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Foto: Klipp-Archiv

Styrian Spirit: Prozessakt nach Bruchlandung im Jahr 2006 endlich abgeschlossen

Mittwoch, 13. Mai 2020

Die Gründung von Styrian Spirit sorgte seinerzeit österreichweit für Schlagzeilen und Aufsehen. Dem damaligen Wirtschaftslandesrat Herbert Paierl war es gelungen, namhafte Gesellschafter dafür zu begeistern. Der Höhenflug von Styrian Sprit dauerte leider nur einige Jahre. Dann kam es zur Bruchlandung im Jahr 2006. Nicht zuletzt deshalb, weil auch die zugesagte Haftung des Landes Kärnten und dem damaligen Landeshauptmann Jörg Haider nicht erfüllt wurde. Auch das Land Steiermark – Paierl war bereits aus der Landesregierung ausgeschieden – blieb nicht weiter an Bord.

Erst gestern kam es zum letzten Prozessakt in Sachen Styrian Spirit. Der 57 Jahre alte Ex-Prokurist der Kärntner Hypo Bank ist am Landesgericht Klagenfurt wegen Untreue zu einer teilbedingten Haftstrafe von 18 Monaten verurteilt worden. Im Jahr 2005 war er im Zusammenhang mit der Kreditvergabe an die insolvenzgefährdete Fluglinie angeklagt worden. Sechs Jahre lang war der Prozess unterbrochen, wegen Verhandlungsunfähigkeit des Mannes. Er hat sich bis dato immer für unschuldig erklärt, legte nun aber ein volles Geständnis ab, bot Schadenersatz im Ausmaß von 50.000 Euro an.

Bereits im Jahr 2013 waren Ex-Hypo-Vorstandschef Wolfgang Kulterer und Ex-Hypo-Österreich-Vorstand Gert Xander schuldig gesprochen worden – wegen der Vergabe eines Kredits von zwei Millionen Euro. Die Schuldsprüche wurden vom Obersten Gerichtshof bestätigt – zwei Jahre Haft für Kulterer und 21 Monate für Xander, beide unbedingt.