Energy Globe Steiermark 2019

„Zaubersensor“ für Windkraft siegte

Mittwoch, 15. Mai 2019

Energy Globe Styria Award 2019 für Vorzeigeprojekte verliehen

Traditionell gibt es in fünf Kategorien jeweils einen Sieger: „Forschung“, „Anwendung“, „Kampagne“, „Jugend“ und „weltweit“. Gestern geschah das zum 16. Mal in der Aula der Alten Universität in Graz, wo der Landespreis „Energy Globe Styria Award“ vergeben wurde.

Mit dem renommierten Energie- und Umweltpreis wurden steirische Initiativen vor den Vorhang geholt, die sich für den Klimaschutz stark machen. Überreicht wurden die Trophäen und Urkunden von Umweltlandesrat Anton Lang und dem Leiter der Konzernkommunikation der Energie Steiermark AG Urs Harnik-Lauris. „Das Thema Klimaschutz ist mitten in unserer Gesellschaft angekommen. Niemand kann mehr die Augen vor den sichtlichen Auswirkungen verschließen. Der Ausbau von alternativen und erneuerbaren Energieformen und die Steigerung der Energieeffizienz sind dabei oberstes Gebot. In unserer Energiestrategie 2030 haben wir genau festgelegt, wie wir unsere Energieziele in Zukunft erreichen wollen. Besonders im Fokus steht dabei der Innovationswille, denn erst mit Hilfe von Projekten undmutigen Initiativen schaffen wir es, auch den nächsten Generationen eine lebenswerte Welt zu übergeben“, unterstrich Landesrat Anton Lang, der sich beiallen Gewinnerinnen und Gewinnern für ihr Engagement herzlichst bedankte.

Die Steiermark war auch dieses Jahr mit 57 Einreichungen österreichweit Vorreiter. Der Preis wurde in den Kategorien „Forschung“, „Anwendung“, „Kampagne“, „Jugend“ und „weltweit“ vergeben. „Der Energy Globe hat in der Steiermark bereits große Tradition. Von Anbeginn an sind wir das Bundesland mit den meisten Einreichungen und Projekten mit hoher Qualität. Aufgrund des nach wie vor großen Interesses und der hohen Aktualität der Themen Energie und Klima organisieren wir mit Freude diesen Landespreis“, betonte Edgar Chum, Geschäftsführer der Energie Agentur Steiermark. Für den international größten Umweltpreis „Energy Globe“ wurden heuer in 187 Ländern rund 2000 Projekte eingereicht. Rund 800 kamen aus Europa, davon 300 aus Österreich und 57 aus der Steiermark. Bei uns wird der Preis durch das Land vergeben und von der Energie Agentur Steiermark organisiert. Die Energie Steiermark war auch in diesem Jahr zuverlässiger zusätzlicher Sponsor der Veranstaltung.

Gewinner des Landespreises

Das „goldene Ticket“ für den nationalen Energy Globe Bewerb holte sich dieses Jahr in der Kategorie „Anwendung“ die Firma „eologix sensor technology gmbh „. Die Firma aus Graz entwickelte einen neuartigen, energieautarken Eis-und Temperatursensor für Windkraftanlagen.Mit den drahtlosen Sensorsystemen kann die Stillstandszeit der Rotorblätter um bis zu 90 Prozentverringert und damit noch mehr erneuerbarer Strom produziert werden.Das neuartige System ist derzeit auf über 150 Windkraftanlagen weltweit installiert. Im Team wird am 5. Juni inLinzum den Energy Globe Austria Award gekämpft.

In der Kategorie „Forschung“ gewann das Projekt „Tera TU Graz“ von der Technischen Universität Graz. Ein Team aus Studierenden hat sich 2009 auf den Bau energieeffizienter Fahrzeuge spezialisiert. Bei der Entwicklung der Fahrzeuge wird besonders auf den nutzbringenden Einsatz von Leichtbaumaterialien geachtet.

Schülerinnen und Schüler der HTL-Bulme in Graz gewannen in der Kategorie „Jugend“ mit ihrem Projekt „Sektorenkopplung @ Home“. Für das Projekt wurden in einem FeldversuchAnlagen der verschiedensten Sektoren aufgebaut und unter realen Bedingungen betrieben. Die Sektoren bestanden aus einer Photovoltaikanlage, einer Batterie, einem Klimagerät, einem Pufferspeicher sowie einer Elektrotankstelle. Ziel war es, die einzelnen Sektoren „smart“ miteinander zu vernetzen.

In der Kategorie „Kampagne“ überzeugte die Firma Knapp AG aus Hart bei Graz die Jury. Im Rahmen des Projektes „Knapp goesgreen“ wurden am Standort Hart bei Graz knapp 1,4 Millionen Euro in verschiedene Maßnahmen zur Verbesserung der Arbeitsmobilität investiert. Ziel war es, den Individualverkehr der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit verschiedenen Anreizen zu verringern.

Mit dem Projekt „SOLTRAIN“ gewann dieFirma„AEE INTEC“ aus Gleisdorf in der Kategorie„weltweit. Seit 2009 arbeitet die Forschungseinrichtung daran, die Nutzung von thermischen Solaranlagen voranzutreiben. Der Hintergrund des Projektes ist die weit verbreitete elektrische Warmwasserbereitung in südafrikanischen Ländern, welche zu großen Belastungen der lokale Stromnetze führen. Mit Hilfe der solaren Warmwasserbereitung können fossil produzierter Strom und damit große Mengen CO2-Emissionen eingespart werden.