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Kurt Wallner (Landesvorsitzender des Städtebundes Steiermark), Landesrätin Ursula Lackner und Gemeindebund-Steiermark-Landesgeschäftsführer Martin Ozimic (v.l.). Foto: Land Stmk./Hartmann

Steirisches Musikschulwesen als Ganzes fördern

Montag, 01. April 2019

Insgesamt besuchen steiermarkweit 19 307 Schüler eine Musikschule. 900 Personen sind in diesen beschäftigt, zwei Drittel davon auf Vollzeitbasis. „Gemeinsames Musizieren ist für die Entwicklung einer vereinten Gesellschaft enorm wichtig“, betont Landesrätin Ursula Lackner heute bei einer Pressekonferenz zur Vorstellung der Eckpunkte des reformierten steirischen Musikschulfördermodells.

Dieses soll die Lücken des alten Modells, welche im letzten Jahrzehnt entstanden sind abdecken. Ungleiche Stundenverteilung und unterschiedliche Förderhöhen, die eine ungleiche Förderung der Musikschüler in der Steiermark zur Folge haben, waren die Ausgangslage. Außerdem gab es hohen bürokratischen Aufwand für Gemeinden und Land durch Personalkostenförderung und auch fehlende Qualitätssicherung und Begabungsförderung.

Das neue Modell soll vor allem, eine langfristige gerechte Verteilung der Ressourcen sichern. Kurt Wallner, Landesvorsitzender des Städtebundes Steiermark, sieht in dem Modell die Möglichkeit einer möglichst breiten Bildungs- und Chancengleichheit. Begabungsförderungen für Schulkinder und Fortbildungsprogramme für Lehrpersonen sollen zukünftig intensiviert werden. Eine neue Musikschulservicestelle soll das Programm unterstützen und das steirische Musikschulwesen unterstützen.

Landesrätin Ursula Lackner: „Es ist gelungen, die Schüler in den Mittelpunkt der Überlegungen zu stellen, indem wir von einer Personalkostenförderung auf eine Pro-Kopf-Förderung für Schüler umsteigen. Damit wird jeder Schüler gleich hoch gefördert. Darüber hinaus bringt das neue Modell deutliche Verwaltungsvereinfachungen für die Gemeinden und das Land. Und für die Qualitätssicherung und Begabungsförderung wird eine Musikschulservicestelle eingerichtet.“

Im kommenden Schuljahr, Herbst 2019, wird das Modell in die Klassenzimmer der steiermärkischen Musikschulen Einzug finden. Die Pro-Kopf-Förderung (Zielfördersatz: 1200 Euro) soll eine gerechte Verteilung der Mittel gewährleisten und den unterschiedlichen Handlungsbedarf in den Gemeinden und Städten gerecht werden. Dafür gibt es ein Budget von 23,5 Millionen Euro bis 2020, welches dann valorisiert wird.

Erwin Dirnberger, Präsident des Gemeindebundes Steiermark: „Die Finanzierung der steirischen Musikschulen wird im Wesentlichen von den Gemeinden mit einer Förderung des Landes Steiermark als Unterstützung getragen. Mit dem nunmehr vorgestellten Fördermodell soll es nun möglich sein, dem höheren Bedarf einzelner Standorte zu entsprechen, ohne dass Musikschulgemeinden mit geringeren Schülerzahlen mit ihrer Finanzierungsaufgabe alleine gelassen werden. Besonders begrüßen wir die mit dem neuen Fördermodell verbundene Verwaltungsvereinfachung in der Abwicklung für die Gemeinden.“