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Sepp Horvath (Vorsitzender Netzwerk Psychotherapie), Andreas Huss (Arbeitnehmer-Obmann der ÖGK), STGKK-Obmann Josef Harb und Arbeiterkammer-Steiermark-Präsident Josef Pesserl (v.l.). Foto: Temel

Krankenkassenfusion massive Bedrohung für Gesundheitsprojekte in der Steiermark

Mittwoch, 18. September 2019

Die Krankenkassenfusion könnte die hervorragenden regionalen Strukturen der steirischen Gesundheitsversorgung ins Abseits befördern und wichtige Gesundheitsprojekte massiv gefährden – mit dieser eindringlichen Warnung wenden sich Arbeiterkammer-Präsident Josef Pesserl, ÖGK-Arbeitnehmer-Obmann Andreas Huss, STGKK-Obmann Josef Harb und Sepp Horvath, Vorsitzender des Netzwerkes Psychotherapie, an die Öffentlichkeit.

„In den vergangenen Monaten ist es uns gemeinsam mit unseren regionalen Partnern gelungen, eine Reihe von wichtigen Gesundheitsinitiativen auf Schiene zu bringen. Die Steiermark ist beim Ausbau der Primärversorgung österreichweit führend, mit den neuen Gesundheitszentren Graz-Gries und Gratwein-Straßengel verfügt unser Bundesland ab Oktober über sieben derartige Einrichtungen. Gemeinsam mit der Ärztekammer haben wir das Modell der finanziellen Starthilfe für Ärztinnen und Ärzte geschaffen, die schwer zu besetzende Kassenstellen übernehmen – immerhin 70.000 Euro für eine Einzelpraxis und 105.000 Euro für eine Gruppenpraxis. Ein wichtiger Impuls zur Absicherung der medizinischen Versorgung, der jetzt gefährdet sein könnte – genauso wie Hunderte regionale Projekte für Kindergärten, Schulen und Betriebe im Bereich der Prävention und Gesundheitsförderung“, fürchtet Josef Harb, Obmann der Steiermärkischen Gebietskrankenkasse.

Konkrete Warnung des steirischen Kassenobmanns: „Ich habe sehr deutliche Signale, dass die neue ÖGK die Rücklagen unserer exzellent wirtschaftenden STGKK dazu verwenden wird, um Wiener Finanzlöcher zu stopfen. Konkret geht es um unsere allgemeine Rücklage in Höhe von rund 62 Millionen Euro, die für Gesundheitsprojekte in der Steiermark fix zugesagt wurde. Jetzt deutet alles darauf hin, als würden maximal zehn Millionen davon in der Steiermark bleiben. So viel zum Thema, die Menschen werden von der Kassenfusion profitieren!“