kleinLR Anton Lang Zwischenbilanz Radverkehr

Andreas Tropper (Leiter A 16), LR Anton Lang und Bernhard Krause (A 16). „Die aktuelle Radverkehrsstrategie trägt ja den Namen ,Starker Antritt – Das grüne Trikot für die Steiermark‘. Ein Blick auf die Projekte und teils historische Übereinkommen wie mit der Stadt Graz zeigt, dass wir den ,Antritt‘ längst im Rückspiegel haben und bereits auf Hochtouren ,radeln‘. Mit all‘ diesen Initiativen starten wir in punkto Radverkehr ein Projekt, das sich durchaus mit dem S-Bahn-Projekt im Jahr 2007 vergleichen lässt. Und das ist ja bekanntlich mehr als eine Erfolgsgeschichte geworden“, betont Landesbaudirektor Andreas Tropper, Leiter der A16 (Verkehr und Landeshochbau). Foto: Land Steiermark

10 Millionen Euro pro Jahr für Radverkehr im Großraum Graz

Montag, 04. November 2019

Auch wenn es im Jahr 2016 nicht danach ausgesehen hat, als die Radverkehrsstrategie 2025 in der Landesregierung beschlossen wurde, ist diese eine Erfolgsgeschichte geworden. „Dabei unterstützen wir steirische Gemeinden und Unternehmen mit einem umfangreichen Förderungsprogramm dabei, Radfahren im urbanen und suburbanen Raum attraktiver zu machen. Seither haben 22 Gemeinden gemeinsam mit dem Land Radverkehrskonzepte mit einem Projektvolumen von rd. 40 Millionen Euro entwickelt. Aktuell sind weitere 24 Gemeinden dabei, die Infrastruktur für RadfahrerInnen durch Radverkehrskonzepte zu verbessern“, zieht Landesrat Anton Lang nach drei Jahren eine Zwischenbilanz.

Derzeit erleben wir in der Steiermark eine Trendwende in der Mobilität. Landesrat Lang: „Immer mehr Menschen kommen drauf, dass sie in Städten und dicht besiedelten Gebieten mit dem Rad schneller vorankommen als mit dem Auto und steigen um. Leider entspricht die Verteilung der Verkehrsflächen bei weitem nicht mehr dem tatsächlichen Verkehrsaufkommen. Wenn wir wollen, dass noch mehr Menschen auf umweltfreundliche Fahrräder oder E-Bikes umsteigen, muss das Angebot größer und vor allem sicherer werden.“ Konkret will der Verkehrslandesrat die Errichtung breiterer und baulich abgetrennter Radwege forcieren, um den gefährlichen Mischverkehr aus Autos, Radfahrern und Fußgängern zu reduzieren.

LR Anton Lang zur Radnetzstudie Graz und Grazer Umland:

Erst kürzlich wurde auch ein Schulterschluss zwischen Land Steiermark und Stadt Graz zugunsten des Radverkehrs präsentiert: Nicht weniger als 100 Millionen Euro, zu gleichen Teilen von beiden Gebietskörperschaften finanziert, sollen in die Ertüchtigung der Infrastruktur investiert werden, um den Anteil der Fahrradfahrer im gesamten Verkehrsaufkommen im Großraum Graz bis zum Jahr 2030 zu verdoppeln. International ist Graz mit dieser Investition ein Aushängeschild und ein Vorbild für europäische Städte. In Amsterdam und Kopenhagen werden jährlich 11 bzw. 21,5 Euro pro Einwohner in den Radverkehr investiert. Mit den rund zehn Millionen Euro jährlich bedeutet das eine Investition von rund 33 Euro pro Kopf in Graz. In der vom Feinstaub stark belasteten Landeshauptstadt waren noch nie so viele Menschen mit dem Fahrrad unterwegs: Der Anteil des Radverkehrs am Gesamtverkehrsaufkommen (Modal Split) zwischen 2013 und 2018 ist um ein Viertel auf fast 20 Prozent gestiegen.