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Foto: Pixabay

„Beim jährlichen Frühjahrsputz sehen wir, welche Unmengen an gefährlichen Abfällen immer noch in die Natur geworfen werden, die auch im Bezug auf die Brandgefahr eine große Bedrohung sind“, so Landesrat Johann Seitinger. „Wer diese Gefahr provoziert, muss sich im Klaren sein, dass er die vollen Konsequenzen zu tragen hat.“ Foto: Heimo Ruschitz

„Beim jährlichen Frühjahrsputz sehen wir, welche Unmengen an gefährlichen Abfällen immer noch in die Natur geworfen werden, die auch im Bezug auf die Brandgefahr eine große Bedrohung sind“, so Landesrat Johann Seitinger. „Wer diese Gefahr provoziert, muss sich im Klaren sein, dass er die vollen Konsequenzen zu tragen hat.“ Foto: Heimo Ruschitz

Höllische Flammengefahr im Wald

Donnerstag, 01. August 2019

In Europa, Österreich und der Steiermark befindet sich die Hitzewelle an ihrem Höhepunkt. 90 Prozent aller Waldbrände werden vom Menschen ausgelöst. Verantwortung und Achtsamkeit als oberste Maxime.

Sommerzeit ist Wanderzeit – während in den Städten die Luft über dem Asphalt extreme Temperaturen entwickelt, zieht es viele Menschen in die Natur und hinauf auf die Berge. Leider sind sich viele von ihnen nicht über die enorme Gefahr im Klaren, die von achtlos weggeworfenen Zigaretten, Gläsern oder Dosen im Wald ausgeht – abgesehen von der Verschandelung unserer Umwelt, sind sie die häufigsten Auslöser von Waldbränden. Im Rahmen des Steirischen Frühjahrsputzes werden jährlich knapp 200.000 Kilogramm Abfälle und zum Teil gefährlicher Müll aus der Natur gesammelt. Dieser Müll beinhaltet unzählige Produkte, die Brände auslösen und furchtbare Folgeschäden anrichten können. Sie gefährden nicht nur Mensch und Tier, sondern haben auch langfristige Folgen für das lokale Ökosystem.  Ein verbrannter Waldboden erholt sich im Normalfall über Jahrzehnte nicht mehr, abgesehen davon, dass das wertvolle Bodenlebewesen gänzlich ausgerottet wird.

Die aktuelle Wetterlage hat die Gefahrenskala nach oben klettern lassen und in einigen Gebieten – insbesondere in den Bezirken Leoben und Bruck-Mürzzuschlag – bereits die Stufe „hoch“ erreicht. Diese Gefahrenstufe verlangt nach größter Achtsamkeit und verantwortungsvollem Handeln jedes Einzelnen. Zudem ist das Löschen von Waldbränden für die Feuerwehrkameraden und für alle beteiligten Helfer oftmals eine unzumutbare Herausforderung und Belastung und birgt nebenbei auch eine erhebliche Lebensgefahr. Dazu kommt, dass durch Waldbrände verbrannte Flächen über Jahre hinweg kein Wachstum ermöglichen und damit ein nachhaltiger Schaden für Wald, Wild und die gesamte Biodiversität entsteht.

Die Steiermark ist mit über 60% Waldanteil das waldreichste Bundesland Österreichs. Der Wald ist nicht nur eine der großen nachhaltigen Ressourcen unseres Landes, sondern auch der Ursprung vieler Wasserquellen und der Lebensraum für unzählige Wildarten. Der Wald ist aber auch für viele Regionen ein Schutz vor Lawinen und Steinschlägen. Wird dieser durch Waldbrände zunichtegemacht, so sind gigantische Investitionen für die Errichtung von technischen Schutzmaßnahmen notwendig. Ein Waldbrand stellt daher nicht nur einen großen lokalen ökologischen Schaden dar, sondern ist auch eine enorme volkswirtschaftliche Belastung.