wie können komplexe Energiesysteme entlang der industriellen Wertschöpfungskette optimiert werden? Und wie kann die Energieeffizienz der industriellen Produktion erhöht werden?“ Dazu nennt Kienberger schon einige konkrete Forschungsschwerpunkte: So wird in bereits laufenden Projekten die Effizienz der Stahlerzeugung durch einen flexiblen Sauerstoffeinsatz erhöht oder untersucht, wie durch Elemente der Digitalisierung die industrielle Energieversorgung besser an erneuerbare Energie gekoppelt werden kann.

Montanuni-Rektor Wilfried Eichlseder: „Besonderes Augenmerk wird auf die Verknüpfung der Industrie mit den anderen Sektoren gelegt, und wir von der Montanuniversität Leoben sehen uns hier für den Technologietransfer und die Begleitung bei unseren steirischen Stakeholdern verantwortlich.“

LR Barbara Eibinger-Miedl im O-Ton:

„Steirische Unternehmen und Forschungseinrichtungen zählen bei der Weiterentwicklung erneuerbarer Energien international zu den Vorreitern. Das Projekt NEFI mit dem NEFI_Lab wird diese Entwicklung verstärken und einen Beitrag zur weiteren Attraktivierung des Wissenschafts- und Wirtschaftsstandortes Steiermark leisten. Die im Rahmen des Projektes für die Dekarbonisierung entwickelten Schlüsseltechnologien fördern die Nachhaltigkeit der heimischen Industrie und tragen zur Sicherung des Standortes und damit auch zur Schaffung von Arbeitsplätzen bei. NEFI ist somit ein Vorzeigebeispiel für die Kooperation zwischen Wissenschaft und Wirtschaft, die die Steiermark zum innovativsten Bundesland Österreichs und zu einer der innovativsten Regionen Europas gemacht hat“, so Wirtschafts- und Wissenschaftslandesrätin Barbara Eibinger-Miedl.

LR Anton Lang im O-Ton:

„Bei allen Anstrengungen zur Erreichung unserer Klimaschutzziele brauchen wir dafür auch entsprechende Mitstreiter in allen Lebensbereichen. Partner in den Gemeinden und Regionen, in der Landwirtschaft, im privaten Bereich und ganz besonders Partner in der Wirtschaft und in unseren großartigen Forschungseinrichtungen. Die Forschung ist schließlich die Wurzel des Fortschritts in unserer Gesellschaft und damit auch die Basis für eine erfolgreiche Weiterentwicklung der Wirtschaft. Die Steiermark ist mit großem Abstand das innovativste Bundesland in Österreich und hält ebenfalls einen Spitzenrang auf europäischer Ebene“, formuliert LR Anton Lang.