SWV Pressekonferenz mit Christoph Matznetter_MICHAEL SCHNABL_007

Fotos: Michael Schnabl

v.l.: Robert Rothschädl (SVW Steiermark), Ombudsmann Karl Schweizer, NAbg. Christoph Matznetter (Präsident des SWV Österreich, Vizepräsident der WKO) und KR Karlheinz Winkler (Präsident SWV Steiermark)

v.l.: Robert Rothschädl (SVW Steiermark), Ombudsmann Karl Schweizer, NAbg. Christoph Matznetter (Präsident des SWV Österreich, Vizepräsident der WKO) und KR Karlheinz Winkler (Präsident SWV Steiermark)

Auch Interessen der Kleinen vertreten

Mittwoch, 12. Februar 2020

Wahlkampfauftakt des Sozialdemokratischen Wirtschaftsverbandes (SWV) Steiermark

98 Prozent der steirischen Betriebe sind Einpersonen-Unternehmen (EPU) oder Kleinunternehmen. „Wir wollen eine Wirtschaftskammer, die auch deren Interessen vertritt und nicht nur die der Großkonzerne“, so die Kernbotschaft von Christoph Matznetter (Präsident des SWV Österreich, Vizepräsident der WKO) und KR Karlheinz Winkler (Präsident SWV Steiermark) beim gestrigen Wahlkampfauftakt in Graz.

In diesem Zusammenhang wurde auch Karl Schweizer als neuer ehrenamtlicher 24h-Betreung-Ombudsmann präsentiert. Die WKO-Statistik von Februar 2020 weist für die Steiermark aus, dass es 11.357 selbständige Personenbetreuer mit aktivem Gewerbe gibt. Sie sind damit die größte Berufsgruppe in der WKO, wie Matznetter und Winkler betonen.

Als neues Service wurde ein günstiges Haftpflichtversicherungsangebot des SWV für selbständige 24h-Betreuer vorgestellt, das nicht nur Sach-, sondern sogar Personenschäden abdeckt.

Die wichtigsten Forderungen und Inhalte des SWV bei den WKO-Wahlen von 3. bis 5. März sind: Die soziale Absicherung für Selbständige muss ein Anrecht werden und Krankheiten dürfen kein Grund für den Verlust der beruflichen Existenz sein.

Denn: Wer krank wird, muss praktisch von der Mindestsicherung leben. 31,08 Euro Krankengeld gibt es dann am Tag – aber nur, wenn man länger als 42 Tage krank ist. Damit muss die Familie auskommen und der Betrieb erhalten werden. Darum wird der Krankheitsfall für Selbstständige oft zur Armutsfalle. Für ein reiches Land wie Österreich ist das eine Schande. Selbstständige verdienen eine anständige Absicherung.

Von 1.000 Euro holt sich die SVS 280 Euro. Auch mit ihren Abgaben treibt die SVS viele Unternehmer unter das Sozialhilfeniveau. Verdienen Selbstständige 1.000 Euro im Monat, zahlen sie keine Steuern. Die SVS holt sich trotzdem 280 Euro. Den Selbstständigen bleiben 720 Euro, weniger als die Mindestsicherung. Eine absurde Regelung. Der SWV fordert eine „gerechte Krankenversicherungsregelung“.

Ein fairer Wettbewerb im Sinne der Steuergerechtigkeit ist nur dann gewährleistet, wenn alle unter denselben Rahmenbedingungen arbeiten, was derzeit nicht so ist.