IV-Österreich-Präsident Georg Knill. Foto: Heimo Ruschitz

Die Schwerpunkte des neuen IV-Präsidenten Georg Knill auf Bundeseben werden insbesondere in der wirtschaftlichen Bewältigung der Corona-Krise sowie der Absicherung und dem Ausbau Österreichs als Digitalisierung-, Technologie- und Produktionsstandort liegen. Handlungsbedarf ortet der Neo-IV-Präsident auch bei der Stärkung Europas und der Ausgestaltung des Green Deals zu einem Digital Green Deal. Foto: Heimo Ruschitz

IV-Steiermark-Präsidium (v.l.): Franz Mayr-Melnhof-Saurau, Georg Knill und Franz Kainersdorfer. Foto: IV-Steiermark / Marija Kanizaj

IV-Steiermark-Präsidium (v.l.): Franz Mayr-Melnhof-Saurau, Georg Knill und Franz Kainersdorfer. Foto: IV-Steiermark / Marija Kanizaj

„Ich gratuliere Georg Knill herzlich zu seiner Wahl und bin sehr stolz, dass nun ein Steirer an der Spitze der österreichischen Industriellenvereinigung steht. Georg Knill ist ein gestandener und innovativer Unternehmer, der sich für Zukunftsthemen einsetzt. Bereits als Präsident der IV Steiermark hat er den steirischen Wirtschaftsstandort entscheidend mitgestaltet, seine Erfahrung wird er nun in Wien einbringen“, so Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer. Foto: Land Steiermark/Streibl

„Ich gratuliere Georg Knill herzlich zu seiner Wahl und bin sehr stolz, dass nun ein Steirer an der Spitze der österreichischen Industriellenvereinigung steht. Georg Knill ist ein gestandener und innovativer Unternehmer, der sich für Zukunftsthemen einsetzt. Bereits als Präsident der IV Steiermark hat er den steirischen Wirtschaftsstandort entscheidend mitgestaltet, seine Erfahrung wird er nun in Wien einbringen“, so Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer. Foto: Land Steiermark/Streibl

Auch die steirische Wirtschaftslandesrätin Barbara Eibinger-Miedl gratuliert dem neuen IV-Präsidenten: „Ich freue mich sehr, dass mit Georg Knill ein weiterer Steirer Verantwortung in einer bundesweiten Position übernimmt. Er war in seiner Funktion an der Spitze der steirischen Industriellenvereinigung stets ein exzellenter Partner für mich als Wirtschaftslandesrätin. Ich bin davon überzeugt, dass er auch in Zukunft als Steirer in Wien wesentlich dazu beitragen wird, unseren Industriestandort weiter zu stärken!“ Foto: Mathias Kniepeiss

Auch die steirische Wirtschaftslandesrätin Barbara Eibinger-Miedl gratuliert dem neuen IV-Präsidenten: „Ich freue mich sehr, dass mit Georg Knill ein weiterer Steirer Verantwortung in einer bundesweiten Position übernimmt. Er war in seiner Funktion an der Spitze der steirischen Industriellenvereinigung stets ein exzellenter Partner für mich als Wirtschaftslandesrätin. Ich bin davon überzeugt, dass er auch in Zukunft als Steirer in Wien wesentlich dazu beitragen wird, unseren Industriestandort weiter zu stärken!“ Foto: Mathias Kniepeiss

Ein weiterer Name, der in der Diskussion um die Nachfolge genannt wird, ist der von Stefan Stolitzka. Er ist der Eigentümer des international tätigen Schuproduzenten Legero mit Sitz in Graz. Foto: IV-Steiermark / Sabine Hoffmann

Ein weiterer Name, der in der Diskussion um die Nachfolge genannt wird, ist der von Stefan Stolitzka. Er ist der Eigentümer des international tätigen Schuproduzenten Legero mit Sitz in Graz. Foto: IV-Steiermark / Sabine Hoffmann

Georg Knill nun an der Spitze der IV Österreich

Donnerstag, 18. Juni 2020

Entscheidung über Nachfolge in der Steiermark fällt am 9. Juli

Sein Vorgänger in der Steiermark Jochen Pildner-Steinburg von der mehrheitlich in Familienbesitz stehenden GAW-Gruppe widerstand 2012 dem „Angebot“, die Führung der Industriellenvereinigung Österreich zu übernehmen und verblieb in der Steiermark. Er war zu diesem Zeitpunkt aber auch bereits im 65. Lebensjahr. Georg Knill hingegen, Geburtsjahr 1973, ist jetzt 47 und bei seinem Ausscheiden nach spätestens acht Jahren – zwei Perioden – wird er 55 sein.

Georg Knill führt die IV Steiermark seit dem Jahr 2016, als Jochen Pildner-Steinburg sich zurückzog und ihn als Nachfolger vorschlug. „Ich bin stolz, dass nun ein Steirer an der Spitze der IV Österreich steht“, so Jochen Pildner-Steinburg. Die Übernahme der Präsidentschaft ist ein mutiger Schritt von Georg Knill, eine gewaltige Herausforderung und eine Bürde. Gerade jetzt – in der schwersten Wirtschaftskrise der Republik Österreich, verursacht durch die Coronakrise.

Vom Klingen Schmieden bis hin zu Glasfaseranlagen
Georg Knill entstammt einem alten oststeirischen Familienunternehmen. Die Wurzeln der Knill Gruppe reichen 12 Generationen, bis ins Jahr 1712 zurück, in dem Mosdorfer erstmals als Klingenschmiede in Weiz erwähnt wurde. Zur damaligen Zeit exportierte man bereits einen Großteil der Jahresproduktion an Säbeln und Klingen ins Ausland. Mit der Heirat von Friedrich Knill und der zweiten Tochter des Moritz Mosdorfer im Jahr 1929 begann die Ära der Familie Knill. Friedrich Knill führte das Unternehmen zu einem entscheidenden Meilenstein in der Unternehmensgeschichte, dem ersten Auftrag für Freileitungsarmaturen im Rahmen der Errichtung der 220 kV-Leitung Kaprun-Ernsthofen im Jahr 1949.

Im Jahr 1974 übernimmt dessen Sohn Gunther Knill die Geschäftsführung der Mosdorfer GmbH und baut das Einzelunternehmen zu einer international bedeutenden Firmengruppe auf. Im Jahr 2002 übergibt Gunther Knill an seine Söhne Christian und Georg. Ihr Ziel heute ist durch kontinuierliches Streben nach Marktführerschaft und Wachstum in zukunftsträchtigen Branchen, Bestehendes langfristig zu sichern und die Unternehmensgruppe strategisch weiterzuentwickeln.

„Mit Georg Knill haben wir einen enorm engagierten, steirischen Familienunternehmer an der Spitze der Industriellenvereinigung Österreich. Diese Wahl ist auch als Bestätigung und Auszeichnung seines Weges in der Steiermark zu verstehen, den er in den vergangenen vier Jahren erfolgreich beschritten hat. Wir gratulieren ihm sehr herzlich und freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit in seiner neuen Funktion“, so die IV-Steiermark Vizepräsidenten Franz Mayr-Melnhof-Saurau und Franz Kainersdorfer.

Eines kann man schon jetzt sagen: Jeder Kandidat, der aus einem Bundesland kommt und nicht per se ein Wiener ist, muss damit rechnen, in Wien am Schwarzenbergplatz zumindest in der Anfangsphase keinen leichten Stand zu haben. Knill wird gefordert sein – sowohl Fingerspitzengefühl, als auch Durchschlagskraft sind gefragt. Für Georg Knill, der familiär ja seinen Hauptsitz in der Steiermark hat – Vater von zwei schulpflichtigen Kindern –, wird daher die zeitliche Inanspruchnahme durch eine der wichtigsten Wirtschaftsfunktionen der Republik seine bisherige Lebensqualität und Gewohnheiten spürbar beeinflussen.

Wer Knill in der Funktion des steirischen Landespräsidenten / der Landespräsidentin nachfolgt, wird am 9. Juli im Rahmen einer planmäßigen Ordentlichen Vollversammlung vom Vorstand der IV-Steiermark in einer Wahl entschieden. Die Funktionsperiode der IV-Steiermark Präsidenten ist, wie auch jene auf Bundesebene, auf vier Jahre ausgelegt, es besteht die Möglichkeit einer einmaligen Wiederwahl. Rein von der Papierform her wäre Franz Mayr-Melnhof-Saurau der logische Nachfolger, weil es zur Tradition der IV gehört, dass jeweils Familienunternehmer an die Spitze gewählt werden. Mayr-Melnhof-Saurau ist bereits Landesjägermeister, allerdings mit Leib und Seele – auch auf seine Ausbildung zurückzuführen – Forstwirt. Er führt ja die Mayr-Melnhof-Holz-Gruppe. Ein weiterer Name, der in der Diskussion um die Nachfolge genannt wird, ist der von Stefan Stolitzka. Er ist der Eigentümer des international tätigen Schuproduzenten Legero mit Sitz in Graz.