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Vorstandsdirektor Christian Kladiva, Generaldirektor Gerald Kogler und Vorstandsdirektor Andreas Stettner (v.l.) Foto: Joel Kernasenko

Merkur Generaldirektor Generaldirektor Gerald Kogler verlässt das Unternehmen mit Ende des Jahres. Foto: Christa Strobl

Merkur Generaldirektor Generaldirektor Gerald Kogler verlässt das Unternehmen mit Ende des Jahres. Foto: Christa Strobl

Der Abgang überrascht

Donnerstag, 27. Juni 2019

Merkur sucht neuen Chef

Nach zehn Jahren im Vorstand, davon die letzten fünf als Generaldirektor, wird Gerald Kogler, 51, die Merkur Versicherung mit Jahresende verlassen. Der Abgang überrascht.

Natürlich betont Gerald Kogler, wie auch Aufsichtsratschef Alexander Lechner, dass der Abschied „im besten Einvernehmen“ erfolge. Und dennoch gibt’s zwei Seiten dieser Medaille. Entweder hat der Noch-Generaldirektor Kogler bereits eine neue und für ihn offensichtlich attraktivere berufliche Herausforderung „in der Tasche“. Oder der Aufsichtsrat – großen Einfluss hat dort die Gewerkschaft der Privatangestellten, Lechner kommt auch von dort – steht der eingeschlagenen Strategie und den Ergebnissen der Geschäftstätigkeit kritisch gegenüber. Gegenwärtig entsteht ja das neue Headquarter der Merkur Versicherung AG in Nachbarschaft zur Stadthalle in Graz, wo sich auch das Hauptquartier der Styria Medien AG befindet.

Das Jahresergebnis, das Kogler und sein Team präsentieren, ist immerhin das fünftbeste in der 220-jährigen Unternehmensgeschichte. Das anhaltend niedrige Zinsniveau sowie die Belastungen für die Kapitalmärkte durch Brexit und Handelsstreit wirken sich belastend auf das Ergebnis aus. So fiel das Ergebnis vor Steuern mit 9,8 Millionen Überschuss niedriger aus als 2017 (15 Millionen). „Das Unternehmen steht sehr ordentlich da“, so Kogler, der Zeitpunkt für einen Wechsel sei gut. Das Kerngeschäft macht die Merkur in der Sparte Krankenversicherung und diese gilt es weiter auszubauen. Im Jahr 2018 konnte die Merkur die abgegrenzten Prämien über alle Sparten um 5,1 auf 493,7 Millionen Euro steigern. Die Anzahl der versicherten Risiken liegt bei 990.000.