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Vorstandsvorsitzender Karlheinz Tscheliessnigg, Gesundheitslandesrat Christopher Drexler und LKH-Graz-II-Betriebsdirektor Bernhard Haas (v.l.). Foto: Pachernegg

Facharztzentrum Hörgas seit 2 Monaten in Betrieb

Mittwoch, 11. September 2019

Ein Problem – die Verkehrsanbindung

Den LKH-Standort Hörgas mit seiner stationären Patientenversorgung gibt es ja nicht mehr. Diese wurde an das LKH Graz-West verlagert. Was tun mit dem riesigen Gebäudekomplex? – ist die große Herausforderung für die Steiermärkische Krankenanstaltengesellschaft (KAGes). Ein erster Schritt zur Nutzung ist ein Facharztzentrum. Mit diesem wird ein kleiner Teil des Gebäudes des früheren Krankenhauses weiter für medizinische Versorgung genutzt. Die Eröffnung des Facharztzentrums ist im Juli erfolgt. Heute zogen Landesrat Christopher Drexler und Vorstandsvorsitzender Karlheinz Tscheliessnigg eine erste Bilanz. 1.500 Patienten nahmen bisher die angebotenen Leistungen der „Allgemeinen Internen Ambulanz“ an.

Das FAZ Hörgas hat einen Kardiologischen Schwerpunkt (Herzultraschall, Ultraschall Schlagader, Belastungs-EKG, 24-Stunden-RR-Monitoring und 24-Stunden-Langzeit-EKG), einen Gastroenterologischen Schwerpunkt (Spiegelungen des Magen- und Darmtraktes einschließlich Atemtest auf Fructose- und Lactoseintoleranz sowie Ultraschall der Bauchorgane, Diagnose und Behandlung von Patienten mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen) und einen Hepatologischen Schwerpunkt (Allgemeine Abklärung von Lebererkrankungen einschließlich Abklärung und Therapie von infektiösen Lebererkrankungen).

Ein diabetologischer Schwerpunkt samt Schulungen, Chronische Wundambulanz und diabetische Fußambulanz sowie die Therapien mit Medikamenten und Infusionen runden das Angebot ab. An Einrichtungen vorhanden sind Röntgen und Ultraschall sowie ein Labor.

Das Facharztzentrum ist als Ergänzung zum niedergelassenen Ärztebereich gedacht. Nicht gelöst ist allerdings das Problem der Verkehrsanbindung. „Ich warte hier, dass ich abgeholt werde“, sagt eine ältere Dame, die in Gratkorn zuhause ist. „Die Verbindung hier herauf mit öffentlichen Verkehrsmitteln gibt es praktisch nicht. Das macht das Ganze umständlich.“ Die KAGes-Verantwortlichen daraufhin angesprochen: Man bemühe sich, die vorhandene Busverbindung und die Anbindung an den öffentlichen Verkehr zu verbessern.