VIRTUAL VEHICLE Drive.LAB

Im Zentrum von Drive.LAB steht der „Human Centered Driving Simulator“, ein neuartig konzipierter Fahrsimulator - oder vielmehr ein „Fahrer“-Simulator, der für Forschung und Entwicklung im Bereich des automatisierten Fahrens entwickelt wurde. Fotos: beigestellt

Paolo Pretto (DriveLAB, VIRTUAL VEHICLE), Jost Bernasch (GF VIRTUAL VEHICLE), LR Barbara Eibinger-Miedl und TU-Graz-RektorHarald Kainz (v.l.)

Paolo Pretto (DriveLAB, VIRTUAL VEHICLE), Jost Bernasch (GF VIRTUAL VEHICLE), LR Barbara Eibinger-Miedl und TU-Graz-RektorHarald Kainz (v.l.)

AV-Instruktor - der „Fahrlehrer“ für autonome Fahrzeuge: Ziel ist es, eine Fahrstilbewertung zu entwickeln, die dem autonomen Fahrzeug ein nachvollziehbares Verhalten im Straßenverkehr „lehrt“ und somit Vertrauen in das System schafft.

AV-Instruktor - der „Fahrlehrer“ für autonome Fahrzeuge: Ziel ist es, eine Fahrstilbewertung zu entwickeln, die dem autonomen Fahrzeug ein nachvollziehbares Verhalten im Straßenverkehr „lehrt“ und somit Vertrauen in das System schafft.

Das kürzlich gestartete EU-Forschungsprojekt „Horizont 2020“, „OSCCAR - Zukünftige Insassenschutz bei Autounfällen“ - entwickelt einen neuartigen Ansatz, um die Sicherheit aller Insassen, die an zukünftigen Autounfällen beteiligt sind, radikal zu verbessern. Das VIRTUAL VEHICLE Drive.LAB liefert hierzu wichtige Daten und neue Erkenntnisse.

Das kürzlich gestartete EU-Forschungsprojekt „Horizont 2020“, „OSCCAR - Zukünftige Insassenschutz bei Autounfällen“ - entwickelt einen neuartigen Ansatz, um die Sicherheit aller Insassen, die an zukünftigen Autounfällen beteiligt sind, radikal zu verbessern. Das VIRTUAL VEHICLE Drive.LAB liefert hierzu wichtige Daten und neue Erkenntnisse.

Der DRIVE.LAB-Simulator besteht aus einem echten Auto-Cockpit und einer benutzerdefinierten Kippplattform, die Beschleunigungsmerkmale für ein höheres Eintauchen und Realismus bietet. Darüber hinaus ermöglicht die Integration mit einem Co-Simulations-Framework die agile Entwicklung von ADAS-Funktionen. Der Simulator kann mit anderen Fahrsimulatoren verbunden werden, mit Fußgängern, die über Augmented oder Virtual Reality in die Schleife gebracht und mit einem Automated Driving Demonstrator-Fahrzeug verbunden werden können.

Der DRIVE.LAB-Simulator besteht aus einem echten Auto-Cockpit und einer benutzerdefinierten Kippplattform, die Beschleunigungsmerkmale für ein höheres Eintauchen und Realismus bietet. Darüber hinaus ermöglicht die Integration mit einem Co-Simulations-Framework die agile Entwicklung von ADAS-Funktionen. Der Simulator kann mit anderen Fahrsimulatoren verbunden werden, mit Fußgängern, die über Augmented oder Virtual Reality in die Schleife gebracht und mit einem Automated Driving Demonstrator-Fahrzeug verbunden werden können.

„Fahrlehrer“ für automatisierte Fahrzeuge

Mittwoch, 10. April 2019

VIRTUAL VEHICLE startet Drive.LAB

„Stellen Sie sich vor, Sie nähern sich mit Ihrem Auto einer Kreuzung ohne Ampel und gleichzeitig nähert sich ein weiteres Fahrzeug aus einer anderen Richtung“ entwirft Bernhard Brandstätter, Abteilungsleiter Energy Efficiency & Human Centered Solutions am VIRTUAL VEHICLE, ein gängiges Szenario: „Menschen in dieser Situation werten viele Informationen innerhalb von Sekundenbruchteilen aus: eigene Geschwindigkeit, Geschwindigkeit des anderen Fahrzeugs, eventuell vorhandene Verkehrszeichen – und vor allem auch das Verhalten der anderen Verkehrsteilnehmer. Diese könnten vielleicht gerade abgelenkt sein, mit dem Handy agieren oder nach einem Radiosender suchen.“

Wenn nun das automatisierte Fahrzeug einige, für Sie und andere vielleicht unerwartete, wenn auch sichere Manöver durchführen würde – wie z.B. sehr starkes Beschleunigen, um sicher über die genannte Kreuzung zu kommen – wäre das für Sie ein akzeptables Assistenz-System oder würden sie es vorsichtshalber deaktivieren? Und genau da kommt Drive.LAB ins Spiel. „Wir schlagen eine Brücke zwischen automatisierten Fahrmanövern und menschlichem Verhalten“, erklärt Jost Bernasch, Geschäftsführer vom VIRTUAL VEHICLE Research Center in Graz bei der Eröffnung des Drive.LAB.

Dabei handelt es sich um eine hoch innovative Entwicklungs- und Forschungsplattform, um das Zusammenspiel von Mensch und automatisiertem Fahren zu optimieren. Im Zentrum des Drive.LAB steht der „Human Centered Driving Simulator“, ein neuartig konzipierter Fahrsimulator, der für Forschung und Entwicklung im Bereich des automatisierten Fahrens entwickelt wurde. Mit ihm werden die Wechselwirkungen zwischen Fahrer, Insassen, Fahrzeugen und anderen Verkehrsteilnehmern in komplexen Situationen untersucht, um daraus Prognose-Modelle für das menschliche Verhalten zu erstellen.

Ziel ist es, das Verhalten automatisierter Fahrzeuge möglichst nahe an menschliche Verhaltens- und Reaktionsmuster anzunähern. Mit der Entwicklung des „Fahrlehrers“ für automatisierte Fahrzeuge kann die Akzeptanz und Vertrauenswürdigkeit deutlich erhöht werden. Dies führt dann auch zu mehr Sicherheit im Miteinander von Mensch und Computer.

„Mit dem Drive.LAB haben wir eine innovative Forschungsumgebung für die Integration von Fahrer-, Fahrzeug- und Infrastrukturinformationen zur Untersuchung des Fahrerverhaltens in komplexen Verkehrsszenarien mit gemischter Automatisierung geschaffen“, erklärt Paolo Pretto, Forschungsleiter des Bereiches Human Factors & Driving Simulation. „Drive.LAB implementiert menschenzentrierte Entwicklungsprozesse, um Sicherheit, Komfort und Vertrauen in der Automatisierung zu berücksichtigen. Damit ermöglichen wir die Entwicklung von menschenähnlichen automatisierten Fahrzeugen (human-like autonomous vehicles), deren Verhalten für den Menschen verständlich, vorhersehbar und daher akzeptabel ist.“

Das VIRTUAL VEHICLE Drive.LAB umfasst als zentrales Tool einen Fahrsimulator, der zur Beurteilung von Fahrern in einem komplexen Fahrszenario mit gemischtem Verkehr mit anderen Fahrzeugen, Verkehrsteilnehmern und Fußgängern konzipiert ist. Der höchste Komplexitätsgrad wird durch die Möglichkeit erreicht, realistische Szenarien mit hunderten Fahrzeugen mit unterschiedlichen Fahrermodellen, Fahrdynamiken und Sensoren zu integrieren.