PK_TagderDemenz am 11.09.2019

Fotos: Stadt Graz/Fischer

Stadtrat Robert Krotzer, Claudia Knopper (Obfrau des Vereins Steirische Alzheimerhilfe) und Altbürgermeister Alfred Stingl (v.l.).

Stadtrat Robert Krotzer, Claudia Knopper (Obfrau des Vereins Steirische Alzheimerhilfe) und Altbürgermeister Alfred Stingl (v.l.).

Vergiss dein nicht

Donnerstag, 12. September 2019

„Langer Tag der Demenz“ am 20. September 2019

Fast alle kennen jemanden aus ihrem Umfeld, der direkt oder indirekt davon betroffen ist: „Der Mensch verändert sich und handelt oft auf eine irritierende Art und Weise. Diese Irritation, die ein Mensch mit Demenz erzeugt, wird oft noch lange von ihm selbst wahrgenommen“, weiß Claudia Knopper, Obfrau des Vereins Steirische Alzheimerhilfe (SALZ). Aber auch die Angehörigen bemerken es und versuchen durch Interventionen, den geliebten Menschen zu schützen. „Scham und Sorge sind daher ständige Begleiter“, so Knopper. Familien ziehen sich in den Schutz der häuslichen Umgebung zurück. Soziale Isolation beeinflusst den Verlauf der Demenzerkrankung jedoch negativ.

„Menschen mit Demenz und ihre Familien sollen sich in Graz gut aufgehoben, integriert und unterstützt fühlen“, betont Robert Krotzer, Stadtrat für Gesundheit und Pflege. Am Freitag, den 20. September, einen Tag vor dem Weltalzheimertag, wird deshalb in Graz der „Lange Tag der Demenz“ veranstaltet.

„Es wird über das gesamte Stadtgebiet Veranstaltungen von unseren Netzwerkpartnern geben, die das Thema Demenz aus den unterschiedlichen Perspektiven beleuchten werden“, erläutert Knopper. Es gibt Tage der offenen Türen bei unterschiedlichen Einrichtungen, Info-Stände im öffentlichen Raum, Lesungen und Filmvorführungen, einen Gottesdienst mit allen Sinnen, eine Reise in die Vergangenheit mit dem Cabriobus und vieles andere mehr.

Infos zum Programm: www.vergissdeinnicht.net

Organisiert wird der Lange Tag der Demenz von „Vergiss dein nicht. Netzwerk Demenzhilfe“ (vormals „Demenzfreundliche Stadt Graz“), das sich mit neuem Logo präsentiert.

„Es ist ein Glücksfall für Graz, dass es für eine unheilbare Krankheit so ein breites Netz der Hilfe gibt“, sagt Alfred Stingl, Altbürgermeister der Landeshauptstadt Graz. „Zuwendung, Zuneigung und Liebe sind enorm wichtig, denn es wird von dementen Menschen wahrgenommen“, betont er.