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Nun ist bekannt, was hinter den gelben Sternen ohne Text auf Plakaten und Inseraten steckt: Eine Informationskampagne des Landes, die steirische Unternehmen animieren soll, "nach den Sternen zu greifen", sich Fördergelder aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) abzuholen.

Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer und Landesrätin Barbara Eibinger-Miedl präsentieren die EFRE-Kampagne „Die Steiermark greift nach den Sternen“. Foto: Land Steiermark/Streibl

Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer und Landesrätin Barbara Eibinger-Miedl präsentieren die EFRE-Kampagne „Die Steiermark greift nach den Sternen“. Foto: Land Steiermark/Streibl

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Die Steiermark greift nach den Sternen

Mittwoch, 05. Juni 2019

Noch 59 EFRE-Millionen für die Steiermark bis Ende 2020

„Es gibt wohl kaum ein Gerät – vom Handy bis zum Raumschiff –, in dem nicht steirische Technik zu finden ist“, formuliert Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer bei der Präsentation einer neuen Informationskampagne. „Die Steiermark ist eben ein Land der Talente, die dafür verantwortlich sind, dass viele unserer Unternehmen Weltmarktführer sind und wir auch bei Forschung und Entwicklung eine führende Position in Europa einnehmen. Dieses Streben nach Spitzenleistungen müssen wir in allen Bereichen weiter forcieren, um unser Land in eine positive Zukunft zu führen.“

Der Europäische Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) ist seit dem österreichischen EU-Beitritt ein bedeutender Motor für Wachstum und Beschäftigung. Er unterstützt Projekte, mit denen die Steiermark nach den Sternen greift. Wirtschaftslandesrätin Barbara Eibinger-Miedl erläutert die Beweggründe für die Kampagne: „Wir befinden uns derzeit in doppelter Hinsicht in sehr spannenden Zeiten. Wir stehen vor einem neuen Jahrzehnt, das durch Entwicklungen wie die Digitalisierung und große Herausforderungen, etwa den Klimawandel, tiefgreifende Veränderungen für alle Bereiche unserer Gesellschaft bringen wird. Darüber hinaus gehen die Wirtschaftsforscher für die kommenden Jahre von einem geringeren Wirtschaftswachstum aus als zuletzt. Und gerade jetzt gilt es daher, entsprechende Konjunkturimpulse zu setzen.“ Mit dem Motto der Kampagne „Die Steiermark greift nach den Sternen“, wolle man alle Menschen in der Steiermark motivieren, für sich und unser Land den Griff nach den Sternen zu wagen.

Bisher wurden mehr als 4.000 steirische Projekte mit EFRE-Mitteln gefördert, in der laufenden Periode (2014 bis 2020) sind es 300. EFRE unterstützt Projekte, die für Wachstum und Beschäftigung in den europäischen Regionen sorgen. In der aktuellen Förderperiode sind die Schwerpunkte von EFRE Forschung, Entwicklung und Innovation, Investitionen von Klein- und Mittelbetrieben, die Verringerung von CO2-Emmissionen in allen Wirtschaftssektoren, Projekte zur nachhaltigen Stadtentwicklung, sowie regionale Standortentwicklungsprojekte. Für die Steiermark stehen in der gesamten Periode 130 Millionen Euro zur Verfügung, die mit nationalen Fördermitteln (Bund und Land) kofinanziert werden müssen. „Die Förderungen haben eine starke Hebelwirkung und sorgen für ein Vielfaches an Investitionen seitens der Unternehmen und Forschungseinrichtungen in den Standort“, erläutert Landesrätin Barbara Eibinger-Miedl. Derzeit sind noch 59 EFRE-Millionen im Topf. Damit können bis Ende 2020 noch Investitionen von insgesamt rund 300 Millionen Euro in der Steiermark ausgelöst werden.

Steirische Sternstunden
Um die Bevölkerung darauf aufmerksam zu machen, welche Projekte mit den EFRE-Fördermitteln umgesetzt werden, wurde auch eine eigene Online-Plattform installiert. Auf www.greif-nach-den-sternen.at werden spannende Geschichten von steirischen Sternstunden veröffentlicht. Dazu zählen beispielsweise eine medizinische Revolution in Form eines Rings, das Sägewerk der Zukunft oder ein erfolgreicher Großbetrieb, der massiv auf die CO2-Bremse steigt. Allesamt eben heimische Unternehmer sowie Forscher, die mit neuen Ideen, mutigen Entscheidungen oder großer Verantwortung nach den Sternen greifen.