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Fotos: beigestellt

Ehmann 4U

Grazer SP will mit neuer Zeitung punkten

Donnerstag, 04. April 2019

Als die „Stadt-Partei mit Ecken und Kanten“ will Michael Ehmann die Grazer Sozialdemokratie positioniert wissen: Mit der „4U“ als neue Zeitung des SP-Gemeinderatsklubs, dem „Cafe Ehmann on Tour“ in den Bezirken und dem heißen Eisen „Verdichtung und Betonierwut“ als einen Themenschwerpunkt geht Ehmann in die Offensive. Sie wird an 117.000 Haushalte verteilt.

Gut zehn Jahre sind seit der letzten regelmäßig erschienenen Zeitung der SPÖ Graz vergangen – seit heute ist alles anders: Die „4U“ , die neue Zeitung des SPÖ-Gemeinderatsklubs, wird in Zukunft vierteljährlich erscheinen und auf 24 Seiten aktuelle Themen, die den GrazerInnen auf den Nägeln brennen, aufgreifen.

Warum „4U“? Ehmann: „Wir wollten weg vom üblichen Parteizeitungs-Stil: Mit ,for you‘ sollen sich möglichst alle angesprochen fühlen, sich in unserer Zeitung wiederfinden und sie auch als ein Sprachrohr für sich sehen – denn wir haben uns in den letzten Monaten auch wieder zu einer jungen Partei entwickelt.“ Wesentlich auch: Selbstverständlich stehe die Zahl 4 zudem für die vier Grundwerte der Sozialdemokratie, die sich auch durch alle Themen ziehen. „Und nicht zuletzt symbolisiert der Zeitungskopf das Selbstverständnis der Grazer Sozialdemokratie: Wir sehen uns als die Partei mit ,Ecken und Kanten‘, die Heißes aufgreift und beim Namen nennt.“

Was sich auch in den Themen niederschlägt – nicht nur in Hinblick auf die Erstausgabe dieser Zeitung, sondern insgesamt bei den aktuellen Schwerpunkten der Grazer Sozialdemokratie. Ehmann: „Dass die Plabutsch-Gondel Thema sein muss, ist klar: Da sollen mindestens 35 Millionen Euro, manche befürchten sogar Kostenexplosionen bis hin zu 45 oder gar 50 Millionen, investiert werden, während für weit dringender und drängendere Fragen wie den Ausbau des öffentlichen Verkehrs, für mehr Grün- und Erholungsraum oder für eine bessere Ausstattung unserer Schulen zuwenig Geld da ist.“ Und: Das Thema ,Verdichtung und Zubetonieren‘ werde aus Sicht der SPÖ immer wichtiger. Ehmann: „Mit Verlaub gesagt: Mit einem Veggie-Tag in der Woche werden wir das Stadtklima nicht verbessern. Es ist Humbug so zu tun, als ob  ein paar Hamburger weniger das Fällen von ein paar Tausend Bäumen für die Nagl-Eustacchio- Gondel am Plabutsch abfedern können! Es ist an der Zeit, den Bürgermeister und seinen Stellvertreter permanent daran zu erinnern, von denbrennenden Zukunftsfragen nicht mit Orchideen-Gschichterln, Seifenblasen und immer neuen Ideen abzulenken, die sich dann ohnehin in Schall und Rauch auflösen.“ Es hätten auch angekündigten und dann nie umgesetzten Ruhezonen am Schlossberg den am Bahnhofgürtel oder in der Kärntner Straße wohnenden Menschen gegen den unerträglichen täglichen Verkehrshorror nichtsgeholfen –für eine bessere Lebensqualität und mehr Gesundheit werde nur der Ausbau des ÖV und Einschränkungen beim motorisierten Individualverkehr sorgen können.

Und genau in diesem Sinne laufe ja auch aktuell die Arbeit am neuen Kommunalprogramm der Grazer SPÖ: „Ein lebenswertes, faires, modernes Graz – das kann nicht über die Köpfe der Grazerinnen und Grazer hinweg am Reißbrett entstehen: Deshalb laden wir auch da alle ein, mitzuarbeiten, Ideen einzubringen, um gemeinsam mit uns ein neues Programm für Graz zu schreiben!“

Einige der wichtigsten Storys im „4U“ gibt es auch mit einem QR-Code in digitaler Form mittels Videos.