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Foto: krentschker.at

Krentschker-Vorstandsduo Georg Wolf-Schönach (li.) und Alexander Eberan. Foto: Krentschker

Krentschker-Vorstandsduo Georg Wolf-Schönach (li.) und Alexander Eberan. Foto: Krentschker

Das Vorstandsteam der Steiermärkischen Sparkassen (v.l.): Georg Bucher, Walburga Seidl, Vorstandsvorsitzender Gerhard Fabisch und Oliver Kröpfl. Foto: Fischer

Das Vorstandsteam der Steiermärkischen Sparkassen (v.l.): Georg Bucher, Walburga Seidl, Vorstandsvorsitzender Gerhard Fabisch und Oliver Kröpfl. Foto: Fischer

Krentschker-Fusion fixiert

Mittwoch, 06. November 2019

KLIPP-Meldung bestätigt

Es ist der „alten Dame“, der Bankhaus Krentschker AG, mit Hauptsitz am Eisernen Tor in Graz am Opernring, offensichtlich nicht gegönnt, 100 Jahre alt zu werden. So hieß es in der KLIPP-Exklusiv-Meldung am 30. Oktober 2019. (…) „Nun soll sie mit der Steiermärkischen Sparkasse fusioniert werden und damit, so ist es gedacht, als eigenständige Marke vom Markt genommen werden.“ Diese Exklusiv-Nachricht vor dem Weltspartag löste – nicht überraschenderweise – kritische Reaktionen in der Steiermärkischen aus. Seit Anfang dieser Woche ist es nun auch offiziell. Steiermärkische-Chef Gerhard Fabisch und Krentschker-Vorstandssprecher Georg Wolf-Schönach bestätigten in Gesprächen mit steirischen Tageszeitungen die beschlossene Fusion. Mitte nächsten Jahres wird die Krentschker Bank – sie ist eine 100-Prozent-Tochter der Steiermärkischen – mit der Mutter fusioniert. Wolf-Schönach verhehlt laut „Kleine Zeitung“ nicht, dass dieser Schritt bei den Mitarbeitern zu Betroffenheit führt. Weiters meint er jedoch: „Es ist der richtige Schritt für die Zukunft“, die Georg Wolf-Schönach selbst nicht mehr betrifft, geht er doch im kommenden Jahr in Pension.

Steiermärkische-Chef Gerhard Fabisch erklärt die Fusion laut Berichten in der „Kleinen Zeitung“ und der „Steirerkrone“ damit, dass man nach einem längeren Analyseprozess zum Ergebnis gekommen sei, dass die Fusion auf Kundenseite, wie auch auf struktureller Ebene gemeinsam mehr Vorteile biete. Von den 14.000 Krentschker-Kunden entfallen rund 10.000 auf das klassische Privatkundengeschäft und den Kommerzbereich. Vorteile für die Krentschker-Kunden können in Zukunft das große Filialnetz der Steiermärkischen bieten, aber auch die gut ausgebauten digitalen Bank-Angebot – so zum Beispiel Spezialfinanzierungen. Schon aufgrund der Größe könne die Steiermärkische beispielsweise höhere Kreditlimits einräumen. Und was das Private Banking betrifft, also das Veranlagungsgeschäft für besonders vermögende Kunden, sei die Abteilung der Steiermärkischen Sparkasse in etwa so Insgesamt soll das Private Banking als echter Schwerpunkt der Steiermärkischen Sparkasse ausgebaut werden. Den Krentschker-Standort im ersten Wiener Bezirk wolle man weiterführen. Noch nicht entschieden sei aber, ob dafür die Marke Krentschker erhalten bleibt. Diese Entscheidung soll in den nächsten Monaten aufbereitet werden.