LIPIZZANER RESORT PIBER - ATELIER THOMAS PUCHER 001

Foto: Atelier Thomas Pucher

Bürgermeister Helmut Linhart, Architekt Thomas-Pucher, LR Barbara Eibinger-Miedl und Erwin Klissenbauer. Foto: privat

Bürgermeister Helmut Linhart, Architekt Thomas-Pucher, LR Barbara Eibinger-Miedl und Erwin Klissenbauer. Foto: privat

Foto: Atelier Thomas Pucher

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Lipizzaner bekommen Hotel als Nachbar

Mittwoch, 24. Juni 2020

120-Millionen-Euro-Luxushotelprojekt in Piber

Bürgermeister Helmut Linhart hat wenige Tage vor der Gemeinderatswahl in Köflach seinen Joker gezogen. Im „Lipizzaner-Resort-Piber“ soll ein 5-Sterne-Superior Hotel mit 200 Zimmern und Suiten sowie 40 Chalets gebaut werden. Ein Wahlversprechen, bei dem die einen logischerweise begeistert applaudieren, die Linhart-Kritiker allerdings nach wie vor skeptisch bleiben. Es fehlen noch zu viele konkrete Informationen.

Von 120 Millionen Euro Investitionsvolumen ist die Rede. Bereits im Wahlkampf 2015 kündigte Linhart ein Hotelprojekt für Piber an, das „damals Viele als unrealistisch und nicht umsetzbar abgetan haben.“ (Linhart) Die konsequente Verfolgung des Ziels habe sich bezahlt gemacht, so Linhart. Die geplante Fertigstellung ist für 2024 angesagt. 400 Arbeitsplätze sollen damit geschaffen werden.

In Kooperation mit der Spanischen Hofreitschule entwickelt die Urban Future Holding ein einzigartiges Hotelprojekt. Frontmann dieser Holding ist der international erfolgreiche steirische Architekt Thomas Pucher, der in Piber nicht nur in die Rolle des Architekten, sondern auch in die des Projektentwicklers schlüpft.

Baubeginn wird im Jahr 2022 sein, hält Linhart in seiner aktuellen Aussendung fest. Ein sehr ambitionierter Zeitplan, gilt es doch Flächenwidmung, Planung, Baugenehmigung und Ausschreibungen – Umweltverfahren – innerhalb eines guten Jahres abzuwickeln sowie Anrainerinteressen zu berücksichtigen. Bürgermeister Linhart: „Die Zusage der Investorengruppe liegt schriftlich vor.“ (Anmerkung: „Urban Future Holding“ nennt sich die Gruppe. Allerdings gibt es bis jetzt keine Details, wer die führenden Köpfe sind, aus welcher Branche sie kommen und ob es sich dabei um einheimische oder internationale Investoren handelt.) „Der offizielle Projektstart erfolgt mit Einbringung des Antrags auf Änderung des örtlichen Entwicklungskonzepts und des Flächenwidmungsplans nach der Gemeinderatswahl.“

Das Hotel selbst entsteht am Areal des Lipizzanergestüts und wird ein architektonisches Highlight. „Das Hotel wird ähnlich einem Bienenstock konzipiert, eine Mischung aus Gebäude und Berg“, verrät Architekt Pucher, der gerade auch das Konzerthaus in Warschau plant. Sehr viele Holzelemente, sehr viel Grün. Pucher wurde von der wunderschönen Landschaft um Piber inspiriert. Das große Schlagwort heißt Nachhaltigkeit mit biologischen Nahrungsmitteln aus der Region und einer regionalen Wertschöpfungskette. Für das Hotelprojekt öffnet das Gestüt für alle Reitsportbegeisterte die Pforten mit Dressurstunden, Reit- und Fahrkursen, Lehrer sind teilweise die Bereiter der Spanischen Hofreitschule.

Durch die kommende Kooperation des Hotels mit der Spanischen Hofreitschule und der künftigen gemeinsamen weltweiten Vermarktung ergäbe sich ein großartiger Mehrwert für die Hofreitschule und das Lipizzanergestüt Piber, so die beiden Geschäftsführer der Spanischen Hofreitschule Sonja Klima und Erwin Klissenbauer. Ein Wert, der auch darin dokumentiert werde, dass das geplante Hotel Aufnahme in das Unternehmenskonzept gefunden habe, auf einstimmigen Beschluss des Aufsichtsrats hin. Ein renommierter Hotelbetreiber werde die erforderliche Infrastruktur bieten und verstärkt internationale Gäste in die Region bringen. Damit deutet die Führung des Gestüts Piber an, dass es bereits konkrete Zusagen gibt.

Von einer touristischen Jahrhundertchance spricht Tourismus-Landesrätin Barbara Eibinger-Miedl. „Piber ist für mich ein Juwel, hat aber noch sehr viel Potenzial. Dieses Hotelvorhaben wirkt weit über die Region hinaus und ich bin von den konkreten Plänen sehr beeindruckt. Das Konzept, ein Spitzenhotel mit dem Gestüt zu verbinden, hat einen besonderen Charme und ich unterstütze Bgm. Helmut Linhart dabei gerne.“