Am 14. Mai 2020 besuchte Bundeskanzler Sebastian Kurz (r.) das Kleinwalsertal.

Am 14. Mai 2020 besuchte Bundeskanzler Sebastian Kurz (r.) das Kleinwalsertal. Foto: BKA / Dragan Tatic

„Kurz-Besuch“ hat auch eine positive Seite

Freitag, 15. Mai 2020

Der viel kommentierte „Kurz-Besuch“ im Kleinwalsertal und der Auftritt des Bundeskanzlers dort könnte ungewollt auch eine nachhaltige Wirkung haben, einen positiven Aspekt bewirken.

Nachdem die Gemeinde laut Medienberichten keine Infektionsrate aufweist, keinen Covid-19-Infizierten hat, könnte sich aus dem Besuch des Kanzlers unmittelbar auch die Chance für eine Studie ergeben. Dazu müsste man nur die rund 100 Gemeindebürger einem Corona-Antikörpertest unterziehen. Natürlich müsste sich auch die Begleitung von Sebastian Kurz diesen Tests stellen, wiewohl man bei den Besuchern aus Wien ohnehin annehmen kann, dass diese negativ sind. Sollte wider Erwarten eine Infektion erkannt werden, dann wäre das natürlich verhängnisvoll.

Geht man davon aus, dass das Ergebnis für alle in diesem Zusammenhang getesteten Personen (den Kanzler eingeschlossen) negativ sein wird, dann ist eines positiv festzuhalten: Das Tragen von Schutzmasken ist bei solchen Auftritten nicht nötig und die hervorgerufene „Abstandshysterie“ im öffentlichen Raum könnte damit beendet werden.

Dieses Ergebnis sollte dann auch in die Diskussion um die hoffentlich bald wieder erlaubten Kulturveranstaltungen einfließen. Für Ulrike Lunacek kommt diese Wahrheit natürlich zu spät. Sie hätte früher mehr Mut und Durchsetzungsvermögen zeigen müssen. Rund 180.000 Kulturschaffende hätten ihr auch die nötige Rückendeckung gegeben.