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Umweltlandesrat Anton Lang (li.) und Gerhard Semmelrock, Land Steiermark, Leiter der Abteilung 15. Foto: Land Steiermark

2018 konnten erlaubte Feinstaub-Überschreitungstage eingehalten werden

Samstag, 09. März 2019

Eine Bilanz in Sachen „Luftqualität im Winter 2018/19“sowie die Ergebnisse aus der Aktion „Meine Luft – Reine Luft“ präsentierten Umweltlandesrat Anton Lang und der Leiter der zuständigen Abteilung 15, Gerhard Semmelrock, im „Haus der Energie“ in Graz.

Der Landesrat ließ gleich zu Beginn mit einer positiven Nachricht aufhorchen: „Im abgelaufenen Jahr 2018 konnten erstmals seit 2016 trotz eines schlechten Starts die erlaubten Feinstaub-Überschreitungstage eingehalten werden.“ Dieser Erfolg rühre aus der konsequenten Umsetzung und Weiterentwicklung des Luftreinhalteprogramms Steiermark. „Wie sich in den letzten 10 Jahren besonders deutlich herausgestellt hat, zeigen nur mittel- bzw. langfristig geplante und genau durchdachte Maßnahmen Wirkung. Insgesamt sind in den letzten Jahren rund 60 Mio. Euro gezielt in die Verbesserung der Luftgüte investiert worden – dabei sind die Mittel, die über energietechnische Maßnahmen die Luft ebenfalls verbessern, gar nicht mitberücksichtigt“, so Lang, der betonte: „Besonders erwähnen möchte ich dabei den Ausbau der Fernwärme in Graz mit weit über 10.000 Neuanschlüssen seit 2008, welche aus Mitteln des Landes und der Stadt Graz gefördert wurden. Alleine durch diese Maßnahme im Heizungsbereich werden Jahr für Jahr rund 39 Tonnen Feinstaub eingespart. Mit der Inbetriebnahme der Abwärmenutzung der SAPPI in Gratkorn, des Solaren Großspeicherprojektes HELIOS und mit dem Beschluss zur Finanzierung des weiteren Fernwärmeausbaus in Graz haben wir im vergangenen Jahr Meilensteine gesetzt.“

Die Umstellung von alten Heizungsanlagen auf Fernwärme und moderne, umweltschonende Heizsysteme stellen nach wie vor einen besonderen Schwerpunkt bei den Maßnahmen zur Reduktion der Luftbelastung dar. „Seit dem Vorjahr wird dieser Umstieg im Land mit bis zu 5.000 Euro gefördert. Das Land hilft damit den steirischen Haushalten auch beim Senken ihrer Heizkosten. Durch die neue Bundesförderung, die es zusätzlich seit 1. März 2019 gibt, kann man künftig sogar eine Förderung von bis zu 10.000 Euro für den Austausch alter Heizsysteme erhalten“, so der Landesrat.

Im Verkehrsbereich waren es laut Lang besonders Geschwindigkeitsbeschränkungen durch Verkehrsbeeinflussungsanlagen (kurz VBA-Anlagen), die Fahrverbote für Alt-LKW inkl. der Förderung der Neuanschaffungen, Förderungen für Hybrid- und Erdgastaxis, Förderungen im Bereich E-Mobilität und E-Carsharing, die erfolgreiche `Mikro-ÖV´-Strategie sowie die Radverkehrsstrategie und Maßnahmen zur Attraktivierung des Öffentlichen Verkehrs, die nachhaltig zur Reduktion der Schadstoffbelastung beigetragen haben.

Mit der bekannten Aktion „Meine Luft – Reine Luft“ hat das Ressort im Bereich des Öffentlichen Verkehrs in den letzten Wintern einmal mehr eine sehr wirksame Maßnahme im Rahmen des Luftreinhalteprogrammes Steiermark gesetzt. Die Aktion „Stundenticket ist gleich Tagesticket“ hat sich mittlerweile als Fixpunkt etabliert und wird von der steirischen Bevölkerung sehr gut angenommen. „Im Aktionszeitraum gab es eine Steigerung bei den Fahrgästen um 4 %, in absoluten Zahlen ein Plus von 11.000 Kunden. Wir schaffen damit ein Anreizsystem zum Probieren und für den Umstieg vom Pkw auf den Öffentlichen Verkehr“, betonte Lang.

Der Umweltlandesrat erkläre auch, dass er sich erst dann zufriedengebe, wenn – unabhängig von meteorologischen Einflüssen – die Grenzwerte dauerhaft eingehalten werden können. „Mit den Ergebnissen aus dem Jahr 2018 sind wir damit auf dem richtigen Weg“, so Lang.