FachbeiratKlimaschutzBgm 06.09.2019

Die Politik sei auch in der Vergangenheit bereits für den Klimaschutz aktiv gewesen, so Nagl. So wurden 115 Millionen Euro in den Ausbau der Fernwärme investiert und die Anzahl der Anschlüsse von 35.000 auf aktuell 75.000 erhöht, mit dem Ziel 100.000 Grazer Haushalte mit Fernwärme zu versorgen. Auch die Ökologisierung selbiger wurde von fünf auf knapp 30 Prozent erhöht, etwas durch die Abwärmenutzung von Sappi oder der Marienhütte. Das Carsharing TIM (Holding Graz) läuft erfolgreich, in die Straßenbahninfrastruktur wurden 117 Millionen Euro investiert. Auch das Murkraftwerk passe perfekt in die Bemühungen um die Reduktion fossiler Brennstoffe: 50.000 Grazer werden künftig mit erneuerbaren Strom aus Wasserkraft versorgt, zählte Nagl einige Beispiele auf. Foto: Fischer

Graz auf Weg zur Klima-Innovationsstadt

Freitag, 06. September 2019

Die Regierungspartner, Bürgermeister Siegfried Nagl und Bürgermeister-Stellvertreter Mario Eustacchio luden ins Rathaus, um einerseits die Mitglieder des Klimaschutzfachbeirats vorzustellen und andererseits erste konkrete Projekte, die mit dem 30 Millionen Euro dotierten Klimaschutzfond realisiert werden, darzulegen.

Der Klimaschutzfachbeirat besteht aus Experten unterschiedlicher Bereiche und wird die Stadt bei der Umsetzung ihrer Maßnahmen begleiten und beraten. Den Vorsitz übernimmt Stefan Schleicher (Wegener Center Graz), sein Stellvertreter ist Bernhard Puttinger (Green Tech Cluster). Weitere Mitglieder sind: Andrea Gössinger-Wieser (Klimaschutzkoordinatorin Stmk.), Franz Maier (Präsident des Umweltdachverbands Österreich), Karl Friedrich (Montanuniversität Leoben) und Florian Maringer (Erneuerbare Energien Österreich Dachverband). Bürgermeister Nagl bedankte sich bei allen für die Bereitschaft, die Stadt in ihren Bemühungen zu unterstützen.

Als konkrete Projekte, die bereits aus dem Klimaschutzfonds gespeist werden, nannte das Koalitions-Duo die vollständige Ausstattung der öffentlichen Gebäude mit Photovoltaikanlagen, Einrichtung eines Baumfonds (in den kommenden zwei Jahren sollen 1.500 großkronige Bäume im öffentlichen Raum gepflanzt werden), die Unterstützung der Umwelttechnologieunternehmen. Auch bewusstseinsbildende Maßnahmen werden notwendig sein, um eine möglichst breite Bevölkerung ins Boot zu holen.