Job-Börse

Fotos: Foto Fischer

LWK-Steiermark-Direktor Werner Brugner, Sozial- und Integrationsstadtrat Kurt Hohensinner, Christina Lind (stellvertretende Landesgeschäftsführerin AMS Steiermark) und WKO-Steiermark-Direktor Karl-Heinz Dernoscheg (v.l.)

LWK-Steiermark-Direktor Werner Brugner, Sozial- und Integrationsstadtrat Kurt Hohensinner, Christina Lind (stellvertretende Landesgeschäftsführerin AMS Steiermark) und WKO-Steiermark-Direktor Karl-Heinz Dernoscheg (v.l.)

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Ohne Job kann Integration kaum gelingen

Montag, 24. Juni 2019

Erste Jobbörse für Asylberechtigte und subsidiär Schutzberechtigte in der Steiermark

Beim AMS Steiermark sind derzeit für Graz 13.850 Personen arbeitssuchend gemeldet, wovon rund 44,6 Prozent Asylberechtigte und subsidiär schutzberechtigte Personen sind. Dieses Potenzial soll nun mit dem Bedarf unserer Wirtschaft zusammen gebracht werden, um den Menschen eine Zukunft zu geben und die Betriebe zu stärken. Rund 500 steirische Asylberechtigte und subsidiär schutzberechtigte Personen hatten im Europasaal der Wirtschaftskammer Steiermark die Chance, einen Job zu ergattern und in Kontakt mit Firmen zu treten. Vor Ort präsentierten 35 Unternehmen ihre offenen Stellen und führten mit den Asylberechtigten, Bewerbungsgespräche durch. Insgesamt hatten die Unternehmen um die 300 offene Stellen zu besetzen. Die Idee dazu, war schon vor einem Jahr geboren und kam vom Grazer Sozial- und Integrationsstadtrat Kurt Hohensinner. Das AMS, ebenso die Wirtschaftskammer und auch die Landwirtschaftskammer waren als Partner der Jobbörse mit dabei. „Arbeit ist ein entscheidender Schritt für die Integration. Wenn Asylberechtigte erfolgreich in den Arbeitsmarkt einsteigen, profitiert letztlich die gesamte Gesellschaft davon“, betont Christina Lind, stellvertretende Landesgeschäftsführerin AMS Steiermark.

„Integration ist eine der zentralen Zukunftsherausforderungen unserer Stadt. Ohne Job kann Integration kaum gelingen. Mit der Jobbörse schaffen wir es erstmals, Asylberechtigte auf Arbeitssuche gezielt anzusprechen und sie mit interessierten Unternehmen zu vernetzen. Damit wollen wir aus Leistungsbeziehern Leistungserbringer machen. Wir brauchen eine restriktive Zuwanderungspolitik, um die Integrationsfähigkeit unserer Gesellschaft zu erhalten. Es muss aber auch klar sein, dass wir den Menschen, die hier bei uns sind und langfristig bleiben werden, Zukunftschancen geben müssen“, unterstreicht Stadtrat Kurt Hohensinner die Wichtigkeit dieser Veranstaltung.

„Die steirische Land- und Forstwirtschaft braucht dringend saisonale Arbeitskräfte um ihre Ernte einbringen zu können. Dazu ist ein ausreichendes Kontingent an bewährten Erntehelfern und Saisoniers aus Drittstaaten unabdingbar. Asylberechtigten und subsidiär schutzberechtigten Personen, kann so ein Einstieg ins Arbeitsleben ermöglicht werden. Die Jobbörse ist eine gute Plattform für die erste Kontaktaufnahme“, so der steirische Landwirtschaftskammer-Direktor Werner Brugner. Wirtschaftskammer-Direktor Karl-Heinz Dernoscheg ergänzt: „Arbeit ist mehr als nur Broterwerb, Arbeit ist vor allem auch sinnstiftend und im Falle von Asylwerbern eine Grundvoraussetzung für eine gelungene Integration. Ziel muss es sein, Chancen und Perspektiven am Arbeitsmarkt aufzuzeigen.“