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Fotos: beigestellt

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Hollywood-Flieger in Ratschendorf

Montag, 22. Juli 2019

Privatjet Gulfstream 2 in der Mostschenke „gelandet“

Es ist die von Irmi und Herbert Schober arrangierte unerwartete Kulisse, die tausende Gäste vom Frühjahr bis zum Spätherbst in Ratschendorf in der Mostschenke überrascht.

„Wir wollen unseren Gästen einfach etwas Außergewöhnliches bieten“, so Irmi Schober. Heuer ist es eine 41 Jahre alte Gulfstream 2, aber in einem Top-Zustand, die in der Mostschenke „gelandet“ ist. Der exklusiv ausgestattete Flieger für 12 Passagiere, zwei Piloten und einer Flugbegleiterin war viele Jahre in Hollywood im Einsatz und flog dort mit vielen Rock- und Schauspielstars, wie die Schobers vom deutschen Vorbesitzer Helmut Faber erfahren haben. Dieser flog den bis zu 800 km/h schnellen Privatjet mit einer maximalen Flughöhe von 13.700 Meter viele Jahre selbst als Berufspilot, bevor er ihn gekauft hat. Später brachte er die Maschine nach Deutschland, stutzte ihr im wahrsten Sinne des Wortes die Flügel und baute einen Flugsimulator ein. Nun hat sich Faber einen Gulfstream 3 angeschafft und da haben die Schobers zugegriffen. „Aber ohne den Flugsimulator“, wie Irmi Schober betont.

Ein Tieflader brachte die Maschine, die Gulfstream, von Hamburg nach Ratschendorf. Zur „Flug-Einschulung“ kam Faber extra nach Ratschendorf. Als er die anderen exotischen Gustostückerl in der Mostschenke sah, kam er aus dem Staunen nicht mehr heraus: Die Saab, der Hubschrauber, der Easyrider, die Kamele, die Motorräder, die Hochseeyacht, das Bauernmuseum, schlicht gesagt das Sammelsurium von Besonderheiten, das die Mostschenke so einmalig macht. „Er hat mit dem Fotografieren gar nicht mehr aufgehört“, so Irmi Schober. Zum „Einsatz“ kommt der Jet für kleine Runden, die zum Beispiel vor einer Feier einen Aperitif im Flugzeug nehmen möchten. Es sei halt ganz was anderes, freuen sich die Schobers über den Hollywood-Flieger als neue Attraktion.

Worauf die Schobers in der Mostschenke und ihrer Ölmühle natürlich achtgeben: Kernölflecken wären nicht gut für die exklusive Leder-Innenausstattung. Was man im Flieger könnte, aber von den Schobers ihren Gästen nicht angeboten und erlaubt wird: Diese könnten in der exklusiv ausgestatteten Kabine sogar schlafen, da sie früher ja auch für Langstreckenflüge eingesetzt war. „Aber wenn’s mir einmal zu viel wird, dann setz‘ ich mich ins Flugzeug, schließe von innen die Tür und niemand kann mich stören“, scherzt Irmi Schober. Sie, die selbst nach einem 16-Stunden-Tag ihr Lächeln nicht verliert.