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Foto: Lupi Spuma

Franziska Betz, Schauspielhaus-Intendantin Iris Laufenberg, Elisabeth Tropper, Leitende Dramaturgin Karla Mäder und Daniel Grünauer. Foto: Lex Karelly / Schauspielhaus Graz

Franziska Betz, Schauspielhaus-Intendantin Iris Laufenberg, Elisabeth Tropper, Leitende Dramaturgin Karla Mäder und Daniel Grünauer. Foto: Lex Karelly / Schauspielhaus Graz

Erste Premiere am 11. September

Freitag, 26. Juni 2020

Das wird die Saison 2020/21 im Schauspielhaus Graz

Gestern stellten die Geschäftsführende Intendantin Iris Laufenberg und Leitende Dramaturgin Karla Mäder den Jahresspielplan von HAUS EINS vor sowie je eine fixierte Produktion für die Spielstätten von HAUS ZWEI und HAUS DREI. Darüber hinaus gaben sie einen Ausblick auf die geplanten Projekte von HAUS ZWEI und HAUS DREI.

Das Schauspielhaus Graz wird auch in der Saison 2020.2021 in HAUS EINS einen attraktiven Spielplan bieten, der die bisherige Linie des Hauses weiterführt: Der Fokus liegt auf zu Diskussion und Austausch anregender Unterhaltung mit zeitgenössischen Stoffen und neuen Theaterformen, ergänzt durch Klassiker und große Namen, die auf heute relevante Themen hin untersucht werden.

Am 11. September 2020 findet die erste Premiere in HAUS EINS statt, gefolgt von einem Eröffnungskonzert am 18. September mit Sandy Lopičić & Band, dem Ensemble des Schauspielhauses und Friends, wie gewohnt, auf der Bühne von HAUS EINS.

Die Spielzeit wird programmatisch mit dem zeitgenössischen Stück „dritte republik (eine vermessung). teil drei der kronlandsaga“ von Thomas Köck, inszeniert von der Schauspielerin und Regisseurin Anita Vulesica, eröffnet. (Österreichische Erstaufführung am 11.09.2020, HAUS EINS) Das Stück des gefragten, aus Oberösterreich stammenden Autors ist ein starkes Statement gegen Nationalismus und ein glühendes Plädoyer für die Idee eines geeinten Europas: In ihm versucht eine Landvermesserin nach einem Krieg die Grenzen des Landes neu zu verzeichnen, die Grenze jedoch entzieht sich ihr und bleibt letztlich unauffindbar.

Neben der Eröffnungsproduktion ist auch die zweite Produktion ein dezidiert politischer Stoff: „Reineke Fuchs“, ein Epos in zwölf Gesängen, das seit seinem Erscheinen 1794 zu Johann Wolfgang von Goethes beliebtesten Werken gehört. (Premiere am 02.10.2020, HAUS EINS) Die aus Antike und Mittelalter überlieferte Tierfabel vom Fuchs, der seinen Kopf jeweils durch geschickte Lügen aus der sprichwörtlichen Schlinge zieht, spiegelt Goethes skeptisches Verhältnis zur zeitgenössischen Wirklichkeit und besonders zum höfischen Leben wider, dem er Zeit seines Lebens selbst angehörte. Regie führt Mina Salehpour, die zum ersten Mal in Graz arbeiten wird.

Ausführliche Infos zum Programm gibt es hier