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IV-Präsident Georg Knill, die beiden Vertreter der Firma HAGE, Med-Uni-Graz-Rektor Hellmut Samonigg, Soziallandesrätin Doris Kampus, Gesundheitslandesrätin Juliane Bogner-Strauß und Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer (v.l.) Fotos: Land Steiermark/Streibl

„Ich bin stolz auf den steirischen Pionier- und Innovationsgeist im Forschungsland Nummer eins, der sich in diesen Zeiten deutlich zeigt. In kürzester Zeit ist es gelungen, dieses Beatmungsgerät zu entwickeln. Danke an alle regionalen Unternehmen, die uns mit innovativen Produkten zukünftig vom Weltmarkt unabhängiger machen", so Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer.

„Ich bin stolz auf den steirischen Pionier- und Innovationsgeist im Forschungsland Nummer eins, der sich in diesen Zeiten deutlich zeigt. In kürzester Zeit ist es gelungen, dieses Beatmungsgerät zu entwickeln. Danke an alle regionalen Unternehmen, die uns mit innovativen Produkten zukünftig vom Weltmarkt unabhängiger machen", so Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer.

Innovation made in styria

Montag, 11. Mai 2020

Beatmungsgeräte und Schutzschilder aus dem 3D-Drucker

Die Covid-19-Krise hat gezeigt, dass Schutzausrüstung und medizinische Geräte dringend notwendige Produkte sind, die allerdings meist nur in anderen Ländern der Welt hergestellt werden. Lieferengpässe erschwerten zudem in den vergangenen Wochen den Kampf gegen das Corona-Virus.

Eine Lösung dieses Problems kommt nun aus der Steiermark: Das steirische Unternehmen HAGE aus Obdach hat in Zusammenarbeit mit der Medizinischen Universität Graz ein Beatmungsgerät aus dem 3D-Drucker entwickelt.

„Bei der sehr herausfordernden Entwicklung unseres Notfallgerätes haben mich am meisten der selbstlose Einsatz rund um die Uhr und die Begeisterung unseres Teams beeindruckt“, so HAGE-Chef Stefan Hampel. „Nur mithilfe der Additiven Fertigungsmethoden war es möglich so schnell von der Idee zum einsatzbereiten Produkt zu kommen, da waren unsere HAGE3D-Maschinen Gold wert und haben sich toll bewährt. Die Kooperationen mit der Meduni und der TU haben ohne Vorbehalte und auf Augenhöhe funktioniert, unsere Industriepartner haben uns in Rekordzeit beliefert und die großen steirischen Konzerne haben ihre Unterstützung bei einer allfälligen Serienproduktion zugesagt. Wir sind sehr stolz, ein Teil der Covid-Task Force zu sein“, so der HAGE-General-Manager.

Auch Med-Uni-Graz Rektor Hellmut Samonigg zeigt sich klarerweise erfreut: „Diese Geräteentwicklung zeigt was möglich ist, wenn hochmotivierte Experten interdisziplinär zusammenarbeiten. In Rekordzeit wurde das Gerät in Kooperation entwickelt und getestet. Neben dem Firmenpartner HAGE Sondermaschinenbau gilt mein Dank Ute Schäfer, Leiterin der Forschungseinheit ‚Experimentelle Neurotraumatologie‘ und Expertin für 3D-Druck in der Medizin sowie allen beteiligten Wissenschaftern an der Med Uni Graz – vor allem auch für die umfangreichen Tests der neuen Geräteentwicklung. Im Namen der Med Uni Graz danke ich allen Beteiligten und freue mich, dass unsere Universität neben vielen anderen Beiträgen im Rahmen der COVID-19 Krise, auch hier unterstützen konnte.“

Steiermarkweit haben zahlreiche Unternehmen vorbildlich auf die Coronakrise reagiert und ihre Produktion entsprechend der Nachfrage nach zum Beispiel Desinfektionsmitteln oder Schutzmasken und -kleidung umgestellt. Aber auch an neuen Lösungen wurde geforscht und so werden nicht nur Beatmungsgeräte, sondern auch Schutzschilder mit dem 3D-Drucker hergestellt.