kl Klinikum Graz_PK_Katarakt-OP_01

v. li.: Ernst Fartek, KAGes-Vorstand für Finanzen und Technik, Christopher Drexler, Gesundheitslandesrat, Andreas Wedrich, Vorstand der Universitätsaugenklinik, Elke Granitz, Pflegeleitung der Universitätsaugenklinik und Patientin Anita G. Foto: Simon Möstl/Univ.-Augenklinik

Patientin Anita G. bei der Voruntersuchung Foto: Heimo Bauer/Univ.-Augenklinik

Patientin Anita G. bei der Voruntersuchung Foto: Heimo Bauer/Univ.-Augenklinik

Grauschleier zum 22.222sten Mal gelüftet

Mittwoch, 20. März 2019

„Ich hatte panische Angst vor der Augen-OP, davor, wie es ausgehen würde“, erzählt Anita G., die 22.222. Patientin, bei der seit Eröffnung der Tagesklinik an der Univ.-Augenklinik im Jahr 2013 der „Graue Star“ (Katarakt) behandelt wurde. Anita G. Sorgen waren jedoch unbegründet. Der Eingriff verlief erfolgreich: „Ich habe mich wohl gefühlt, was selten ist, insbesondere in einem Krankenhaus. Alle waren freundlich und zuvorkommend, durch viele Gespräche auch während der OP ist mir die Angst genommen worden. Ich habe alles ohne Schmerzen überstanden und sehe wieder besser.“

Warum die Zahl 22.222 als Anlass genommen wurde, habe einen bestimmten Grund, so Andreas Wedrich, Vorstand der Universitätsaugenklinik des LKH-Univ. Klinikum Graz. „Wir haben 2 Augen, die Entwicklung der Tageskliniken durchlief 2 Phasen beginnend in Graz mit anfangs 2 tagesklinischen Zimmern und wurde dann in ganz Österreich ausgeweitet in 2 Bereichen: der Untersuchungs- und der OP-Bereich.“

85 Prozent der Kataraktoperationen im Klinikum Graz mit 5.093 Patienten in 2018 werden heute tagesklinisch durchgeführt. „Über einen kleinen Schnitt am Rande der Hornhaut wird die getrübte Linse mittels Ultraschall zerkleinert und abgesaugt. Danach wird die Kunststofflinse eingesetzt, die ein Leben lang hält. Der Eingriff findet bei lokaler Betäubung statt. Nur in ganz seltenen Fällen ist eine Vollnarkose notwendig. Durch den kurzen Aufenthalt des Patienten liegt die große Herausforderung in der Kommunikation. Der Eingriff dauert im Schnitt etwa 15 Minuten. Im günstigen Fall sehen die Patienten schon wenige Stunden nach dem Eingriff besser und nach 6 Wochen wieder optimal. Die Wartezeit für OPs beträgt in dringenden Fällen 4 bis 8 Wochen, maximal etwa 7 Monate“, informiert Wedrich.

„Es ist beruhigend direkt von einem Patienten zu hören, wie alles vor sich geht, gerade auch weil man selbst irgendwann ein potentieller Patient ist“, bemerkt Ernst Fartek, KAGes-Vorstand für Finanzen und Technik.

„Ich hoffe, dass diese Erfolgsgeschichte mit medizinischen Höchstleistungen und zufriedenen Patienten in der Steiermark so weiter geht“, so Gesundheitslandesrat Christopher Drexler.