11.09.2019, AUT, Presseclub, Graz, ROTAHORN - PREIS: PRESSEKONFERENZ BEKANNTGABE DER GEWINNER, im Bild: ; FOTOCREDIT: ERWIN SCHERIAU

stehend: Christoph Hartner und Andreas Unterweger; sitzend: Reinhard P. Gruber, Hans Roth, Barbara Frischmuth und Alfred Kolleritsch. Fotos: Saubermacher

Der als Förderpreis konzipierte „rotahorn“ wird mit 5.000 Euro dotiert – 3.000 Euro für den ersten und 2.000 Euro für den zweiten Preis. Die Jury nominiert Preisträger aus dem Pool der Autoren, die in den „manuskripten“ publizieren bzw. sich für eine Publikation bewerben.

Der als Förderpreis konzipierte „rotahorn“ wird mit 5.000 Euro dotiert – 3.000 Euro für den ersten und 2.000 Euro für den zweiten Preis. Die Jury nominiert Preisträger aus dem Pool der Autoren, die in den „manuskripten“ publizieren bzw. sich für eine Publikation bewerben.

ROTAHORN: Die Literaturpreisträger 2019 stehen fest

Donnerstag, 12. September 2019

Max Sessner und Sarah Kuratle sind die Preisträger des Hans Roth Literaturpreises „rotahorn“ 2019. Sie überzeugten die Fachjury, bestehend aus Barbara Frischmuth, Reinhard P. Gruber, Andreas Unterweger, Alfred Kolleritsch, Werner Krause, Christoph Hartner und Heinz Sichrovsky von ihrem literarischen Können.

Mit dem „rotahorn“ bereichert seit 2011 ein Literaturpreis, initiiert von Saubermacher-Gründer Hans Roth die österreichische Kulturlandschaft. Die Auswahl der Preisträger erfolgt in enger Zusammenarbeit mit Alfred Kolleritsch und seiner Literaturzeitschrift „manuskripte“. Für Hans Roth ist lesenswerte Literatur ebenso Teil dieser lebenswerten Umwelt: „In der Steiermark und ganz Österreich gibt es viele Nachwuchstalente, die im Verborgenen schöpferisch tätig sind. Mit dem rotahorn möchten wir diesen Literaturschaffenden eine gesellschaftliche Blatt-Form bieten.“

Die Gewinner Max Sessner und Sarah Kuratle wurden aus einer hochklassigen Shortlist talentierter Lyrik- und Prosa-Autoren ermittelt, die ein Naheverhältnis zu den „manuskripten“ pflegen.

Die Jury hob spezifische Qualitäten im Schaffen der Preisträger hervor: „Max Sessners Gedichte lesen sich wie eine außerordentlich geglückte Mischung aus Theodor Kramer und William Carlos Williams. Seine Sätze gleiten in einem unverwechselbaren Rhythmus satzzeichenlos über die Zeilen: eine Poetisierung der alltäglichen Sprache, die den Lesenden zur Aufmerksamkeit zwingt und ins Gedicht stolpern lässt. Mit einem Minimum an sprachlichen Mitteln werden hier unprätentiöse Bilder generiert, die trotz ihrer Unaufdringlichkeit spektakulär sind und Unscheinbares (und Unscheinbare!) zur Erscheinung bringen.“

Max Sessner ist zwar kein Grazer, aber ein waschechter manuskripte-Autor, der seit 2001 in der Zeitschrift veröffentlicht. Seine Publikationen erregten auch das Interesse der Übersetzerin Francesca Bell, so dass Sessner mittlerweile auch in der US-amerikanischen Zeitschriftenlandschaft kein Unbekannter mehr ist.

Die Begründung der Jury für Sarah Kuratle: „Sie schreibt eigenwillige Prosa, hinter deren märchenhaften Zügen sich ein komplexes Spiel mit Handlungssträngen, Zeitebenen und vielfältigen Referenzen verbirgt. Der vielstimmige Chor aus Anspielungen und Zitaten löst eine sanfte Desorientierung aus, der man sich beim Lesen freudig hingibt. In ihren Gedichten trifft ein origineller Formwille auf eine syntaktisch herausfordernde Sprache, die den hohen Ton nicht scheut und Else Lasker-Schüler als einzigen Bezugspunkt erahnen lässt.“

Der als Förderpreis konzipierte „rotahorn“ wird mit 5.000 Euro dotiert – 3.000 Euro für den ersten und 2.000 Euro für den zweiten Preis. Die Jury nominiert Preisträger aus dem Pool der Autoren, die in den „manuskripten“ publizieren bzw. sich für eine Publikation bewerben.