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Martin Roth stellt in Peking seine Kunstinstallation mit dem Titel: „untitled (plant concert)“ aus. Fotos: beigestellt

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Martin Roth bringt Pflanzen zum Musizieren

Dienstag, 11. Juni 2019

Steirer stellt im Riverside Art Museum in Peking aus

Das neue Werk des Grazer Künstlers Martin Roths ist momentan in einer Gruppenausstellung im Riverside Art Museum in Peking ausgestellt und trägt den Titel untitled (plant concert). Die Besonderheit der Ausstellung: Der Künstler präsentiert einen Bambuswald der Musik erzeugt. Roth schloss die Bambuspflanzen an MIDI-Synthesizer an, die es den Pflanzen ermöglicht Musik zu erzeugen. Durch das Messen des elektrischen Widerstandes pflanzlichen Gewebes werden Steuersignale erzeugt. Diese Steuersignale werden an MIDI-Synthesizers gesendet und dort werden diese Signale in musikalische Töne umgewandelt.

Ausgehend von mehr als 40 Jahren Erforschung der pflanzlichen Wahrnehmung entwickelten italienische Forscher ein Gerät, mit dem Pflanzen und Bäume Musik produzieren. „Diese Geräte fungieren als Biofeedback-System, das einen MIDI-Synthesizer durch Messung des elektrischen Widerstandes pflanzlichen Gewebes einer Pflanze oder eines Baumes steuert“, erklärt Martin Roth. „Die Variationen des physikalischen Parameters werden in ein Steuersignal umgewandelt. Pflanzen, die mit diesem Gerät vertraut sind, finden schneller die richtige Balance und erzeugen angenehme, sanfte Klänge. Eine Anfänger-Pflanze benötigt normalerweise mehr Zeit, um mit dem Musizieren zu beginnen oder musiziert möglicherweise überhaupt nicht.“Die Besucher werden aufgefordert mit den Pflanzen zu interagieren und sie zu berühren. Der Bambuswald in der Ausstellung und die Besucher sind aktive Teilnehmer der Ausstellung, die bis 28. August 2019 zu sehen ist.