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Nach klarem NEIN zum Leitspital Liezen kommt Landtag-Sondersitzung. Fotos: Klipp

Lambert Schönleitner (Grüne)

Lambert Schönleitner (Grüne)

Claudia Klimt-Weithaler (KPÖ)

Claudia Klimt-Weithaler (KPÖ)

Mario Kunasek (FPÖ)

Mario Kunasek (FPÖ)

Ein Pyrrhussieg

Montag, 08. April 2019

Leitspital fiel bei Volksabstimmung durch

67,3 Prozent haben sich bei der gestrigen Abstimmung zum Thema „Zentrales Leitspital für den Bezirk Liezen“ gegen dieses Projekt ausgesprochen. Die Absage der Liezener Bevölkerung ist klar und unmissverständlich. Dennoch wollen SPÖ und ÖVP am Projekt festhalten, wie Gesundheitslandesrat Christopher Drexler und SPÖ-Chef Michael Schickhofer erklärten. Man werde den Dialog weiter führen, so Drexler, und Argumente und Überlegungen der Leitspital-Gegner einzuarbeiten versuchen.

Die FPÖ fordert hingegen einen Stopp für das Leitspital-Projekt und tritt für den Fortbestand der drei Spitäler Rottenmann, Schladming und Bad Aussee ein. Man wolle mit allen Mitteln versuchen, den Willen der Bürger zur Umsetzung zu verhelfen, so FPÖ-Landesparteiobmann Mario Kunasek.

Die Volksbefragung war von den beiden Oppositionsparteien FPÖ und KPÖ initiiert worden. Die Grünen waren da nicht mit den beiden anderen Oppositionsparteien im selben Boot, wiewohl auch sie gegen das Leitspital sind.

Die Wahlbeteiligung betrug 42,18 Prozent. Insgesamt waren 61.953 Bürger stimmberechtigt. Mit NEIN stimmten 17.512 und mit JA 8.520 Wähler. Auch KPÖ und Grüne wollen nach der „deutlichen Abfuhr durch die Bürger“, dass die Krankenhäuser in Rottenmann, Bad Aussee und Schladming erhalten bleiben müssen.

Schon im Mai des Vorjahres verwies KLIPP auf die wahrscheinlichen Folgen der Volksabstimmung oder des Vorgehens der ÖVP-SPÖ-Koalition für die Landtagswahl 2020:

Unbenannt