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v.l.: ÄK-Vizepräsident Norbert Meindl, Geschäftsführer des Gesundheitsfonds Michael Koren, Präsident Rotes Kreuz Steiermark Werner Weinhofer, Sektionschefin Silvia Türk, Gesundheitslandesrat Christopher Drexler, Bildungslandesrätin Ursula Lackner und GKK-Obmann Josef Harb. Foto: Gesundheitsfonds/Streibl

„Wenn´s weh tut! Gesundheitstelefon: 1450“

Freitag, 15. März 2019

„Das Gesundheitstelefon startet mit 1.April und ist die zentrale Anlaufstelle für alle medizinischen Fragen“, verkündet Gesundheitslandesrat Christopher Drexler gestern vor Journalisten in Graz. „Die Spezialisten der Leitstelle des Roten Kreuze sorgen dafür, dass die Steirer, die die kostenlos (Kosten gem. üblichem Tarif) 24 Stunden erreichbare Nummer 1450 ohne Vorwahl über das Mobiltelefon oder Festnetz wählen, die gesundheitliche Einschätzung bekommen, die sie brauchen“.

Erfolgreiche Anwendungen gibt es in Großbritannien, Dänemark, Schweden, den Niederlanden und der Schweiz. Nach erfolgreichem Abschluss der Pilotphase Ende 2018 in Niederösterreich, Wien und Vorarlberg startet nun der Roll-Out auf ganz Österreich.

„Erfahrungen aus anderen Ländern zeigen, dass es sich in 80 Prozent der Fälle um keine Notfälle handelt, in 60 Prozent reicht sogar eine Selbstbehandlung aus“, verweist Michael Koren, Geschäftsführer des Gesundheitsfonds Steiermark. „Das geschulte Krankenpflegepersonal, wovon 5 Mitarbeiter zugleich Dienst haben, versteht sich als Erstanlaufstelle bei gesundheitlichen Fragen und spricht Verhaltensempfehlungen aus oder verbindet zur richtigen Stelle. Handelt es sich um einen Notfall, so ist das Personal mit allen Notrufnummern vernetzt und schickt direkt einen Notarzt bzw. die Rettung. Erfahrungsgemäß dauert ein Beratungsgespräch im Schnitt 7 Minuten. Ziel ist es, dass der Bevölkerung rund um die Uhr die Gesundheitsberatung zur Verfügung steht. Die Notrufnummer 144 bleibt weiterhin bestehen“.

„Es ist ein Service, das die Menschen in den Mittelpunkt rückt und sicherstellt, dass sie nicht nur gut versorgt sind, sondern sich auch gut versorgt fühlen“, unterstreicht Bildungslandesrätin Ursula Lackner. „Sollte die Nummer einmal belegt sein, wird für einen sofortigen Rückruf gesorgt!“, beruhigt Werner Weinhofer, Präsident Österreichisches Rotes Kreuz, Landesverband Steiermark.

„Durch den telefonischen Erstkontakt über 1450 sollte der Bereitschaftsdienst deutlich entlastet werden“, ergänzt Norbert Meindl, Ärztekammer Vizepräsident und Obmann der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte. „Der Bereitschaftsdienst wird unter anderem mit geänderten Dienstzeiten ab 1. April neu strukturiert, um eine flächendeckende Versorgung der Bevölkerung an den Wochenenden und unter der Woche weitgehend sicherzustellen. Der Grundbaustein des neuen Bereitschaftsdienstes ist das Gesundheitstelefon.“