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SPÖ-Bundesparteivorsitzende Pamela Rendi-Wagner Fotos: SPÖ Steiermark/Neves

Steirischer Spitzenkandidat Jörg Leichtfried, Pamela Rendi-Wagner und LH-Stv. Michael Schickhofer (v.l.)

Steirischer Spitzenkandidat Jörg Leichtfried, Pamela Rendi-Wagner und LH-Stv. Michael Schickhofer (v.l.)

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Viel Jubel um Spitzenkandidaten

Montag, 08. Juli 2019

Landesparteirat der steirischen SPÖ am Flughafen Graz

Drinnen, in den Konferenzräumlichkeiten des Flughafen Graz, jubelten die knapp 200 Delegierten nicht nur über die parlamentarischen Erfolge der letzten Wochen, sondern auch der SPÖ-Bundesparteivorsitzenden Pamela Rendi-Wagner und Jörg Leichtfried, dem steirischen Spitzenkandidaten zu. Als „Verstärker“ gab es für jeden Delegierten einen Fächer, der nicht nur für Abkühlung sorgte, sondern mit dem man beim Klatschen auch für Lärm sorgen konnte. „Für mich ist klar: Wir treten bei dieser Wahl an, weil wir den Anspruch auf die erste sozialdemokratische Bundeskanzlerin stellen“, rief Jörg Leichtfried den Delegierten zu. Und diese antworteten darauf mit einem entsprechenden ohrenbetäubenden Spektakel.

Es ist ein alt bekanntes Phänomen vor Wahlen: Wenn es eng wird oder die Chancen nicht berauschend gut sind, dann kommt es zum Schulterschluss, werden die Luken dicht gemacht und Einigkeit demonstriert. Auch für Pamela Rendi-Wagner, die ja die steirischen Freunde mit der Demontage von Bundesgeschäftsführer Max Lercher vor Monaten gegen sich aufgebracht hat. Max Lercher, als Bezirksparteiobmann Spitzenkandidat im Wahlkreis Obersteiermark Ost, reagierte ganz „Politprofi“, als ihn die Vorsitzende bei der Begrüßung freundschaftlich umarmte.

Draußen, in der „anderen Welt“, gibt es für die Sozialdemokraten mit Spitzenkandidatin Pamela Rendi-Wagner weit weniger Zustimmung, wenn man den Ergebnissen der Umfragen glaubt und folgt. Da liegt die SPÖ-Vorsitzende trotz aller politischen Erfolge im Parlament in den letzten Wochen als Herausforderin weit hinter (bis zu 15 Prozentpunkte) Ex-Bundeskanzler Sebastian Kurz in den Sympathie- und Zustimmungswerten.

Für die Einstimmung sorgte Landeshauptmann-Stv. Michael Schickhofer mit seinem Auftritt, der Pamela Rendi-Wagner natürlich die volle Unterstützung zusicherte: „Wir alle sind bereit Österreich in eine gute Zukunft zu führen. Diese Woche ist eine gute Woche für die Menschen in Österreich und für die Sozialdemokratie. Es ist eine Zukunftswoche, denn wir haben im Nationalrat Verbesserungen fürs tägliche Leben erreicht und den Österreicherinnen und Österreicher Zukunftsperspektiven gegeben. Die Beschlüsse rund um den Papamonat und die Entgeltfortzahlung für Freiwillige zeigen, dass die Sozialdemokratie auf der richtigen Seite steht, nämlich auf der Seite der Menschen. Für uns ist klar: Wir sind für die Steirerinnen und Steirer in allen Lebenssituationen da.“

Artig bedankte sich dann Pamela Rendi-Wagner bei den steirischen Freundinnen und Freunden (das Wort Genossen nahmen erst wieder die Jusos in ihren Wortmeldungen nach dem Referat in den Mund). Euphorisch sagte sie: „Wir sind letzte Woche im Parlament gesessen und konnten nicht fassen was alles möglich ist, wenn die Vernunft einkehrt und wenn Politik für Menschen gemacht wird und nicht für Großkonzerne. Wir haben den Großspendern einen Riegel vorgeschoben, denn Politik ist nicht käuflich. Politik hat eigentlich nur eine Aufgabe, nämlich die Sorgen der Menschen kleiner zu machen. Wir müssen allen Österreichern die gleichen Chancen bieten, denn es darf nicht sein, dass nur jene ihren Traum leben können, die in die richtige Familie geboren werden. Viele Politiker sehen die Zukunft Österreichs pessimistisch. Ich nicht! Ich stehe für eine Politik der Hoffnung, der Zuversicht und des Zusammenhalts. Wir kämpfen dafür, dass sich die Österreicher wieder auf die Zukunft freuen können.“