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WKO-Steiermark-Vizepräsident Andreas Herz, Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer, Präsident Josef Herk, die beiden Vizepräsidenten Gabi Lechner und Benedikt Bittmann sowie Direktor Karl-Heinz Dernoscheg (v.l.) Fotos: Fischer

Die WKO im EuroSkills-Design

Die WKO im EuroSkills-Design

WKO Neujahrsempfang: Appell für mehr Fairness im Wettbewerb und Fachkräfte im Fokus

Donnerstag, 16. Januar 2020

Der Neujahrsempfang der WKO Steiermark hat sich längst als Fixpunkt in den Kalendern der weiß-grünen Entscheidungsträger etabliert: So folgten mehr als 250 prominente Gäste aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft der Einladung der WKO-Führungsspitze rund um Präsident Josef Herk, den Vizepräsidenten Benedikt Bittmann, Andreas Herz und Gabi Lechner sowie Direktor Karl-Heinz Dernoscheg zum geselligen Wirtschaftsjahresauftakt. Im Zentrum stand hier allem voran das Thema des fairen Wettbewerbs. Voraussetzung dafür seien einheitliche Spielregeln für alle, so Herk in seiner Ansprache – und diese müssten auch entsprechend sanktioniert werden. „Die vorherrschenden Wild-West-Zeiten im grenzenlosen digitalen Wettbewerb müssen beendet werden“, so Herk. „Rechtliche Konstrukte, die es diversen Online-Plattformen erlauben hier aus dem Ausland zwar Millionen zu erwirtschaften, aber keinen Cent in den Steuertopf zu bezahlen, gehören abgeschafft.“

 

Ebenso im Fokus: der Fachkräftemangel, der weiter stark durch den demografischen Wandel vorangetrieben wird. „In realen Zahlen ausgedrückt sind das rund 11.000 Menschen, die uns jährlich als Arbeitsmarktpotential in der Steiermark wegbrechen. Das entspricht fast der Einwohnerzahl von Weiz“, betonte Herk, der eine ehrliche Debatte über arbeitsmarktpolitische Notwendigkeiten einfordert: „Wir müssen schauen, wie wir das vorhandene Potential noch besser mobilisieren können. Darüber hinaus brauchen wir aber auch eine verstärkte überregionale Vermittlung und eine Öffnung des Arbeitsmarkts. Denn ich habe es schon oft gesagt und ich werde auch nicht müde es weiterhin zu betonen: Wir brauchen qualifizierte Zuwanderung – ohne diese wird es in Zukunft nicht gehen.“ Hier sei es dringend an der Zeit, ehrlich darüber zu reflektieren, „statt Panikattacken zu inszenieren.“ Die WKO habe darum alle zur Verfügung stehenden Hebel in Bewegung gesetzt, um das Problem des Fachkräftemangels in den Griff zu bekommen. „Wir packen an und setzen um – In diesem Fall beim Thema Bildung“, so Herk mit Verweis auf das etwa in Rio de Janeiro als weltbeste Bildungsinitiative ausgezeichnete „Talentcenter“ oder die im Herbst in Graz stattfindenden Berufseurpameisterschaften „EuroSkills“.