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Japaneum-Kurator Prof. Peter Pantzer, Johannes Ramharter (Geschäftsführender Gesellschafter Firma Ponte), Universalmuseum-Joanneum-GF Wolfgang Muchitsch, Bgm. Johannes Wagner (Frohnleiten) und Burg-Rabenstein-GF Jürgen Unterrainer (v.l.) Foto: geopho.com

Japaneum-Kurator Prof. Peter Pantzer, Johannes Ramharter (Geschäftsführender Gesellschafter Firma Ponte), Universalmuseum-Joanneum-GF Wolfgang Muchitsch, Bgm. Johannes Wagner (Frohnleiten) und Burg-Rabenstein-GF Jürgen Unterrainer (v.l.) Foto: geopho.com

Weltweit einzigartig: Alle Räume der Burg werden durch eine Luft-Wärmepumpen-Anlage nach Bedarf gekühlt oder auch beheizt.

Weltweit einzigartig: Alle Räume der Burg werden durch eine Luft-Wärmepumpen-Anlage nach Bedarf gekühlt oder auch beheizt.

Die Präsentation der Objekte, gestaltet vom Unternehmen Ponte, – ohne master pieces und Highlights – wirkt ambitioniert und professionell.

Die Präsentation der Objekte, gestaltet vom Unternehmen Ponte, – ohne master pieces und Highlights – wirkt ambitioniert und professionell.

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Historisches Juwel öffnet sich (wieder)

Freitag, 26. April 2019

Burg Rabenstein wandelt sich zum Japaneum

Zumindest bis zum 4. August dieses Jahres wird auf der Burg Rabenstein in einer Ausstellung die exotische Lebenswelt des alten Japans gezeigt. Dabei eröffnet sich ein Einblick in die fremdartige Lebenswelt des kaiserlichen Japans, das sich über eine lange Periode vor den europäischen Besuchern verschloss. Ab 1853 konnte man aber in einer imponierenden Aufholjagd den technologischen und wirtschaftlichen Vorsprung Europas und der Vereinigten Staaten ausgleichen. So war der Japanische Garten ein Höhepunkt der Wiener Weltausstellung von 1873.

In der Ausstellung Japaneum wird von diplomatischen und privaten Beziehungen, von Forschungsreisen japanischer Militärs zu den Böhlerwerken in Kapfenberg erzählt, aber auch von der Begeisterung der Wiener Kulturszene für japanische Kunst, die in einer Ausstellung in der Secession im Jahr 1900 ihren Höhepunkt fand.

Die Präsentation der Objekte, gestaltet vom Unternehmen Ponte, – ohne master pieces und Highlights – wirkt ambitioniert und professionell. Die Objekte rücken einige Perioden japanische (Kultur-)Geschichte näher. Doch kaum hat sich der Besucher ein wenig an das Japanische gewöhnt, ist er bereits mit der Ausstellung – auch aufgrund der knappen Platzverhältnisse – durch.

Enttäuscht verlässt man die Burg Rabenstein bei Frohnleiten dennoch nicht, denn die aus dem 12. Jahrhundert stammende vom Geschlecht der Eppensteiner errichtete Wehrburg an einem Felsen oberhalb der Mur ist ein imposantes historisches Juwel mit vielen Facetten. Eine davon: Wer im Mittelalter von Graz nach Bruck unterwegs war, der musste an den Burgtoren seine Mautgebühr abliefern. Nur so konnte er seine Reise fortsetzen. Ein gutes Geschäft für die Besitzer. Wer mit dem Auto auf der S35 oder mit der Bahn nach Graz oder Richtung Bruck an der Mur unterwegs ist, dem fällt Rabenstein als historisches Bauwerk sofort auf.

Im Jahr 2000 gab es auf der Burg Rabenstein die Ritterausstellung mit Ritterspielen. Insgesamt zeigten sich rund 160.000 Besucher davon begeistert. 2005 erstand der im Dezember 2018 verstorbene Burgherr Werner Hochegger die Burg Rabenstein. Die Renovierung und Erhaltung wurde zu seiner Lebensaufgabe. Er steckte Millionen in die Renovierung und ergänzte sie mit Aus- und Zubau. Mit ihren in den letzten Jahren eingebauten Liften ist die Burg barrierefrei – Hochegger war in der Endphase seines Lebens selbst Rollstuhlfahrer. Weltweit einzigartig: Alle Räume der Burg werden durch eine Luft-Wärmepumpen-Anlage nach Bedarf gekühlt oder auch beheizt.

Die Idee zur Ausstellung Japaneum kam noch vom Burgherr Werner Hochegger selbst. Die Realisierung ist so gesehen ein Tribut an ihn. Hochegger hatte jahrzehntelang enge Geschäftsbeziehungen zu Japan. Sein Unternehmen Air-Cond ist ein europaweiter Importeur für Klimaanlagen und eng mit der Marke Toshiba verbunden.

Infos zur Ausstellung: www.japaneum.at