20200728_Glocken_gegen_Hunger_Theussl_Gnigler_Beiglboeck_Kroutil-Krenn

Ernest Theussl (Vorsitzender der Katholischen Männerbewewegung), Georg Gnigler (Länderreferent der Caritas Steiermark Auslandshilfe), Caritas-Direktor Herbert Beiglböck und Barbara Kroutil-Krenn (Leiterin der Auslandshilfe). Foto: Caritas

- 690 Mio. Menschen leiden an chronischem Hunger
- steigt um jährlich 10 Mio. seit 2014
- 144 Mio. Kinder unter 5 Jahren (21,3%) sind in ihrem Wachstum beeinträchtigt (stunted),
 - 47 Mio. (6,7%) sind untergewichtig (wasted)
- rund 2 Mrd. Menschen sind von mittlerer bis schwerer Ernährungsunsicherheit betroffen
- Über 3 Mrd. Menschen sind zu arm, um sich gesund ernähren zu können Mangel an nährstoffhaltigen Nahrungsmitteln (Gemüse, Obst) v.a. Afrika

- 690 Mio. Menschen leiden an chronischem Hunger - steigt um jährlich 10 Mio. seit 2014 - 144 Mio. Kinder unter 5 Jahren (21,3%) sind in ihrem Wachstum beeinträchtigt (stunted), - 47 Mio. (6,7%) sind untergewichtig (wasted) - rund 2 Mrd. Menschen sind von mittlerer bis schwerer Ernährungsunsicherheit betroffen - Über 3 Mrd. Menschen sind zu arm, um sich gesund ernähren zu können Mangel an nährstoffhaltigen Nahrungsmitteln (Gemüse, Obst) v.a. Afrika

Caritasdirektor Herbert Beiglböck: "Ich wünsche mir, dass aus dem Bewusstsein dieser Privilegiertheit auch Dankbarkeit entsteht. Und dass wir als Zeichen dieser Dankbarkeit bereit sind zu teilen. Die Corona Pandemie macht in einem negativen Sinn deutlich, dass wir eine globale Gemeinschaft sind. Die so gewachsene Welt ist eine gemeinsame Welt, und wir tragen füreinander Verantwortung. Deshalb ist meine Bitte an die Menschen in der Steiermark: helfen Sie uns in dieser für uns alle herausfordernden Zeit, auch anderen zu helfen." Foto: Neuhold

Caritasdirektor Herbert Beiglböck: "Ich wünsche mir, dass aus dem Bewusstsein dieser Privilegiertheit auch Dankbarkeit entsteht. Und dass wir als Zeichen dieser Dankbarkeit bereit sind zu teilen. Die Corona Pandemie macht in einem negativen Sinn deutlich, dass wir eine globale Gemeinschaft sind. Die so gewachsene Welt ist eine gemeinsame Welt, und wir tragen füreinander Verantwortung. Deshalb ist meine Bitte an die Menschen in der Steiermark: helfen Sie uns in dieser für uns alle herausfordernden Zeit, auch anderen zu helfen." Foto: Neuhold

Corona und Heuschrecken verstärken Hunger

Mittwoch, 29. Juli 2020

Caritas Steiermark ruft zu Spenden für Projekte in Burundi und Südsudan auf

Hunger, verstärkt durch Corona und eine Heuschreckenplage: Bei der Pressekonferenz der Caritas Steiermark zur weltweiten Hungersituation am Dienstag in Graz war einmal mehr die Corona-Pandemie ein Thema. „Wie privilegiert wir sind, sehen wir gerade in dieser weltweiten Krise“, hält Caritasdirektor Herbert Beiglböck fest: „Das Virus verbreitet sich überall, aber wir haben ganz andere Möglichkeiten, es einzudämmen und mit den Folgen zurechtzukommen“. Das beginne beim einfachen Händewaschen und reiche bis zu politischen Instrumenten, um wirtschaftliche Notsituationen abzufedern. „Ich wünsche mir, dass aus dem Bewusstsein dieses Privilegs Dankbarkeit erwächst, die sich in Spenden ausdrückt.“

Zukunft ist ungewiss
Georg Gnigler, Länderreferent der Caritas Steiermark Auslandshilfe, schildert die aktuelle Situation in Burundi und im Südsudan, wo die Caritas mit lokalen Partner Projekte betreibt: Menschen, die als Tagelöhner arbeiten, verlieren wegen der Ausgangsbeschränkungen ihr Einkommen. Schulen sind seit Monaten geschlossen, die Zukunft ungewiss. Mädchen werden früh verheiratet, um Familien zu entlasten.

Die Situation werde zusätzlich durch eine Heuschreckenplage verstärkt. „Aber unsere Partner in den Projektländern tun alles, um die Menschen vor Ort zu unterstützen und die Aktivitäten aufrecht zu erhalten“, sagt Gnigler. So werden etwa trotz der Ausgangsbeschränkungen in Babyfeeding-Zentren Mahlzeiten für besonders bedürftige Kinder ausgegeben und Familien mit Lebensmittelpaketen versorgt.

Ernest Theussl, Vorsitzender der Katholischen Männerbewegung, die traditionell die Hungerkampagne der Caritas begleitet, betont: „Gerade wenn wir uns anschauen, wie wir durch die Situation gekommen sind, kann uns das demütig machen. Deshalb unterstützen wir gerne die Projekte der Caritas, die vor Ort Hilfe leistet.“

Glocken gegen Hunger
Am Freitag, den 31. Juli werden um 15 Uhr österreichweit in den Pfarrgemeinden die Kirchenglocken statt einer Minute fünf Minuten lang läuten. Bischof Wilhelm Krautwaschl erklärt zu dieser Aktion von Caritas und österreichischer Bischofskonferenz: „Jeder Glockenschlag zählt dreifach, denn zum Hunger in Afrika kommen die Corona-Pandemie und eine Heuschreckenplage. Darauf wollen wir als Kirche aufmerksam machen. Gleichzeitig rufen die Glocken zum Engagement gegen den Hunger in der Welt und für das Gebet für die betroffenen Menschen auf.“

Nähere Infos: https://www.caritas.at/aktuell/kampagne/spenden-gegen-den-hunger/