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Die Unternehmer kämpfen um jeden einzelnen Arbeitsplatz. Ab dem 2. Mai liegt es aber auch zu einem Teil an den Kaufentscheidungen aller SteirerInnen, ob das Wiederhochfahren gelingt. „Gemeinsam durchstarten bedeutet lokal Kaufen und regional Urlauben“, appelliert Wirtschaftsbund-Direktor Jochen Pack..Foto: geopho

Regional einkaufen - beispielsweise im Fachl in der Grazer Herrengasse. Foto: Heimo Ruschitz

Regional einkaufen - beispielsweise im Fachl in der Grazer Herrengasse. Foto: Heimo Ruschitz

Wirtschaftsbund appelliert: „Es braucht viel mehr“

Donnerstag, 30. April 2020

Anlässlich des 1. Mai fordert der Wirtschaftsbund („Tag der Arbeitgeber“) weitere Konjunkturpakete und nicht bloß salbende Worte der Wertschätzung für die Arbeitgeber. In den beschlossenen Coronahilfsmaßnahmen sieht der Wirtschaftsbund nur erste Schritte. Es brauche viel mehr, fordert Wirtschaftsbund-Direktor Jochen Pack weitere, rasche Unterstützung für die heimischen Unternehmen ein. Die Unterstützungen müssen vor allem schnell bei den Unternehmen ankommen, denn sonst würden viele wegsterben. Auch nach der „Öffnung“ zeige sich, dass die Umsätze weit hinter der Normalität zurückliegen und Kunden ausbleiben. Unausweichlich seien Investitionsprogramme auch auf Landes- und Gemeindeebene, die dann wiederum den steirischen Betrieben helfen und damit auch ermöglicht wird, dass Arbeitsplätze erhalten bleiben.

Unternehmer haben in den letzten Wochen, trotz widriger Umstände und mit großen finanziellen Verlusten verbunden, ihre Rolle im Kampf gegen das Virus übernommen. Jetzt ist es an Zeit, unsere unternehmerischen HeldInnen beim Restart zu unterstützen. Gerade in Zeiten der Coronakrise ist zu sehen, wie wichtig eine intakte regionale Wirtschaft und die damit verbundene Wertschöpfung ist. „Zusammenhalt ist jetzt wichtiger denn je, es braucht mehr als nur anerkennende Worte für unsere UnternehmerInnen“, betont Jochen Pack.

Der Hilfsfonds der Bundes- und Landesregierung sind ein wichtiger Schutzschirm, die Pakete müssen aber ständig weiterentwickelt werden, um der Situation entsprechend zu funktionieren. Die politischen Signale in Richtung vereinfachte Kreditvergaben sind gut, wichtig ist, dass die Vorgaben und Verordnungen schnell kommen, damit die UnternehmerInnen die notwendigen Mittel für den Restart im Betrieb haben.

Ein weiterer notwendiger Schritt ist das Ankurbeln der Wirtschaft durch Konjunkturmaßnahmen auf allen Ebenen. „Jetzt von einem Sparkurs der öffentlichen Hand zu sprechen, wäre genau das falsche Signal. Wertschätzung der UnternehmerInnen muss sich in Krisenzeiten in den Auftragsbüchern und nicht den Stammbüchern finden“, bekräftigt Pack. Das präsentierte Konjunkturpaket der Bundesregierung ist ein Schritt in die richtige Richtung. Die einzelnen Maßnahmen und Investitionen müssen jetzt schnell umgesetzt werden, um den Standort auch rechtzeitig wieder zu stärken und so Betriebe und Arbeitsplätze zu retten.