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Bianca Moser-Bauernhofer, Geschäftsführerin des Abfallwirtschaftsverbandes Weiz, Nachhaltigkeitslandesrat Johann Seitinger und Ingrid Winter, Leiterin des Referates Abfall- und Ressourcenwirtschaft des Landes Steiermark. Foto: Streibl/Land Steiermark

Abfalltrennsystem 2.0 in Anger bei Weiz. Einzigartig bei den eigens entwickelten Abfalltrennstationen ist die Anzahl der gesammelten (sieben) Abfallarten: Restmüll, Leicht-, Metall, Weiß- und Buntglasverpackungen, Altpapier und Bioabfall. Zusätzlich ist an der Breitseite des Behälters ein Aschenbecher angebracht, um den Bürgern eine gute Entsorgungsmöglichkeit der Zigarettenstummel zu bieten und Littering zu vermeiden. Foto: AWV Weiz

Abfalltrennsystem 2.0 in Anger bei Weiz. Einzigartig bei den eigens entwickelten Abfalltrennstationen ist die Anzahl der gesammelten (sieben) Abfallarten: Restmüll, Leicht-, Metall, Weiß- und Buntglasverpackungen, Altpapier und Bioabfall. Zusätzlich ist an der Breitseite des Behälters ein Aschenbecher angebracht, um den Bürgern eine gute Entsorgungsmöglichkeit der Zigarettenstummel zu bieten und Littering zu vermeiden. Foto: AWV Weiz

Mit Unterstützung des Landes Steiermark hat der Abfallwirtschaftsverband Weiz beschlossen, die Gemeinden des Verbandsgebietes bei der Einführung der getrennten Sammlung auf öffentlichen Plätzen zu unterstützen. Nachhaltigkeitslandesrat Johann Seitinger unterstützte diese Initiative von Beginn an und bekräftigt: „Dieses Pilotprojekt hat absoluten Vorbildcharakter für den öffentlichen Raum im Bereich Anti-Littering. Es ist eine sinnvolle und notwendige bewusstseinsbildende Maßnahme sowie logische Konsequenz, dass sich Mülltrennung jetzt auch auf den öffentlichen Raum ausdehnt, denn in privaten Haushalten ist diese seit Jahrzehnten Realität.“  Foto: Streibl/Land Steiermark

Mit Unterstützung des Landes Steiermark hat der Abfallwirtschaftsverband Weiz beschlossen, die Gemeinden des Verbandsgebietes bei der Einführung der getrennten Sammlung auf öffentlichen Plätzen zu unterstützen. Nachhaltigkeitslandesrat Johann Seitinger unterstützte diese Initiative von Beginn an und bekräftigt: „Dieses Pilotprojekt hat absoluten Vorbildcharakter für den öffentlichen Raum im Bereich Anti-Littering. Es ist eine sinnvolle und notwendige bewusstseinsbildende Maßnahme sowie logische Konsequenz, dass sich Mülltrennung jetzt auch auf den öffentlichen Raum ausdehnt, denn in privaten Haushalten ist diese seit Jahrzehnten Realität.“ Foto: Streibl/Land Steiermark

Müll auch im öffentlichen Raum trennen

Mittwoch, 11. September 2019

Steirisches Pilotprojekt zeigt, wie es gehen kann

Das achtlose Wegwerfen von Müll an öffentlichen Plätzen, entlang von Autobahnen, Rad- und Wanderwegen sowie Pisten und Loipen etc. – gemeinhin auch als Littering bezeichnet – verunstaltet die steirische Landschaft. Alleine in der Steiermark landen Jahr für Jahr in etwa 5 Millionen kg Müll im öffentlichen Raum und werden so zu einer großen Belastung für die Umwelt, Menschen und Tiere. Die Kosten für die Entsorgung dieser Müllmengen belaufen sich auf jährlich 16 Millionen Euro. Zahlreiche Organisationen, Initiativen und Projekte, wie beispielsweise der Steirische Frühjahrsputz, bei dem rund 200.000 Kilogramm weggeworfener Müll von unzähligen freiwilligen Helfern eingesammelt wird, tragen durch ihr Wirken zu einer sauberen und lebenswerten Steiermark bei. „Unsere Wegwerfgesellschaft nimmt enorme Ausmaße an und lässt die steirischen Müllberge ordentlich anwachsen. Was es braucht, sind bewusstseinsbildende Maßnahmen und technische Lösungen, die das Wegwerfen reduzieren sowie die Trennmoral erhöhen“, betont Nachhaltigkeitslandesrat Johann Seitinger.

LR Johann Seitinger:

Und LR Seitinger verweist gleichzeitig auf ein steirisches Pilotprojekt mit einzigartigem Abfalltrennsystemen, welches gemeinsam mit dem Abfallwirtschaftsverband Weiz durchgeführt wird. „Daheim trennen die Leute ja zumeist bereits den Müll, doch unterwegs, sprich an öffentlichen Orten, wird alles zusammen in einen Mistkübel geworfen, weil es eben nicht die Möglichkeiten zur Trennung gibt“, erläutert Bianca Moser-Bauernhofer, Geschäftsführerin des Abfallwirtschaftsverbandes Weiz. Nun wurden Abfalltrennstationen auf öffentlichem Raum aufgestellt, um den Bürgern die Möglichkeit zu bieten, Abfälle so zu trennen, wie sie das von ihrem Privathaushalt her gewohnt sind. „Die Gemeinden des Bezirkes Weiz setzen somit ein Zeichen und senden eine klare Botschaft: Wir trennen unsere Abfälle, um sie wieder in den Kreislauf führen zu können. Darüber hinaus sollte sowohl den Bürgerinnen und Bürgern als auch den Gästen, die die Steiermark besuchen aufgezeigt werden, dass die Steiermark eine Vorreiterrolle in Sachen Abfall- und Ressourcenwirtschaft hat, die sie auch lebt“, so Bianca Moser-Bauernhofer.

Konkret umfasst das gesamte Pilotprojekt in Summe 30 Abfalltrennsysteme. Die ersten 15 Abfalltrennstationen 1.0 wurden an sieben teilnehmende Gemeinden ausgeliefert. Diese Abfalltrennstationen boten nur eine Trennmöglichkeit für Restmüll, Leicht- und Metallverpackungen sowie Zigarettenstummel. Nach dem ersten Verwendungszeitraum und einem durchschlagenden Erfolg von zwei Drittel weniger Restmüll wurde die Folgeversion optimiert. Es entstanden die Abfalltrennstationen 2.0, die in 15-facher Ausführung in sechs weiteren Gemeinden ihren Platz gefunden haben. Die Trennung des Abfalls wird dem Bürger erleichtert, indem die einzelnen Bereiche farblich gekennzeichnet, Abfälle in Bildern dargestellt sowie am Deckel die Abfälle schriftlich und in Farbe beschrieben werden. Damit ist eine erfolgreiche Trennung im öffentlichen Raum für fast jeden Abfall aus dem persönlichen Gebrauch möglich. Das ist ein wegweisender Schritt zu weniger Littering und einem verantwortungsvollen Umgang mit der Ressource Abfall.

Übrigens werden die Abfalltrennsysteme im Zuge der normalen Entleer-Touren der öffentlichen Abfallsammelbehälter geleert und müssen nicht extra angefahren werden, was keinen Mehraufwand, aber eben mehr Trennerfolg bedeutet.