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„KNAPP goes green“: ein großer Fuhrpark mit Elektroautos steht zur Verfügung. Im Vordergrund: Katrin Pucher, Vice President Integrierte Management-Systeme und Franz Mathi, COO KNAPP AG mit dem Energy Globe Styria Award 2019. Fotos: KNAPP/Kanizaj

Das KNAPP-Vorstandsteam mit Franz Mathi, Gerald Hofer und Christian Grabner (v.l.).

Das KNAPP-Vorstandsteam mit Franz Mathi, Gerald Hofer und Christian Grabner (v.l.).

Rund 500 Mitarbeiter arbeiten bereits für Knapp am Standort am Leoben. „Bis zu 2.000 sollen es werden“, so ein darüber erfreuter Bürgermeister Kurt Wallner. Foto: Freisinger

Rund 500 Mitarbeiter arbeiten bereits für Knapp am Standort am Leoben. „Bis zu 2.000 sollen es werden“, so ein darüber erfreuter Bürgermeister Kurt Wallner. Foto: Freisinger

Knapp AG wächst weltweit

Mittwoch, 26. Juni 2019

Besonders Leoben profitiert davon

Begonnen hat alles 1952 mit der Kreativität des Gründers und Technikers Günter Knapp in der kleinen Werkstatt seines Privathauses in der Riesstraße in Graz. Es war sozusagen ein Ein-Mann-Unternehmen. Heute beschäftigt die Knapp AG weltweit über 4.500 Mitarbeiter und wächst. Erstmals übersteigt das Auftragsvolumen die Milliarden-Euro-Grenze. Besonders profitiert von dieser Entwicklung in den nächsten Jahren der Standort Leoben. Dort wurden Flächen angekauft, weil in Hart bei Graz der Platz für einen so großen Ausbau fehlt. Rund 500 Mitarbeiter arbeiten bereits für Knapp am Standort am Leoben. „Bis zu 2.000 sollen es werden“, so ein darüber erfreuter Bürgermeister Kurt Wallner.

Knapp ist weltweit eines der führenden Technologieunternehmen für intelligente Lösungen für Distribution und Produktion. Beim Umsatz wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr der Turbo gezündet. Der Nettoumsatz stieg um 34,5 % auf 954 Millionen Euro und erstmals in der Unternehmensgeschichte überstieg das Auftragsvolumen die Milliardengrenze. Im Vergleich zum Vorjahr erzielte die Knapp AG einen Gewinnzuwachs von 44,2% – mit einem EBIT von 65,2 Millionen Euro. Das Vorstandsteam mit Gerald Hofer, Franz Mathi und Christian Grabner freut sich über den nachhaltigen, wirtschaftlichen Erfolg und verweist gleichzeitig auf laufende Investitionstätigkeiten. Im letzten Jahr investierte das Unternehmen über 43 Millionen in Gebäude und Infrastruktur und weitere 48 Millionen in Forschung und Entwicklung – eine Steigerung um 25%. „Innovation und Entwicklung ist für die Knapp AG nach wie vor ein starker Schwerpunkt“, bekräftigt Franz Mathi. „Im letzten Jahr haben wir unsere Standorte in Leoben und Dobl ausgebaut und unsere Kapazitäten unter anderem in Polen, Slowenien und Kroatien erweitert. Künftige Investitionen gehen in den Ausbau unserer Niederlassungen sowohl in Österreich als auch weltweit.“

 

Aktiver Teil der Gesellschaft
„Wir sind stolz auf unseren Erfolg als Konzern. Unser Headquarter ist in der Steiermark, wir zahlen hier Steuern und leisten somit gemeinsam mit unseren Mitarbeitern einen beachtlichen Beitrag für die Allgemeinheit“, so Gerald Hofer. Rund 136 Millionen Euro an Lohnsteuer, Sozialabgaben und Ertragssteuern werden jährlich in Österreich bezahlt. Darüber hinaus entsteht natürlich eine hohe Wertschöpfung innerhalb der Region. KNAPP sieht sich jedenfalls als aktiven Teil der Gesellschaft, der einerseits zum Wohlstand beiträgt und andererseits von einer tragfähigen Gesellschaft profitiert. Daher wird auch in nachhaltige, ökologische und soziale Entwicklungen investiert. Umweltschutz hat einen sehr hohen Stellenwert und mit dem innovativen Mobilitätsprogramm „KNAPP goes green“ wurde im letzten Jahr ein Vorzeigeprojekt gestartet. Die Initiative fördert Elektro-Mobilität und die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel. Über 370 Mitarbeiter nützen die Angebote bereits, weitere Initiativen sind geplant. Für Nachhaltigkeit sorgt außerdem die Photovoltaikanlage auf dem Dach der Firmenzentrale mit einer Spitzenleistung von fast 200 kWh. Diese Sonnenenergie versorgt nicht nur die Bürogebäude, sondern auch 28 E-Ladestationen. 1,4 Millionen Euro flossen in die Gesamtinitiative „KNAPP goes green“ (Verbundkarten, Autos, Busse, Photovoltaikanlage, Ladestationen, etc.). Soziale Verantwortung übernimmt KNAPP unter anderem auch durch die Kooperation mit alpha nova: Acht Menschen mit Behinderung arbeiten täglich entsprechend ihrer Fähigkeiten im gesamten Firmenareal mit.

Mitarbeiter als wesentlicher Erfolgsfaktor
Weltweit ist die Mitarbeiterzahl stark gestiegen und liegt bereits bei über 4.500. Insgesamt konnte die Zahl der Mitarbeiter um mehr als 700 gesteigert werden. „Als Unternehmen sind wir es gewohnt, uns ständig weiter zu entwickeln und uns in gewissen Bereichen neu zu erfinden. Eine wesentliche Herausforderung ist es, die richtigen Mitarbeiter zu finden und ins Unternehmen zu integrieren“, erklärt Christian Grabner. „Um das zu schaffen, haben wir in den letzten Jahren speziell in Aktivitäten zum Employer Branding investiert.“ Exzellente Karrierechancen in einem technisch spannenden und internationalen Umfeld und ein positives Arbeitsklima sind die Grundvoraussetzung, unterstützt wird das unter anderem durch ein modernes Werksrestaurant, ein betriebliches Fitnessprogramm, Kinderkrippe und Kindergarten sowie die KNAPPacademy mit einem laufenden Fortbildungsprogramm. Die Werte Offenheit, Mut, Zuverlässigkeit, Kreativität und Wertschätzung prägen die KNAPP-Unternehmenskultur und spiegeln sich im Umgang mit Mitarbeitern, Umwelt und Gesellschaft wider.

Ausblick & Trends
Bedingt durch die hervorragende Konjunktur waren die letzten beiden Jahre hinsichtlich Wachstum eine Ausnahme, so KNAPP CFO Christian Grabner. „Wir streben für die unmittelbare Zukunft ein weiteres nachhaltiges Wachstum an und haben dafür zukunftsweisende Investitionen wie unter anderem den Bau des neuen Innovationszentrums und der neuen Hallenflächen in Hart sowie weitere Ausbauschritte in Leoben und Dobl getätigt. Dazu kommt der internationale Aufbau u.a. mit einem neuen Headquarter in den USA. Die Wertschöpfungsketten für Produkte und Dienstleistungen unterliegen einem ständigen Wandel. Wir müssen uns mitverändern und Trends erkennen. In Zukunft müssen wir uns mit hochintegrierten Netzwerken von der Produktion bis zum Endkunden beschäftigen. Eben dazu gibt es neue technologische Ansätze, die wir als Basis für unsere Lösungen verwenden“, erläutert das Fürhungsteam zukünftige Entwicklungschancen und -potentiale.