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Grün-Strom statt Kohle: Grundstücks-Option am ehemaligen Bergbau-Areal in Bärnbach/Rosental gesichert. 12 Millionen-Investment möglich. Über 20 Hektar Kollektoren-Fläche liefern Grün-Strom für mehr als 5000 Haushalte. Foto: Katarzyna Theissl

„Von der Kohle zur Sonne – das hat auf diesem Areal nicht nur symbolischen Charakter. Durch die bisherige Nutzung ist der Boden des Areals für andere ökologische Nutzungsarten nicht geeignet. Ein Sonnen-Kraftwerk würde das Grundstück nicht nur in wirtschaftlicher, sondern auch in ökologischer Hinsicht enorm aufwerten“, erklärt Energie-Steiermark-Vorstandssprecher Christian Purrer. Foto: Heimo Ruschitz

„Von der Kohle zur Sonne – das hat auf diesem Areal nicht nur symbolischen Charakter. Durch die bisherige Nutzung ist der Boden des Areals für andere ökologische Nutzungsarten nicht geeignet. Ein Sonnen-Kraftwerk würde das Grundstück nicht nur in wirtschaftlicher, sondern auch in ökologischer Hinsicht enorm aufwerten“, erklärt Energie-Steiermark-Vorstandssprecher Christian Purrer. Foto: Heimo Ruschitz

E-Steiermark plant größte Photovoltaik-Anlage Österreichs

Freitag, 19. Juni 2020

2015 erfolgte die Sprengung des Kohle-Kraftwerks Voitsberg. Jetzt hat sich die Energie Steiermark nur 600 Meter entfernt, auf dem Areal des ehemaligen Karlschacht II, bei der GKB-Bergbau GmbH die Option für ein Grundstück bis Ende 2022 gesichert.

Darauf könnte eine über 20 Hektar große Freiflächen-Photovoltaikanlage mit 16 MW Leistung entstehen. Das entspricht einer Produktion von ca. 18 Millionen Kilowattstunden Ökostrom jährlich. Damit könnten über 5.000 Haushalte mit Energie versorgt und CO2-Emissionen von mehr als von 13 Millionen Kilogramm Co² pro Jahr eingespart werden.

„Von der Kohle zur Sonne – das hat auf diesem Areal nicht nur symbolischen Charakter. Durch die bisherige Nutzung ist der Boden des Areals für andere ökologische Nutzungsarten nicht geeignet. Ein Sonnen-Kraftwerk würde das Grundstück nicht nur in wirtschaftlicher, sondern auch in ökologischer Hinsicht enorm aufwerten“, erklärt Energie-Steiermark-Vorstandssprecher Christian Purrer.

Nun wird eine rasche baurechtliche Genehmigung angestrebt. „Wir wollen das Projekt zeitnah realisieren und damit nachhaltige Impulse setzen“, so Energie-Steiermark-Vorstandsdirektor Martin Graf. Um eine wirtschaftlich vertretbare Realisierung zu gewährleisten, müssen jedoch noch einige Förder-Hürden genommen werden. „Hier erwarten wir eine rasche Erneuerung der bisherigen Regelungen und ein zukunftsorientiertes Energie-Ausbau Gesetz“, so Graf. Erneuerbare Energie aus Photovoltaik wird in Österreich nämlich auf Dachflächen subventioniert, jedoch nicht auf Freiflächen. „Um die Klimaziele der österreichischen Bundesregierung zu erfüllen, ist ein Freiflächenausbau jedoch unerlässlich, denn es gibt einfach zu wenige verfügbare Dächer“.

Derzeit haben mehr als 20.000 Steirer eine Photovoltaik-Anlage privat in Betrieb. Im Rahmen der Sonnenstrom-Offensive will die Energie Steiermark bis zum Jahr 2030 – zusätzlich zum Photovoltaik-Ausbau auf Dächern – auf einer Gesamtfläche von 450 Hektar Sonnenparks mit einer jährlichen Erzeugungsmenge von insgesamt 330 Gigawattstunden Grün-Strom errichten. Damit wäre die CO2-freie Energie-Versorgung von rund 95.000 steirischen Haushalten möglich.

Aktuell läuft die Suche nach geeigneten Grundstücken, die konkrete Kriterien hinsichtlich Umwelt, Netz und Raumordnung erfüllen müssen. Neben Bärnbach/Rosental wurden bereits drei weitere Optionsverträge mit Grundstücks-Eigentümern in anderen Regionen der Steiermark unterschrieben, weitere sind aktuell in Verhandlung.