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FPÖ-LAbg. und Bezirksparteiobmann der Freiheitlichen in Liezen Albert Royer, FPÖ-Klubobmann LAbg. Stefan Hermann und FPÖ-Gesundheitssprecher LAbg. Arnd Meißl freuen sich über ein klares Votum. Foto: FPÖ/Wallner

LH Hermann Schützenhöfer: Mit Leitspital in Stainach scheint keine Koalition mit FPÖ möglich.

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LH-Stv. Michael Schickhofer: Schicksalsgemeinschaft mit Schützenhöfer?

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LR Christopher Drexler: Gibt’s für ihn einen Plan B bei Leitspital?

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Kommt Schützenhöfer-ÖVP die FPÖ abhanden?

Dienstag, 09. April 2019

Sonderlandtag zum NEIN für das Leitspital Liezen

Bei der am Sonntag abgehaltenen Volksbefragung haben sich 67 Prozent für den Erhalt der Spitäler in Rottenmann, Bad Aussee und Schladming ausgesprochen – und das bei einer hohen Beteiligung von 42 Prozent. Im Zuge der nun initiierten Landtagssitzung wird FPÖ-Klubobmann Stefan Hermann eine Dringliche Anfrage an Landesgesundheitsreferent Christopher Drexler richten. Dabei will der FPÖ-Klubchef konkret wissen, ob die Regierungsparteien bereit sind, den Volksentscheid umzusetzen oder sie sich an ihrer medial verkündeten Bestemmhaltung festklammern. Der ÖVP-Landesrat, aber auch die SPÖ mit Michael Schickhofer, haben in den vergangenen Tagen bekanntlich erklärt, weiter an ihren Zentralisierungsplänen festhalten zu wollen. Diese sehen die Schließung der drei bewährten Standorte vor und zielen auf eine Zentralklinik in Stainach-Pürgg ab.

FPÖ fordert Spitalsverbund als Plan B
Assistiert von FPÖ-Gesundheitssprecher LAbg. Arnd Meißl und dem Liezener Parteiobmann Albert Royer präsentierte die FPÖ ihren Plan B. Konkret werden die Freiheitlichen im morgigen Sonderlandtag die Ausarbeitung eines Konzepts fordern, durch welches eines der drei Spitäler zu einem Leitspital in der Region aufgewertet und an den beiden anderen Standorten eine Grundversorgung mit entsprechender Schwerpunktsetzung sichergestellt werden soll. Aus Sicht der Freiheitlichen sollte das Rottenmann sein. Darüber hinaus beantragt die FPÖ die Einsetzung einer „Task Force“ zur Bekämpfung des Spitalsärztemangels insbesondere in regionalen Krankenhäusern. „Landesrat Drexler hat auf Basis des Befragungsergebnisses gemeinsam mit dem KAGes-Vorstand die Pflicht, die bestehenden Spitäler zu erhalten. In anderen Bundesländern wie Salzburg und Niederösterreich gelingt es bereits, dass kleine Standorte durch entsprechende Spezialisierungen aufgewertet werden“, so Arnd Meißl.

Noch scheint die Landtagswahl 2020 in weiter Ferne und dennoch wird das Leitspital Liezen zu einem zentralen Wahlkampfthema werden. Und zwar dann, wenn ÖVP und SPÖ weiterhin am Projekt festhalten, dem von der Bevölkerung in Liezen eine entschiedene Absage erteilt wurde. Klubobmann Stefan Hermann bestätigt auf Nachfrage sinngemäß, dass er sich bei einem Festhalten der ÖVP am Projekt des Leitspitals in Stainach nach der Landtagswahl keine Koalition mit der ÖVP vorstellen könne. Aus heutiger Sicht bleibt dann der ÖVP weiterhin nur die Schickhofer-SPÖ als Partner in einer Koalition. Es scheint wenig wahrscheinlich, dass ÖVP und SPÖ vom gemeinsam beschlossenen Leitspital-Vorhaben abrücken. Damit könnte es bei der Landtagswahl 2020 zu einem „Pyrrhussieg“ der schwarzroten Koalition kommen.