SFG,Impuls>>LIVE "Smart Service Welten ", Smart Business Center

Keynoter Thomas Meiren von Fraunhofer IAO in Stuttgart gab einen Einblick in die KI-Anwendungen für Smart Services (Foto: SFG/Lunghammer)

Das von der SFG betriebene Smart Business Center unterstützt Unternehmen dabei, Smart Services besser zu verstehenund sich mit Experten zu vernetzen (Foto: SFG/Schreinlechner).

Das von der SFG betriebene Smart Business Center unterstützt Unternehmen dabei, Smart Services besser zu verstehenund sich mit Experten zu vernetzen (Foto: SFG/Schreinlechner).

v. l.: Thomas Mrak (SFG/Smart Business Center), Andreas Rössl (SES-imagotag), Robert Ginthör (Know-Center), Thomas Meiren (Fraunhofer IAO Stuttgart), Hermann Maier (gridlab), Helmut Aschbacher (Smart Service Consultant) Foto: SFG/Lunghammer

v. l.: Thomas Mrak (SFG/Smart Business Center), Andreas Rössl (SES-imagotag), Robert Ginthör (Know-Center), Thomas Meiren (Fraunhofer IAO Stuttgart), Hermann Maier (gridlab), Helmut Aschbacher (Smart Service Consultant) Foto: SFG/Lunghammer

Smart Services und Künstliche Intelligenz für steirische Unternehmer

Donnerstag, 30. Mai 2019

Mit Künstlicher Intelligenz (KI) lassen sich Produkte im Supermarkt automatisch aufs richtige Regal zuteilen, Dampfkessel effizienter betreiben, die Frische von Blumen überwachen und vieles mehr. Aber wie setzt man das um ‒ auch als KMU? Antworten gab es kürzlich im Smart Business Center Graz-West. Mit dabei bei „Smart Services und Künstliche Intelligenz – neue Entwicklungen und Trends“: ein bekannter Smart-Service-Experte von Fraunhofer IAO aus Stuttgart, die Unternehmen gridlab (Simulationstechnik und KI für die Industrie), SES-imagotag (steirischer Weltmarktführer für elektronische Preisschilder) und das Know-Center als KI-Umsetzungspartner für Unternehmen.

Das von der SFG betriebene Impulszentrum in der Reininghausstraße lud zu dieser IMPULS>>LIVE-Veranstaltung, um steirischen Unternehmen mit Know-how und Kontakten beim Entwickeln von KI-Anwendungen – im Speziellen für Smart Services – zu unterstützen.

Als Keynoter war Thomas Meiren, Leiter Service Engineering Fraunhofer IAO Stuttgart im Smart Business Center. Er sieht das Trendthema KI „als logische Fortführung von Industrie 4.0 und Digitalisierung. Unternehmen haben hier sowohl im Produkt- als auch im Dienstleistungsbereich die digitalen Voraussetzungen geschaffen, um nun auch KI einsetzen zu können. Insbesondere Großunternehmen investieren hier sehr stark, wie aktuelle Studien zeigen.“

Auch das im Smart Business Center Graz angesiedelte Unternehmen gridlab, Experte für Simulationstechnik, arbeitet bereits mit KI. Geschäftsführer Hermann Maier: „Ich bin für eine sinnvolle Verbindung von menschlicher und Künstlicher Intelligenz.“ gridlab beschäftigt sich mit Strömungssimulationen, über die z. B. Energieeinsparungspotenziale für Dampfkessel in der Industrie eruiert werden können. Ein potentieller KI-Einsatzbereich ist die zustandsorientierte Anlagenwartung, um den Ausfall von Anlagenkomponenten frühzeitig und kostenoptimiert zu erkennen bzw. die Anlagenverfügbarkeit zu erhöhen. „Genau daran arbeiten wir“, erläutert Maier. Ganz wichtig für ihn: „Man braucht auch entsprechendes fachliches Know-how im jeweiligen Industriebereich, um KI zielgerichtet einsetzen zu können – also menschliche Intelligenz. Sonst funktioniert das nicht.“

Seine KI-Anwendungen präsentierte im Smart Business Center auch SES-imagotag, steirischer Welt-marktführer für elektronische Preisschilder. Die Unternehmensgruppe beschäftigt sich seit 25 Jahren mit IoT, „wir haben bereits knapp 50 Mio. IoT-Geräte an unsere Cloud angebunden“, sagt Geschäfts-führer Andreas Rössl. „KI wird von uns eingesetzt, um Produkte im Supermarkt mittels Kameras zu erkennen und so die Regalplatzierungen zu definieren. Weiters haben wir eine Plattform für Predictive Maintenance entwickelt, um Servicefälle schon zu erkennen, bevor sie eigentlich auftreten.“ Rössl sieht für KI noch großes Potenzial: „Wir arbeiten auch an einer Lösung, um die besten Preise voraussagen zu können, aber auch das Zusammenführen von Online-Stores mit dem stationären Filialen spielt eine wichtigere Rolle. Die Filiale entwickelt sich zu einem Mini-Lager für eCommerce Abwicklung und da gibt es noch viel zu optimieren.“

Als Ansprechpartner für Kooperationen in der Steiermark stand Roland Ginthör vom Know-Center, Österreichs Forschungszentrum für data-driven business und big data analytics, bereit. Dieses unter-stützt Unternehmen dabei, datengetriebene KI in ihre Business-Prozesse zu integrieren – gewissermaßen als ausgelagerte Forschungs- und Entwicklungsabteilung von Unternehmen (vom Start-up bis zum Großkonzern). Außerdem bietet das Know-Center Schulungen und Beratungen zum Thema KI in Firmen an und bildet am Zentrum die vielgefragten Data Scientists aus, wovon Industrie und Wirtschaft nachhaltig profitieren.