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v.l.: Louis Obrowsky (LLB), Andreas Zakostelsky (VBV), Karl Haring (Haring Group), Michael Spazierer (TRIVALUE), Oliver Vallant (Insula), Robert Sommersguter (KS Group), Dieter Johs (WEGRAZ), Bürgermeister Siegfried Nagl, Bürgermeister-Stellvertreter Mario Eustacchio, Stadtbaudirektor Bertram Werle, Hans Höllwart (SFL), Barbara Hammer (StadtLABOR Graz), Kathryn List, Jörg Jandl (Jandl GmbH), Axel Thomaschütz (STRABAG AG), Mario Müller (SFL), Erwin Hauser (Helmut List Halle), Markus Münzer (TRIVALUE), Andreas Kern (KS Group)

Sichtlich zufrieden mit dem neuen künftigen Stadtteil zeigt sich natürlich Bürgermeister Siegfried Nagl. „Tue es“, ist der kürzeste Satz, mit dem die Politik(er) Dinge in Bewegung setzen kann.

Sichtlich zufrieden mit dem neuen künftigen Stadtteil zeigt sich natürlich Bürgermeister Siegfried Nagl. „Tue es“, ist der kürzeste Satz, mit dem die Politik(er) Dinge in Bewegung setzen kann.

Auch für Science-Tower-Erbauer Hans Höllwart ist die Tatsache, dass sie nun in den nächsten Jahren viele „Nachbarn“ bekommen, eine Genugtuung.

Auch für Science-Tower-Erbauer Hans Höllwart ist die Tatsache, dass sie nun in den nächsten Jahren viele „Nachbarn“ bekommen, eine Genugtuung.

v.l.: Andreas Zakostelsky (VBV), Louis Obrowsky (LLB)

v.l.: Andreas Zakostelsky (VBV), Louis Obrowsky (LLB)

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Wohnraum und Arbeitsplätze für 3.000 Menschen

Freitag, 08. Februar 2019

„My Smart City Graz“

Mit der Eröffnung des 60 Meter hohen Science Tower im September 2017 hat das Projekt der Smart City Graz sein Wahrzeichen bekommen. Nach Überwindung vieler (auch) bürokratischer Hürden und Auflagen wurde dieser nach einer Idee von Hans Höllwart, dem Chef von SFL technologies mit Sitz in Stallhofen, errichtet. Geplant hat ihn Architekt Markus Pernthaler, der mit seinem Team gegen viele Widerstände die Idee der Smart City Graz in den letzten zehn Jahren entwickelt hat. Das Vorhaben ist erstmalig in Österreich und wird mit rund vier Millionen Euro vom Bund durch den Klima- und Energiefonds gefördert.

Im Science Tower sind Start-ups und namhafte Forschungsunternehmen angesiedelt, wie zum Beispiel Joanneum Research oder der Green Tech Cluster. Mit der im Jahr 2003 als Kunst- und Kulturzentrum errichteten Helmut List Halle – ursprünglich eine alte Industriehalle – bilden die beiden Objekte das Zentrum der Smart City. Mit 120.000 Besuchern jährlich hat sich die Helmut List Halle zu einer renommierten Event-Location entwickelt.

Eben in dieser besagten Helmut-List-Halle gab es gestern die Kick-off-Veranstaltung für „My Smart City Graz“. Auf dem ehemaligen Industriegebiet entlang der Waagner-Biro-Straße, einem Gebiet hinter dem Hauptbahnhof gelegen, entsteht in den nächsten Jahren der innovativste Stadtteil im Westen von Graz – mit innovativen Wohn- und Geschäftsarealen und großzügigen Grün- und Parkanlagen. Erstmals in Graz werden zukunftsorientierte technische Errungenschaften aus den Bereichen Energie, Gebäudetechnologie und Mobilität zu einem Gesamtkonzept dieser Größenordnung verknüpft (nicht zuletzt mit Erkenntnissen aus der Technologie des Science Tower). Das engagierte Energiemanagement führt in Richtung “Zero Emission”; ein Schritt, der Graz den Weg als Stadt der Zukunft ebnet.

Neben der Helmut List Halle und dem Science Tower gibt es bereits die Cool City, steht der Smart City Schulcampus vor der Fertigstellung und haben die Bauarbeiten für die drei Bauabschnitte Smart City Süd, Smart City Mitte und Smart City Nord sowie die Erweiterung des Helmut-List-Areals begonnen.

Im neuen Stadtteil werden auf 140.000 m2 Bruttogeschossfläche Wohnungen, Büros, Lokale und Geschäfte errichtet. 3.000 Menschen werden hier Wohnraum oder Arbeitsplätze finden. Die Verlängerung der Straßenbahnlinie 6 in den Stadtteil wird für direkte Öffi-Anbindung sorgen. 1.210 Stellplätze mit E-Parkplätzen stehen den Bewohnern zur Verfügung. Dazu werden in den nächsten drei Jahren Euro 350 Mio. investiert.

Einen weiteren Schwerpunkt bildet auch die intelligente Verwaltung von gemeinsamen, oft beschränkten Ressourcen, wie beispielsweise Tiefgaragenstellplätzen. Hier wird eine zentrale digitale Plattform – das QMS (Quartiers-Management-System) – installiert, in dem ein einheitlicher Standard die Möglichkeit bietet, dass Bewohner, Mitarbeiter der ansässigen Firmen, Gäste von Veranstaltungen, alle lokal verfügbaren Dienste einheitlich und unkompliziert abrufen und Ressourcen belegen können. Mietverträge, Betriebskostenabrechnungen, Taxi-Bestellungen, Tiefgaragenstellplätze, Reservierung von Elektroautos, Lastenfahrräder, Belegung von Sozialräumen etc., Abfahrtszeiten der Straßenbahn werden über einen einzigen Plattformzugang, aber über mehrere Medien, vereinheitlicht. An diesem Beispiel soll im Zuge eines gemeinsamen Entwicklungsprojektes mit der Stadt Graz, der Technischen Universität Graz, der KF-Universität Graz und dem Juridicum Wien, Potential erkannt werden, wie die Integration von digitaler Quartiers-Infrastruktur in einem urbanen Verbund der Stadt Graz funktionieren könnte.

Sichtlich zufrieden mit dem neuen künftigen Stadtteil zeigt sich natürlich Bürgermeister Siegfried Nagl. „Tue es“, ist der kürzeste Satz, mit dem die Politik(er) Dinge in Bewegung setzen kann. Er verschwieg in seinem Statement aber nicht, dass es vieler Gespräche und Verhandlungen bedurfte, damit das ehrgeizige Vorzeigeprojekt auf Schiene kam. In diesem Zusammenhang dankte er allen Beteiligten. Speziell für AVL-Chef Helmut List und Science-Tower-Erbauer Hans Höllwart ist die Tatsache, dass sie nun in den nächsten Jahren viele „Nachbarn“ bekommen, eine Genugtuung. Weil damit das Wichtigste gelingen wird: Dass tausende Menschen in der Smart City in einem nachhaltig gestalteten Umfeld arbeiten, wohnen und leben werden.

Fotos: Heimo Ruschitz