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Gerfried Jungmeier und Dir. Franz Prettenthaler (JOANNEUM RESEARCH – LIFE), Geschäftsführer Roland Fink (niceshops GmbH), Geschäftsführer Thomas Karner (Ökoregion Kaindorf). Fotos: Heimo Ruschitz

Franz Prettenthaler, Direktor von LIFE, dem Zentrum für Klima, Energie und Gesellschaft der JOANNEUM RESEARCH: „Klimaneutralität bis 2050 ist ein Muss. Wer es bis 2030 schafft, zeigt, dass er oder sie bereit ist, schneller auf die berechtigte Forderung der sich international vernetzenden Jugendbewegung der Klimaaktivisten nach einer Sicherung ihrer Zukunft zu reagieren."

Franz Prettenthaler, Direktor von LIFE, dem Zentrum für Klima, Energie und Gesellschaft der JOANNEUM RESEARCH: „Klimaneutralität bis 2050 ist ein Muss. Wer es bis 2030 schafft, zeigt, dass er oder sie bereit ist, schneller auf die berechtigte Forderung der sich international vernetzenden Jugendbewegung der Klimaaktivisten nach einer Sicherung ihrer Zukunft zu reagieren."

Niceshops-Geschäftsführer Roland Fink: „Wir setzen unter anderem im Versand plastikfreie Materialien ein, über eine riesige Photovoltaikanlage produzieren wir grünen Strom und der Firmenkomplex in Paldau wird durch die benachbarte Biogasanlage beheizt.“

Niceshops-Geschäftsführer Roland Fink: „Wir setzen unter anderem im Versand plastikfreie Materialien ein, über eine riesige Photovoltaikanlage produzieren wir grünen Strom und der Firmenkomplex in Paldau wird durch die benachbarte Biogasanlage beheizt.“

Gerfried Jungmeier (LIFE)

Gerfried Jungmeier (LIFE)

Thomas Karner, Geschäftsführer der Ökoregion Kaindorf: „Aktuell bewirtschaften rund 300 Landwirte in ganz Österreich ihre Ackerböden nachhaltig.2

Thomas Karner, Geschäftsführer der Ökoregion Kaindorf: „Aktuell bewirtschaften rund 300 Landwirte in ganz Österreich ihre Ackerböden nachhaltig.2

INNOVATION BELT GRAZ

Donnerstag, 28. November 2019

niceshops - zertifiziert klimaneutral im Onlinehandel

Das innovative steirische Unternehmen mit Sitz in Graz und Paldau setzt auf die Zusammenarbeit mit JOANNEUM RESEARCH, ReGreen und der Ökoregion Kaindorf

Der erfolgreiche steirische Onlinehandel-Spezialist setzt neben dem Know-how und dem Innovationsgeist seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch auf nachhaltiges Wirtschaften. Niceshops-Geschäftsführer Roland Fink: „Wir setzen unter anderem im Versand plastikfreie Materialien ein, über eine riesige Photovoltaikanlage produzieren wir grünen Strom und der Firmenkomplex in Paldau wird durch die benachbarte Biogasanlage beheizt.“ Der dadurch relativ geringe Überhang an Klimagasemissionen wird jetzt von niceshops mit Zertifikaten von ReGreen kompensiert. Mittelfristig soll dies über das Modell der Ökoregion Kaindorf mit heimischen Landwirten geschehen.

ReGreen ist eine Klimaschutzinitiative, bei der Klimagasemissionen kompensiert werden können. Über ReGreen unterstützt die niceshops GmbH aktuell einen Mix UNO-zertifizierter Projekte zur Reduktion von Klimagasen in drei Ländern: In Indien wird ein Windkraftprojekt unterstützt, in Bangladesch die Anschaffung von UV-Messgeräten zur Wasserdesinfektion, wodurch kein Holz mehr für das Abkochen von Trinkwasser benötigt wird, und in Peru wird in den Waldschutz investiert.

LIFE-Direktor Franz Prettenthaler: „niceshops ist ein absolutes Vorzeigeunternehmen“
„Die niceshops GmbH zeigt damit einen Weg auf, den wir als Gesellschaft, jedes Individuum, jedes Unternehmen, aber auch die öffentliche Verwaltung nun zu gehen haben,“ sagt Franz Prettenthaler, Direktor von LIFE, dem Zentrum für Klima, Energie und Gesellschaft der JOANNEUM RESEARCH. „Klimaneutralität bis 2050 ist ein Muss. Wer es bis 2030 schafft, zeigt, dass er oder sie bereit ist, schneller auf die berechtigte Forderung der sich international vernetzenden Jugendbewegung der Klimaaktivisten nach einer Sicherung ihrer Zukunft zu reagieren. Wir freuen uns, dass wir gemeinsam mit niceshops zeigen konnten, dass es mit Kreativität und entsprechender Ernsthaftigkeit sogar noch schneller – nämlich heute – möglich ist.“

Die Erhebung des Carbon Footprints durch JOANNEUM RESEARCH – LIFE hat ergeben, dass die niceshops GmbH im Jahr 2018 rund 600 Tonnen CO2-Äquivalent verursacht hat. Das entspricht beispielsweise den konsumbasierten Treibhausgasemissionen von etwa 40 durchschnittlichen ÖsterreicherInnen. Der relativ geringe Wert spiegelt die bereits gesetzten, umfassenden Maßnahmen wider. „Dass niceshops nun offiziell klimaneutral arbeitet, freut mich ganz besonders, denn es zeigt, dass selbst im E-Commerce nachhaltiges Wirtschaften möglich ist,“ freut sich Roland Fink, Geschäftsführer der niceshops GmbH. Alle Treibhausgas-Emissionen, die nicht vermieden werden können, werden über die Firma ReGreen kompensiert. Dabei investiert niceshops in einen Mix UNO-zertifizierter Projekte zur Reduktion von Klimagasen in Bangladesch, Indien und Peru. Weitere regionale Kompensationsmaßnahmen sind geplant, wie Roland Fink weiter ausführt: „Wir sind ein stark verwurzeltes Unternehmen und wollen in der Region noch mehr für Klimaschutz und Nachhaltigkeit tun. So wollen wir in den kommenden Jahren unsere Treibhausgasemissionen mit unseren heimischen Landwirten kompensieren.“

Pressekonferenz im Science-Tower:

Mittelfristig sollen die nicht vermeidbaren Klimagasemissionen auch über das Humus-Aufbauprogramm der Ökoregion Kaindorf mit heimischen Landwirten kompensiert werden. Thomas Karner, Geschäftsführer der Ökoregion Kaindorf: „Aktuell bewirtschaften rund 300 Landwirte in ganz Österreich ihre Ackerböden nachhaltig. Dadurch werden deren Böden fruchtbarer, nehmen ein Vielfaches an Wasser auf, vermeiden Abschwemmungen und wirken Trockenperioden entgegen. Pflanzen werden auf natürliche Weise gestärkt und das Grundwasser ebenso wie das Klima entlastet. Die in Folge dessen nachweislich im Boden gespeicherten Tonnen an CO2 werden in Form von Humus-Zertifikaten von Unternehmen gekauft, um ihren Betrieb klimaneutral zu stellen. Zwei Drittel der Erlöse fließen direkt an die Landwirte.“ Die niceshops GmbH hat es sich zum Ziel gesetzt, ihren Überhang an Treibhausgasemissionen zukünftig mit Humusaufbau durch heimische Landwirte zu kompensieren. Die ersten Raabtalbauern haben sich dem Projekt bereits angeschlossen, weitere werden gesucht.