3er

ÖVP-Chef Hermann Schützenhöfer, SPÖ-Chef Anton Lang und FPÖ-Parteichef Mario Kunasek (v.l.). Fotos: Heimo Ruschitz

Kann sich über das Ergebnis freuen: LH Herman Schützenhöfer. Erwartungsgemäß bleibt die steirische ÖVP die Bürgermeisterpartei.

Kann sich über das Ergebnis freuen: LH Herman Schützenhöfer. Erwartungsgemäß bleibt die steirische ÖVP die Bürgermeisterpartei.

Die SPÖ konnte endlich wieder einmal unterm Strich ein kleines Plus bei einem Wahlgang in der Steiermark schaffen und ihre Position in den Bezirksstädten bis auf einige "Ausrutscher" mehrheitlich ausbauen. Bitter sind die Verluste für die SPÖ in Selzthal, Rottenmann, Eisenerz und dramatisch Köflach. Im Bild: Parteichef Anton Lang.

Die SPÖ konnte endlich wieder einmal unterm Strich ein kleines Plus bei einem Wahlgang in der Steiermark schaffen und ihre Position in den Bezirksstädten bis auf einige "Ausrutscher" mehrheitlich ausbauen. Bitter sind die Verluste für die SPÖ in Selzthal, Rottenmann, Eisenerz und dramatisch Köflach. Im Bild: Parteichef Anton Lang.

Freude bei Sabine Krautwaschl: Die Grünen hingegen konnten steiermarkweit ebenfalls insgesamt an Stimmen in den Kommunen zulegen.

Freude bei Sabine Krautwaschl: Die Grünen hingegen konnten steiermarkweit ebenfalls insgesamt an Stimmen in den Kommunen zulegen.

... sowie bei Claudia Klimt-Weithaler, denn auch der KPÖ ist es gelungen, ihr Ergebnis von 2015 zu verbessern.

... sowie bei Claudia Klimt-Weithaler, denn auch der KPÖ ist es gelungen, ihr Ergebnis von 2015 zu verbessern.

Steirische Gemeinderatswahlen:

Sonntag, 28. Juni 2020

ÖVP gewinnt klar, SPÖ erleichtert über Mini-Plus, FPÖ weiter im Sinkflug

Erwartungsgemäß bleibt die steirische ÖVP die Bürgermeisterpartei. Mit mehr als 200 Bürgermeistern ist sie die klare Nummer 1. Die SPÖ konnte endlich wieder einmal unterm Strich ein kleines Plus bei einem Wahlgang in der Steiermark schaffen und ihre Position in den Bezirksstädten bis auf einige „Ausrutscher“ mehrheitlich ausbauen. Bitter sind die Verluste für die SPÖ in Selzthal, Rottenmann, Eisenerz und dramatisch Köflach.

Keinen Trendumschwung gibt es für die FPÖ. Sie befindet sich weiter im Sinkflug. Die Grünen hingegen konnten steiermarkweit ebenfalls insgesamt an Stimmen in den Kommunen zulegen. Auf niedrigem Niveau ist das auch den Neos und der KPÖ gelungen.

Über alle Parteien hinweg zeigt sich wieder einmal, dass auf Gemeindeebene die Amtsinhaber auf ihren Bonus setzen können, wenn es tiefgreifenden Konflikte gibt. Die Wahlbeteiligung war – auch nicht unerwartet – aufgrund der Coronabestimmungen deutlich niedriger (62,64 %) als in der Vergangenheit (73,78 % im Jahr 2015).

Gesamtergebnis:
ÖVP: 47,18 % (+4,46)
SPÖ: 31,86 % (+0,29)
FPÖ:8,20 % (-5,66)
Grüne: 4,75 % (+1,42)
KPÖ: 1,64 % (+0,11)
Neos: 0,61 % (+0,22)

Die Dramatik der Verluste der FPÖ wird erst dann sichtbar, wenn man sich das Wahlergebnis in Stimmen sich vor Augen führt: Bei der letzten Gemeinderatswahl im Jahr 2015 schaffte die FPÖ 78.918 Stimmen und heute verliert sie fast die Hälfte ihrer Wähler steiermarkweit. Sie kam nur noch auf 38.866 Stimmen

Licht und Schatten bei der SPÖ in den Bezirksstädten: In Kapfenberg, Knittelfeld, Fohnsdorf, Bruck, Zeltweg und Voitsberg ist die SPÖ nach wie vor eine Macht. In Köflach hingegen kam sie völlig unter die Räder. Ein Erdrutschsieg auch für einen „Ex-SPÖ-Bürgermeister“ gab es in der Südoststeiermark. Toni Vukan schaffte mit seiner Liste 18 von 25 Mandaten in Mureck. Stark auch das Vertrauen für SPÖ-Bürgermeister Armin Eggenreich in Weiz. Er schaffte souverän die angepeilte absolute Mehrheit.

In Leoben wurde es für Bürgermeister Kurt Wallner knapp. Er verlor ein Mandat, konnte aber 16 Mandaten die absolute Mehrheit halten. Großer Gewinner in Leoben ist die KPÖ, die mit 5 Mandaten nun genauso stark ist wie die ÖVP.