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WK-Steiermark-Direktor Karl-Heinz Dernoscheg (li.) und WK-Steiermark-Präsident Josef Herk bei der Präsentation des aktuellen Wirtschaftsbarometers. „Angesichts der massiven coronabedingten Einschränkungen überraschen diese Ergebnisse allerdings nur bedingt. Sie zeigen, dass es weitere konjunkturfördernde Maßnahmen braucht“, so Josef Herk. Ziel müsse es sein, dass diese Erwartungen eben nicht zur wirtschaftlichen Realität werden. Hier würde das Wirtschaftsklima nämlich von soliden +11,9 Prozentpunkten (bisherige Entwicklung) auf -71,6 Prozentpunkte abrutschen.

WKO Steiermark Präsident Josef Herk (r.) und WKO Steiermark Direktor Karl-Heinz Dernoscheg: „Wir müssen jetzt alle Konjunkturhebel in Bewegung setzen, damit aus den negativen Erwartungen keine wirtschaftliche Realität wird.“ Foto: Fischer

WKO Steiermark Präsident Josef Herk (r.) und WKO Steiermark Direktor Karl-Heinz Dernoscheg: „Wir müssen jetzt alle Konjunkturhebel in Bewegung setzen, damit aus den negativen Erwartungen keine wirtschaftliche Realität wird.“ Foto: Fischer

„Alles tun, damit das nicht zur Realität wird“

Dienstag, 30. Juni 2020

Aktuelles Wirtschaftsbarometer zeigt: Alle Konjunkturdaten deutlich im Minus

„Hoffentlich haben wir uns getäuscht“, resümiert WK-Steiermark-Präsident Josef Herk bei der Präsentation der aktuellen Konjunkturumfrage der steirischen Wirtschaftskammer. Denn deren Ergebnisse zeigen, dass die Konjunktur in der Steiermark aktuell von Corona und den dadurch ausgelösten Maßnahmen geprägt ist und die Unternehmen hart getroffen hat. „Ob Umsatz, Auftragslage, Preisniveau, Investitionen oder Beschäftigung: sämtliche Konjunkturdaten liegen deutlich im Minus – vor allem was die Aussichten fürs zweite Halbjahr betrifft. Hier blicken, was das Wirtschaftsklima angeht, 73,5 Prozent der insgesamt 1.025 befragten Unternehmer – übrigens die höchste Teilnehmerzahl ever – pessimistisch in die Zukunft. Optimistische Rückmeldungen kommen nur von 1,9 Prozent, was unterm Strich einen Negativsaldo von -71,6 Prozentpunkten bedeutet. „Dabei handelt es sich eben um Erwartungen. Und daher müssen wir jetzt alle Hebel in Bewegung setzen, damit aus diesen Erwartungen keine Realität wird“, betont WKO-Steiermark-Direktor Karl-Heinz Dernoscheg. Im vorgelegten Maßnahmenkatalog fordert man einen Aufbau der Liquidität sowie eine Ankurbelung der Investitionen, etwa durch eine neue Ökoprämie für den Autokauf.

So geht’s der steirischen Wirtschaft

Liegen die Saldenwerte, was den bisherigen Geschäftsverlauf betrifft, noch deutlich im positiven Bereich – Gesamtumsatz +34,4 Prozentpunkte, Auftragslage +33,9, Preisniveau +23,6, Investitionen +20,3 und Beschäftigung +24,9 –, so fällt der Ausblick ins zweite Halbjahr äußerst negativ aus: Der Saldowert für die Umsatzerwartungen fällt auf -48,2 Prozentpunkte, für die Auftragslage auf -43,1, fürs Preisniveau auf -7,2, für Investitionen auf -50 und für Beschäftigung auf -40,7 Prozentpunkte. „Angesichts der massiven coronabedingten Einschränkungen überraschen diese Ergebnisse allerdings nur bedingt. Sie zeigen, dass es weitere konjunkturfördernde Maßnahmen braucht“, so Josef Herk. Ziel müsse es sein, dass diese Erwartungen eben nicht zur wirtschaftlichen Realität werden. Hier würde das Wirtschaftsklima nämlich von soliden +11,9 Prozentpunkten (bisherige Entwicklung) auf -71,6 Prozentpunkte abrutschen.