SIM

FA-Leiter Harald Eitner, LH-Stv. Michael Schickhofer und Thomas Wegscheider, Leiter des Clinical Skills Center an der Med Uni Graz präsentierten gemeinsam das neue SIM-Zentrum (v.l.) Fotos: Land Steiermark/Bektas

Stellten die Projektdetails bei der Pressekonferenz vor: FA-Leiter Harald Eitner, LH-Stv. Michael Schickhofer und Thomas Wegscheider, Leiter des Clinical Skills Center an der Med Uni Graz (v.l.)

Stellten die Projektdetails bei der Pressekonferenz vor: FA-Leiter Harald Eitner, LH-Stv. Michael Schickhofer und Thomas Wegscheider, Leiter des Clinical Skills Center an der Med Uni Graz (v.l.)

SIM CAMPUS: In der Steiermark entsteht internationales Zentrum für Katastrophenschutz

Donnerstag, 04. Juli 2019

Mit Katastrophenschutzreferent Landeshauptmann-Stv. Michael Schickhofer etabliert die Steiermark ein international einzigartiges Katastrophensimulationszentrum. Der SIM CAMPUS bietet nationalen und internationalen Einsatzkräften die Möglichkeit, sich auf Notfall-, Krisen- und Katastrophensituationen durch realitätsnahe Simulationen optimal vorzubereiten. Der Steiermark gelingt es, sich mit Katastrophenschutzreferent Landeshauptmann-Stv. Michael Schickhofer durch das neue Kompetenzzentrum und die geplante Trainingsinfrastruktur im Katastrophenschutz international als Vorreiter zu positionieren. Einsatzkräfte werden nicht nur in der Steiermark vom neuen Campus profitieren und damit die Sicherheitsstandards im ganzen Land erhöhen.

Im Stadtgebiet von Eisenerz werden mehrere Trainingsbereiche für unterschiedliche Übungszwecke eingerichtet. Einen Bereich des neuen Zentrums stellt das ehemalige LKH Eisenerz, das als „Simulationskrankenhaus“ genutzt werden soll, dar. Das Gebäude wird unter anderem für Übungen zur Evakuierung im Brandfall, zum Umgang mit kontaminierten Personen und zum Transport kritischer Kranker genutzt werden und soll den Einsatzkräften für die Simulation von Großschadensereignissen mit einem Massenanfall an Verletzten zur Verfügung stehen.

Weitere Trainingsschauplätze sollen in Abstimmung mit der Stadtgemeinde Eisenerz sowie anderen Partnern vor Ort schrittweise entwickelt werden. Unter anderem soll ein ganzjährig nutzbares Trainingsareal für Notfall-, Krisen- und Katastrophensituationen auf Bahnhöfen und Bahnstrecken sowie ein „zerstörter Stadtteil“ als Trainingsschauplatz für die Vermisstensuche nach Erdbeben entwickelt werden. Ebenfalls angedacht ist ein sogenannter „taktischer Stadtteil“, der auf dem Gelände einer unbewohnten Siedlung im Stadtgebiet der Stadt Eisenerz entstehen könnte. Wohnungen, Geschäftslokale, Bank, Gaststätte und Verkehrsflächen werden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Rettungsdiensten, der Feuerwehr, der Polizei sowie anderen Spezialkräften ein herausforderndes Ausbildungs- und Trainingsumfeld bieten.

„Es freut mich, dass die Steiermark mit dem ‚SIM CAMPUS’ ein international einzigartiges Kompetenz- und Trainingszentrum für Katastrophenschutz etablieren wird und sich damit als Vorreiter in Sachen Katastrophenschutz positionieren kann. Die Infrastruktur des ‚SIM CAMPUS’ wird nationalen und internationalen Einsatzkräften realitätsnahe Trainingsmöglichkeiten bieten und damit bestmöglich auf den Ernstfall vorbereiten. Mit der Umsetzung dieses Projektes können sich die Steirerinnen und Steirer in Zukunft noch sicherer fühlen,“ erklärt Landeshauptmann-Stv. Michael Schickhofer.