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Die Steiermark zeigt dem Rassismus die Rote Karte: LR Christopher Drexler, Sturm Graz-Präsident Christian Jauk, LR Doris Kampus, Daniela Grabovac (Antidiskriminierungsstelle), Stadtrat Kurt Hohensinner (v.l.) und Künstler Enrique Fuentes (vorne). Fotos (3): Land Steiermark/Streibl

„Grundsätzlich leistet der Fußball sehr viel Integrationsarbeit. Im Speziellen steht der SK Sturm für gesellschaftliche und soziale Verantwortung und setzt sich daher gegen Rassismus ein“, unterstreicht SK Sturm Graz-Präsident, Christian Jauk (2.v.l.). Ein wichtiger Partner ist Sturm Graz bei den fairplay-Aktionswochen, um sich für Vielfalt, Zeichen für Respekt, Toleranz und Miteinander einzusetzen. Fußballvereine, Fans und Initiativen können besonders zeigen, dass Fußball ein Sport für alle ist – egal welcher Herkunft, Hautfarbe, welchen Geschlechts oder welcher sexuellen Orientierung. Einer der „09-Grundsätze“ des SK Sturm heißt deshalb auch: „Mit Respekt tragen wir unsere gesellschaftliche und soziale Verantwortung“. Der Verein versteht sich als Verein für alle, so Jauk.

„Grundsätzlich leistet der Fußball sehr viel Integrationsarbeit. Im Speziellen steht der SK Sturm für gesellschaftliche und soziale Verantwortung und setzt sich daher gegen Rassismus ein“, unterstreicht SK Sturm Graz-Präsident, Christian Jauk (2.v.l.). Ein wichtiger Partner ist Sturm Graz bei den fairplay-Aktionswochen, um sich für Vielfalt, Zeichen für Respekt, Toleranz und Miteinander einzusetzen. Fußballvereine, Fans und Initiativen können besonders zeigen, dass Fußball ein Sport für alle ist – egal welcher Herkunft, Hautfarbe, welchen Geschlechts oder welcher sexuellen Orientierung. Einer der „09-Grundsätze“ des SK Sturm heißt deshalb auch: „Mit Respekt tragen wir unsere gesellschaftliche und soziale Verantwortung“. Der Verein versteht sich als Verein für alle, so Jauk.

LR Christopher Drexler und Daniela Grabovac (Antidiskriminierungsstelle Steiermark)

LR Christopher Drexler und Daniela Grabovac (Antidiskriminierungsstelle Steiermark)

LR Doris Kampus setzt Zeichen gegen Rassismus. Foto: Land Steiermark/Drechsler

LR Doris Kampus setzt Zeichen gegen Rassismus. Foto: Land Steiermark/Drechsler

Steiermark zeigt dem Rassismus die Rote Karte

Dienstag, 23. Juni 2020

Die Steiermark wird nachhaltig und umfassend gegen Rassismus auftreten. Das war die Botschaft, die im Rahmen eines Mediengespräches von den Landesräten Doris Kampus und Christopher Drexler, dem Grazer Stadtrat Kurt Hohensinner sowie dem Präsidenten des SK Puntigamer Sturm Graz, Christian Jauk, hervorgehoben wurde. Dazu wird ein eigenes Aktionsprogramm ausgearbeitet. Den Anfang dabei macht der Sportbereich, in dem es mit Sturm Graz bereits einen besonders engagierten Spitzenverein gibt, der sich gegen Rassismus einsetzt. Wesentliche Beiträge wird dazu auch die Antidiskriminierungsstelle Steiermark liefern. Der Künstler Enrique Fuentes präsentierte ein T-Shirt mit einem Flügel. Für Fuentes ist der Flügel ein Symbol gegen Rassismus und für Freiheit.

„Wir schauen seit Tagen gebannt und entsetzt in die Vereinigten Staaten. Aber seien wir ehrlich – niemand sollte mit dem Finger auf die USA zeigen. Rassismus und Diskriminierung gibt es auch bei uns, manchmal versteckt, manchmal ganz offen“, betont Soziallandesrätin Doris Kampus. Sie verweist auf Zahlen der Expertenorganisation ZARA bzw. der Antidiskriminierungsstelle Steiermark, die einen kontinuierlichen Anstieg an Vorfällen und Meldungen registrieren. Für viele Menschen sei Rassismus heutzutage noch immer eine Alltagserfahrung. „Das ist vollkommen inakzeptabel – jede Steirerin und jeder Steirer muss ein Leben frei von Rassismus, Diskriminierung und Ungleichbehandlung führen können“, so die Soziallandesrätin, die auf Vernetzung, Sichtbarmachen und Sensibilisieren setzt. Erfasst werden sollen in einem ersten Schritt die öffentliche Verwaltung, die Gastronomie, der Bildungs- und Gesundheitsbereich sowie als Leitprojekt der Sport.

Sport und Bewegung stiften Gemeinschaft
Sportlandesrat Christopher Drexler betont die Bedeutung von Sport und Bewegung als wichtige gemeinschaftsstiftende Elemente des Aktionsprogramms gegen Rassismus: „Die Steiermark ist ein Land der Vielfalt. Das gilt insbesondere für die Menschen, die in unserem Bundesland leben. Ausgrenzung, Benachteiligung und Rassismus dürfen in unserer Gesellschaft keinen Platz haben. Im Sportressort des Landes Steiermark ist es uns daher ein besonderes Anliegen, vehement gegen jegliche Diskriminierung anzukämpfen und die Verbände und Vereine bei ihren Aktivitäten für gelebten Zusammenhalt zu unterstützen. Das wird auch ein wichtiger Schwerpunkt unserer neuen Sportstrategie sein, die wir in den kommenden Monaten erarbeiten werden. Denn beim Sport kommen die Menschen zusammen. Beim Sport wird Einheit und Zusammenhalt gelebt. Sport und Bewegung sind verbindende Aktivitäten. Ich danke allen Verantwortlichen unserer steirischen Sportverbände und -vereine sowie den Sportlerinnen und Sportlern, die beispielgebende Aktivitäten gegen Ausgrenzung und Rassismus setzen und tagtäglich Zusammenhalt und Gemeinschaft vorleben. Sie sind wichtige Vorbilder für unsere gesamte Gesellschaft!“

Die Stadt Graz und der zuständige Sport- und Sozialstadtrat Kurt Hohensinner begrüßen diese wichtige Initiative des Landes: „Als Landeshauptstadt wollen wir uns aktiv in das Aktionsprogramm einbringen und unterstützen. Gerade der Sport ist ein besonders wichtiger Faktor. Er entfaltet zahlreiche Wirkungen weit über den reinen Gesundheits- und Bewegungsaspekt hinaus. Sport verbindet Menschen, vor allem der Mannschaftssport.“ Der Stadtrat verweist dabei auf bereits umgesetzte Projekte wie die Broschüre „Teamsport und Mut“ als Unterstützung für Trainerinnen und Trainer. „Auch im Sportjahr 2021 wird die sozial-integrative Wirkung des Sports besonders betont werden“, verspricht Hohensinner.