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Die köstlichen Siegerkrapfen mit ihrer Schöpferin Eva Zach. Fotos: LK/Danner

Rechtzeitig zu Faschingsbeginn hat die Landwirtschaftskammer zum zweiten Mal die besten Krapfen-Bäckerinnen des Landes gekürt. Diesem Landeswettbewerb stellten sich zwölf Bäuerinnen, die sich traditionell seit vielen Jahren mit dem Backen dieses klassischen Faschingsgebäckes beschäftigen.

Rechtzeitig zu Faschingsbeginn hat die Landwirtschaftskammer zum zweiten Mal die besten Krapfen-Bäckerinnen des Landes gekürt. Diesem Landeswettbewerb stellten sich zwölf Bäuerinnen, die sich traditionell seit vielen Jahren mit dem Backen dieses klassischen Faschingsgebäckes beschäftigen.

Die strahlende Siegerin Eva Zach mit Landesbäuerin Gusti Maier (r.) und Vizepräsidentin Maria Pein (l.)

Die strahlende Siegerin Eva Zach mit Landesbäuerin Gusti Maier (r.) und Vizepräsidentin Maria Pein (l.)

Alle beim Landeswettbewerb eingereichten Krapfen sind nicht nur handgemacht, sie sind auch nach einem Hausrezept zubereitet

Alle beim Landeswettbewerb eingereichten Krapfen sind nicht nur handgemacht, sie sind auch nach einem Hausrezept zubereitet

Vizepräsidentin Maria Pein gratuliert der steirischen Krapfen-Kaiserin Eva Zach

Vizepräsidentin Maria Pein gratuliert der steirischen Krapfen-Kaiserin Eva Zach

Regionale Zutaten, Zeit und viel Gefühl

Dienstag, 05. November 2019

Die hohe Kunst des Krapfenbackens – Eva Zach ist die steirische Krapfen-Kaiserin

Ein schönes Randerl, luftig und flaumig beim Reinbeißen, gefüllt mit ausreichend Marmelade und natürlich köstlich im Geschmack – so mögen wir ihn, den steirischen Krapfen. Krapfenbacken gilt ja als die Königsdisziplin im Backhandwerk und ist für viele Hobby-Bäckerinnen eine Herausforderung. Eva Zach weiß, wie’s geht: „Wichtig sind vor allem die guten Zutaten – frische Eier und Milch und auch Butter und Mehl für meine Krapfen kommen aus der Region.“ Die Bäuerin aus Fehring darf sich zurecht steirische Krapfen-Kaiserin nennen, wurde sie doch zur Siegerin des Landeswettbewerbes der besten steirischen Krapfen-Bäckerinnen gekürt. Neben der Regionalität der Zutaten spiele aber auch die Zeit eine große Rolle in der hohen Kunst des Krapfenbackens: „Nur wenn man den Krapfen einen entsprechend lange Stehzeit vor dem Backen gibt, wird er luftig-flaumig und entsteht das gewünschte weiße Randerl“, verrät Eva Zach. Denn ansonsten ist er zu schwer und sinkt im heißen Fett ab. „Außerdem sind ein gefühlvolles Kneten und nicht zuletzt die richtige Fetttemperatur ausschlaggebend für ein guten handgemachten Krapfen.“

Zwölf Bäuerinnen haben sich diesem Landeswettbewerb der Landwirtschaftskammer Steiermark gestellt. Vizepräsidentin Maria Pein gratuliert: „Eva Zach hat diesen landesweiten Qualitätswettbewerb für sich entschieden. Ihre Handwerkskunst, der harmonische und feine Geschmack, sowie die flaumige Konsistenz am Gaumen überzeugten die 18-köpfige Fachjury. Weitere zehn Bäuerinnen können sich über eine Gold-Auszeichnung freuen.“ Verkostungschefin Eva Lipp erläutert den Ablauf der Bewertung: „Zu allererst wird der Krapfen von außen begutachtet, dann wird er halbiert und geschaut, wie die Marmelade verteilt ist und wie die Struktur des Krapfens ausschaut. Erst dann wird einmal ein Stück gekaut – zuerst ohne Marmelade. Und dann wird eben nach insgesamt 80 Kriterien der Krapfen nach Geschmack, Geruch und Aussehen bewertet.“

Wobei die entscheidenden Kriterien für die Teilnahme am Landeswettbewerb die 100-prozentige Herkunft der wertgebenden Zutaten sind, insbesondere von Frischeiern, Butte rund Milch. „Und auch das Mehl muss von regionalen Mühlen stammen“, erläutert Landesbäuerin Auguste Maier. „Die regionalen zutaten gepaart mit der erstklassigen Handwerkskunst der bäuerlichen Krapfen-Bäckerinnen sind eben ausschlaggebend für die außergewöhnliche Qualität der Krapfen vom Bauernhof. Krapfen kaufen ist Vertrauenssache. Handgemachte Krapfen von den Bäuerinnen sind ein Stück Heimat – man weiß was man isst.“

Und hier ist das Rezept des besten steirischen Krapfens von Eva Zach: Zutaten: 1 kg Mehl, 1 EL Salz, 130 g Zucker, 70 g Butter, 70 g Germ, 330 ml Milch, 4 Eidotter, 3 Eier, 2 Pack. Vanillezucker, 2 EL Rum, Zitronenschale, Pflanzenöl oder Schweineschmalz zum Herausbacken. Zubereitung: Einen kleinen Teil der Milch erwärmen und mit der Germ verrühren. Mehl mit Salz in der Schüssel vermengen, Germmilch dazugeben. Butter erhitzen. Milch, Rum und Eidotter vermengen und zur warmen Butter gießen. Zucker dazu und handwarm erwärmen und zum Mehl gießen. Etwa fünf Minuten gut durchkneten lassen. Teig gut abschlagen und bei Zimmertemperatur eine halbe Stunde gehen lassen. Krapfen schleifen und nochmals gehen lassen (doppelte Größe). Bei niedriger Temperatur ausbacken lassen.