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Landesrat Anton Lang und Tierschutzombudsfrau Barbara Fiala-Köck präsentierten im Medienzentrum Steiermark den aktuellen Tätigkeitsberich der Tierschutzombudsstelle. Die Zielsetzung des Tierschutzgesetz ist der Schutz des Lebens und des Wohlbefindens der Tiere. Die Tierschutzombudsfrau hat die Aufgabe die Interessen des Tierschutzes zu vertreten. Zu den Aufgaben der Tierschutzombudsstelle zählen die Vertretung der Interessen des Tierschutzes als Organpartei bei Behördenverfahren, Aufklärung und Förderung des Tierschutzgedankens, Öffentlichkeitsarbeit, Anlaufstelle bei Tierschutzanliegen und die Mitgliedschaft im Tierschutzrat. Seit 2013 ist der Tierschutz als Staatsziel in der Verfassung verankert. Damit wurde dem Gebot eines moralisch verantwortbaren Umgangs des Menschen mit dem Tier als fühlendem Mitgeschöpf Rechnung getragen. Die Interessen des Tierschutzes zu vertreten bedeutet, sich für Fortschritte im Tierschutz einzusetzen und die Einhaltung der Bestimmungen einzufordern und die Umsetzung der im Tierschutzgesetz erlassenen Verordnungen enthaltenen Mindestanforderungen zu erwirken. Foto: Bild: steiermark.at/Streibl

Anzeigen und Verfahren bei Tierquälerei steigen

Donnerstag, 06. Juni 2019

Gemeinsam mit Landesrat Anton Lang präsentierte die steirische Tierschutzombudsfrau Barbara Fiala-Köck heute ihren aktuellen Tätigkeitsbericht. Dieser dokumentierte die vielfältigen Leistungen, die von Barbara Fiala-Köck und ihrem engagierten Team im Interesse unserer heimischen Tierwelt im abgelaufenen Jahr erbracht wurden. „Wir stellen eine wachsende Überforderung von Menschen, Vereinsamung und gewisse Gleichgültigkeit aber auch eine zunehmende Verrohung der Gesellschaft fest“, beklagt Fiala-Köck. Im Jahr 2018 gab es leider wieder zahlreiche, unter anderem schlimme Fälle von Tierquälerei in der Steiermark und die Anzahl der Anzeigen und Verfahren ist stark gestiegen. Betroffen davon waren Heim-, Nutz- sowie Wildtiere. 232 Anzeigen über den Verdacht von tierschutzwidrigen Haltungsbedingungen wurden 2018 behandelt, dazu kamen noch 115 Anzeigen aus dem Jahr 2017, gegenüber dem Jahr 2010 ist das ein Plus von 285,6 Prozent. 227 dieser Meldungen waren tatsächlich tierschutzrelevant, bei den Restlichen konnte eine Übertretung nicht bestätigt werden. Bei den 227 eingelangten Anzeigen wurden entsprechende amtstierärztliche Kontrollen durchgeführt und ein Beitrag zu tierschutzkonformen Haltungsbedingungen sowie zur Verbesserung der Lebenssituation der Tiere vor Ort geleistet.

Landesrat Anton Lang ist es ein besonderes Anliegen, die Steiermark zum Tierschutz-Bundesland Nummer eins zu machen: „Tiere haben keine Lobby, deshalb ist es einer unserer dringendsten Aufgaben, ihren Schutz und Pflege zu sichern.“ Die steigenden Zahlen sollen jedoch nicht den Blick auf das Positive verdecken. So hat sich zum Beispiel die Auszeichnung für tierfreundliches Bauen bewährt. Erneut konnte auch für Tiere von Menschen, die von Obdachlosigkeit betroffen sind, eine tierärztliche Betreuung sichergestellt werden. Gedankt werden soll an dieser Stelle auch allen Menschen, Vereinen und Organisationen die sich für das Wohl der Tiere einsetzen, denn „alles was der Mensch den Tieren antut, kommt auf den Menschen wieder zurück“ (Pythagoras)

Weitere Infos: www.tierschutzombudsstelle.steiermark.at