Die beiden geschäftsführenden Gesellschafter Günter Petschnig und Martin Joch (re.). Foto: MOMOOD

Die beiden geschäftsführenden Gesellschafter Günter Petschnig und Martin Joch (re.). Foto: MOMOOD

Foto: PJM

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Der WaggonTracker. Foto: MOMOOD

Der WaggonTracker. Foto: MOMOOD

Schneeschleudermaschine. Foto: PJM

Schneeschleudermaschine. Foto: PJM

Simulationsmodell einer Bahnbaumaschine. Foto: PJM

Simulationsmodell einer Bahnbaumaschine. Foto: PJM

INNOVATION BELT GRAZ: Ihr tägliches Brot – die digitale Schienenwelt

Freitag, 28. Juni 2019

PJM-Team ist Spitze, wenn’s um Sicherheit und Effizienz auf den Geleisen geht

Die 60 Mitarbeiter von PJM haben tagtäglich nicht nur mit Schienen rund um die Uhr zu tun, auch unweit vom Firmensitz in Graz in der Waagner-Biro-Straße 125 liegt der Grazer Hauptbahnhof mit seiner „Schienenwelt“. Im Zuge verschiedener Prüf-, Zulassungs- und Engineering-Aufträge sind sie weltweit im Einsatz. 80 Prozent der Aufträge werden im Ausland abgearbeitet – PJM ist bislang in über 30 Ländern rund um den Globus tätig. Die beiden Firmengründer Martin Joch und Günter Petschnig haben sich im Jahr 2006 mit ihrer Firmenidee sozusagen als Spin-Off-Unternehmen von der Technischen Universität Graz abgenabelt.

Zu ihren Auftraggebern und Entwicklungspartnern, so die Firmenverantwortlichen, zählen die bedeutendsten Güterwagenhersteller, Bahnbetreiber, Schienenfahrzeughersteller und Zulieferer wie ÖBB, SBB, DB, Mercitalia, Siemens, Bombardier, Stadler, Magna, Knorr-Bremse, Tatravagónka, Wagony Swidnica und andere.

Ein beeindruckendes Beispiel aus der Leistungsbilanz von PJM: So konnte man bereits 1.500 Systeme des WaggonTracker, einer selbst entwickelten, digitalen Lösung, herstellen und verkaufen. Es handelt sich dabei um ein revolutionäres Hightech-Kästchen, welches über einen Radnabengenerator autonom mit Energie versorgt wird. Was aber wesentlich ist: Mit ihm lässt sich nicht nur der jeweilige Aufenthaltsort eines Waggons genau bestimmen, sondern mittels Sensoren auch diverse Indikatoren zu Laufeigenschaften und Fahrsicherheit überwachen, wie in der Zeitschrift BIG der Stadt Graz in einem Report zu lesen ist.

Der revolutionäre Ansatz der beiden Grazer Unternehmer: Ihr System ermöglicht eine punktgenaue Beladung und damit die bestmögliche Nutzung der Gewichtskapazitäten. Auf diese Weise können Güterzüge optimiert zusammen gestellt werden. Eine wesentliche Voraussetzung dafür, um zu erkennen, wie viel Leistung die Lokomotiven haben müssen.

Martin Joch und Günter Petschnig waren schon zu Universitätszeiten Messtechnik-Experten, bis sie sich mit der Welt der Gütertransporte vertraut machten und mit digitalen Produkten den Gütertransport sozusagen in ein neues Zeitalter beförderten.

Ältere Eisenbahn-Freaks erinnern sich noch daran: Eine der schwierigsten und gefährlichsten Arbeiten auf Bahnhöfen war und ist die „händische Bremsprobe“ für eine Zuggarnitur. Diese muss stets vor Inbetriebnahme erfolgen – und das bei jeder Witterung, wie die Experten betonen. Daher ist die vom PJM-Team entwickelte funkgesteuerte automatische Bremsprobe nicht nur ein gewaltiger Schritt in Sachen Automatisierung, sondern auch kosteneffizient.

„Wir sind mit unseren Systemen“, so heißt es von den PJM-Chefs Martin Joch und Günter Petschnig, „auch als Prüf- und Zulassungsstelle von Schienenfahrzeugen sehr gefragt.“ Die Bandbreite geht vom Hochgeschwindigkeitszug bis zum U-Bahn-Wagen. Deren Systeme sind mehrstufig, da Sicherheit das oberste Gebot für Schienentransportfahrzeuge bedeutet. Selbst im Bahnbaumaschinen-Bereich gibt es von PJM eine viel beachtete Arbeit. Nämlich die Entwicklung des flexiblen Leichtbaugüterwagen-Konzepts (TransANT) für die ÖBB-Tochter Rail Cargo Group Austria. Wohl das Erfolgsgeheimnis der innovativen Schienen-Experten: „Es gelingt uns“, so Joch und Petschnig, „die Erfahrungen und Erkenntnisse aus unseren drei Geschäftsbereichen optimal aufeinander zu beziehen und synergetisch zu nützen.“