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Vor allem Feuchttücher und Speiseöl landen vermehrt in den Kanälen und sorgen für kostenintensive Verstopfungen. Fotos: GSA

„Gerade in diesen Krisenzeiten der Corona-Pandemie ist von uns allen umsichtiges und verantwortungsvolles Verhalten und Handeln gefordert. Es ist enorm wichtig, zusätzliche ‚hausgemachte‘ Probleme zu vermeiden“, appelliert so Franz Hammer, Obmann der Gemeinschaft Steirischer Abwasserentsorger, GSA. „Was eigentlich immer gilt, gilt heutzutage umso mehr: Die Toilette ist kein Mülleimer.“

„Gerade in diesen Krisenzeiten der Corona-Pandemie ist von uns allen umsichtiges und verantwortungsvolles Verhalten und Handeln gefordert. Es ist enorm wichtig, zusätzliche ‚hausgemachte‘ Probleme zu vermeiden“, appelliert so Franz Hammer, Obmann der Gemeinschaft Steirischer Abwasserentsorger, GSA. „Was eigentlich immer gilt, gilt heutzutage umso mehr: Die Toilette ist kein Mülleimer.“

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WC ist kein Mistkübel!

Donnerstag, 23. April 2020

Aufruf der Gemeinschaft Steirischer Abwasserentsorger

Die Corona-Krise hat auch große Auswirkungen auf die steirischen Kanäle, Abwasserpumpen und Kläranlagen: Da derzeit ein Großteil der steirischen Bevölkerung die meiste Zeit des Alltages zuhause verbringt, zuhause auch mehr gekocht wird, etc., werden viele Abfälle illegal über den Kanal entsorgt. „Seit der Corona-Krise ist die Belastung des steirischen Abwassersystems deutlich angestiegen“, warnt Franz Hammer, Obmann der Gemeinschaft Steirischer Abwasserentsorger.

„Wir bitten daher alle steirischen Haushalte, nur Toilettenpapier in die Toilette zu werfen und alle anderen Tücher und Papiere in den Mülleimer“, appelliert Hammer an die Steirer. Nur so könne das Abwassersystem weiterhin ohne größere Störungen funktionsfähig gehalten und damit eine ordnungsgemäße Entsorgung sichergestellt werden. Zumal auch im Kanalbetrieb mit personeller Notfallbesetzung gearbeitet wird, um im Ernstfall mit Ersatzteams Personalengpässe überbrücken zu können.

  • Nur Toilettenpapier löst sich auf und kommt zusammen mit dem Abwasser gefahrlos durch alle Pumpwerke und Hebeanlagen. Alle anderen Tücher- und Papieralternativen wie beispielsweise Feuchttücher, Taschentücher oder Küchenrolle gehören ausnahmslos in den Restmüll. Sie sind nässebeständig und bilden zum Teil lange Stränge, die sogenannten Verzopfungen. Dadurch verheddern sie sich in den technischen Anlagen des Kanalsystems und blockieren es. Dies kann zu Rückstauungen bis in die privaten Kanalanlagen führen. Die Reparaturarbeiten und Wartungen sind aufwendig und kostenintensiv. Diese nicht notwendigen Kosten zahlen letztlich alle Kanalbenützer mit ihren Benützungsgebühren.
  • Auch altes Bratfett oder Speiseöle dürfen nicht in die Toilette oder den Spülbecken-Abfluss geschüttet werden. Sie erhärten und verbinden sich im Abwasser mit Fremdstoffen, wie beispielsweise Feuchttücher. Dadurch entstehen Klumpen, die zusätzliche Verstopfungen verursachen. Sammeln Sie Ihr Altspeiseöl und -fett in Einmachgläsern oder sonstigen Gefäßen und geben Sie diese im Altstoffsammelzentrum Ihrer Gemeinde ab. Altspeiseöle und -fette sind wertvolle Rohstoffe und werden für die Herstellung von Wasch- und Schmiermitteln, sowie Biodiesel verwendet!

Weitere Infos unter:

www.abfallwirtschaft.steiermark.at/cms/beitrag/10168752/4373966/

www.denkklobal-stmk.at